Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenMit der Single „Sellenno“, erschienen am 20. Januar 2026, geben DEATH BY LØVE einen ersten tiefgreifenden Einblick in die emotionale und konzeptionelle Welt ihres Debütalbums „444“, das am 20. Februar 2026 über Distortion Productions veröffentlicht wird. Der Song fungiert dabei nicht nur als Vorabveröffentlichung, sondern als programmatischer Opener eines Werkes, das sich konsequent mit innerer Leere, Trauma und Überlebensmechanismen auseinandersetzt.
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„Sellenno“ entstand im Herbst und verarbeitet Kindheitstraumata sowie die emotionale Taubheit, die mit C-PTSD einhergehen kann. Im Zentrum steht Dissoziation als Schutzstrategie: Gefühle werden ausgeblendet, Schmerz bleibt oft die einzige Gewissheit des eigenen Daseins. Textlich und musikalisch bewegt sich der Song durch Kälte, Isolation und Sprachlosigkeit, öffnet im Schlussteil jedoch einen vorsichtigen Raum für Regeneration – nicht als Erlösung, sondern als Möglichkeit weiterzuleben.
Das begleitende Musikvideo verstärkt diese Wirkung eindrucksvoll. Gedreht in der verlassenen Heinz Ketchup Factory in Pittsburgh, spiegeln die kalten, dunklen Industriehallen die innere Architektur des Songs wider. Die weiten, leeren Räume werden zur visuellen Metapher für emotionale Abkopplung und Rückzug.
Hinter DEATH BY LØVE stehen zwei Künstler mit jahrzehntelanger Szeneerfahrung. Inga Habiba, polnische Sängerin und Songwriterin und Frontfrau der Gothic-Band Lorien, trifft auf den US-amerikanischen Produzenten und Multiinstrumentalisten Peter Guellard, der bereits in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren mit Blitzkrieg die polnische Goth-Szene prägte und später bei Projekten wie The Electric Hellfire Club, Venus In Furs und Dichro aktiv war. Das Duo arbeitet transatlantisch und digital, versteht sein Projekt aber klar als geschlossenes künstlerisches Statement.
Das Debütalbum „444“ ist als klassisches Konzeptalbum angelegt. Musikalisch verschwimmen hier die Grenzen zwischen Gothic, Industrial und Trip-Hop, ergänzt durch Einflüsse aus EBM, Anklänge an Depeche Mode und Dead Can Dance sowie orientalische Klangfarben, die besonders durch Habibas markante Stimme getragen werden. Inhaltlich erzählt das Album von komplexen emotionalen Zuständen, von Rückzug, innerem Widerstand und der langsamen Neuverortung nach dem Zusammenbruch.
Während „Sellenno“ als Opener eine düstere, beinahe klaustrophobische Grundstimmung etabliert, vertieft etwa der Song „I Don’t“ das Thema emotionaler Distanz und Selbstabschottung. Weitere Titel wie „Cosmic Power“, „Strong Inside“, „God“, „Lost and Found“, „Temros“ oder „Ziro“ fügen sich zu einer kohärenten Erzählung zusammen, die weniger auf einzelne Hooks als auf Atmosphäre und Entwicklung setzt.
„444“ erscheint weltweit digital und auf CD. Cover und Tracklist sind bereits veröffentlicht und unterstreichen den konzeptionellen Anspruch des Albums. Auch live denken DEATH BY LØVE ihr Projekt weiter: Unterstützt von Adrian Adioetomo an der Gitarre und Joe Palermo am Schlagzeug, experimentiert das Duo mit erweiterten Bühnenkonzepten bis hin zu holographischen Elementen.

Reacklist:
01. Sellenno
02. Cosmic Power
03. In Unity
04. I Don’t
05. Strong Inside
06. God
07. Lost and Found
08. Temros (Symphonic Mix)
09. Forest
10. Ziro
11. Sellenno (Reprise)
Das Album vorbestellen: 444 | Death by Love
Mit „Sellenno“ und dem nahenden Debütalbum 444 machen DEATH BY LØVE deutlich, dass sie keine leichten Antworten geben wollen. Stattdessen halten sie die Spannung zwischen Dunkelheit und Hoffnung aus – und formen daraus ein intensives, geschlossenes Werk.
Weblinks DEATH BY LOVE:
Webseite: www.deathbyloveband.com/
Facebook: @deathbylove444
Instagram: @deathbylove444
YouTube: @DeathByLove444
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