Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenMit einer Vision, die stets über Genregrenzen und Landesgrenzen hinausging, hat sich Thy Catafalque längst als Ausnahmeerscheinung der modernen Metalwelt etabliert. Jetzt veröffentlicht das ungarische Avantgarde-Kollektiv um Tamás Kátai ein mitreißendes Live-Video zum Song „Ködkirály“, aufgenommen beim gefeierten Heimspiel im Dürer Kert in Budapest – ein epischer Höhepunkt ihres aktuellen Albums XII: A gyönyörű álmok ezután jönnek.
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Die düstere Klanglandschaft von „Ködkirály“ (zu Deutsch: König des Nebels) entfaltet sich zwischen Traum und Albtraum – getragen von den atmosphärischen Vocals von Martina Veronika Horváth und Ivett Dudás, die wie Nebelschwaden durch das Auditorium schweben. Im zweiten Teil entfesseln Zoltán Vigh und Krisztián Varga eine riffgeladene Gitarrenwand, während Gábor Dudás mit donnerndem Growl die Zeile „Hullj, nehéz eső“ brüllt – und damit die Menge in kollektives Kopfnicken versetzt.
Hier könnt ihr euch das Live-Video ansehen:
Mit XII: A gyönyörű álmok ezután jönnek (dt. Die schönen Träume kommen erst noch) präsentiert Thy Catafalque sein bisher wohl zugänglichstes und zugleich tiefgründigstes Werk. Tamás Kátai wollte ursprünglich ein geradliniges Metal-Album schreiben – herausgekommen ist jedoch eine faszinierende Klangreise durch Melancholie, Mystik und metallische Wucht. Zwischen elektronischem Pulsieren, klassischen Instrumenten, düsteren Riffs und ungarischer Poesie entfaltet sich ein Album, das wie ein nächtlicher Fiebertraum anmutet – unberechenbar, berührend und von zeitloser Schönheit.
Das zwölftes Album lebt nicht nur von der Vision seines Masterminds, sondern auch vom beeindruckenden Kollektivgedanken: Über 20 Gäste – darunter langjährige Weggefährten wie Attila Bakos oder Martina Veronika Horváth – verleihen der Platte eine vielstimmige Tiefe. Ob folkloristische Elemente wie im bewegenden „Lydiához“, schwere Industrial-Metal-Attacken wie in „Mindenevő“ oder sphärische Momente voller Licht und Schatten – XII ist eine Reise durch Erinnerungen, Realitäten und das, was noch kommen mag. Eine Hommage an die Vergangenheit, aber mit klarem Blick nach vorn.

Tracklist:
01. Piros Kocsi, Fekete Éj
02. Mindenevö
03. Vasgyár
04. Világnak Világa
05. Nyárfa, Nyírfa
06. Lydiához
07. Vakond
08. Ködkiraly
09. Aláhullás
10. A Gyönyörü Álmok Ezután Jönnek
11. Babylon (Bonus Track – Omega Cover)
Das Album bekommt ihr hier: Thy Catafalque – XII: A Gyönyörű Álmok Ezután Jönnek
Parallel dazu legt das französische Independent-Label Season of Mist die beiden Meilensteine „Rengeteg“ und „Naiv“ neu auf – zwei Alben, die den avantgardistischen Kern der Band eindrucksvoll dokumentieren.
Weblinks THY CATAFALQUE:
Homepage: thy-catafalque.hu
Facebook: thycatafalque
Instagram: thy_catafalque
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