OBSTLER – Demonji

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2016 erschien das plakative Heil Luzifer und man schwankte schon mit der Titelgebung irgendwo zwischen ernstzunehmend und ironisch (I Went To Scandinavia Once And I Liked It) – weil nun mal die Black Metal Szene so viele Klischees manifestiert, dass sie auch nicht genau weiß, ob z. B. umgedrehte Kreuze noch cool und das Böse sind. Da ihnen aber noch nichts Neues eingefallen ist, geht es munter damit weiter. Was weiß ich schon – Folgendes: Max Rieger, Produzent von den vielen, guten, neuen Bands die aus Stuttgart und Berlin die Indieretropunk und Pop-Szene bereichern, veröffentlichte am Freitag sein kurzweiliges Opus Demonji. Die acht Songs, die wesentlich besser produziert sind, als man es aus der Black Metal Szene kennt, bringen vergleichbar kalte, rohe Klanglandschaften mit sich, zu deren schnellen Rhythmen auch der geneigte Metalhörende nicht recht weiß, wie er sich zu bewegen hat. Dass sich der Musikschaffende in seinem interessierenden Zielgenre nicht besonders auskennt, spielt dabei keine Rolle, denn das ist doch die beflügelnde Ungezwungenheit, die das kreative Schaffen so spannend gestaltet. Übrigens verstecken sich unter dem Corpsepaint als Mitwirkende zusätzlich Marcel Römer, Drummer der Gruppe Juli sowie Drangsal, der für den Song Hell Awaits säuselt. Visualisierung für das jüngst erschiene Video zum letzt genannten Track lieferte Kurt Prödel der Gruppe The Screenshots.

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𝕺𝖇𝖘𝖙𝖑𝖊𝖗 – 𝕳𝖊𝖑𝖑 𝕬𝖜𝖆𝖎𝖙𝖘 [𝔒𝔣𝔣𝔦𝔠𝔦𝔞𝔩 𝔙𝔦𝔡𝔢𝔬]

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Tracklist OBSTLER – Demonji:

01. Inferno
02. Welcome Back, Satan!
03. 9th Circle
04. Demonji
05. Divine Divide
06. Lucifer’s Bomb
07. Three Faces
08. Hell Awaits

Weblinks OBSTLER:

Homepage: http://maxrieger.com
Spotify: https://open.spotify.com/artist/7GEcarxlcrmwr2zFBtH2S8?si=zIZAzJxsQY6vluYFP0y8aw
Instagram: https://www.instagram.com/maxrieger/

Geschrieben von
Mehr von Claudia Helmert

Fotos: WANDL

WANDL – Dresden, Alter Schlachthof (23.04.2018) Ähnliche Beiträge
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