SKUNK ANANSIE РKöln, E-Werk (20.07.2019)

Skunk Anansie, © Angela Trabert
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Nach rund zwei Jahren Abstinenz sind Skunk Anansie wieder in K√∂ln. Dieses Mal war das Management schlau und buchte nicht mehr „nur“ die Live Music Hall, sondern das etwas gr√∂√üere E-Werk. Und auch dieses Mal ist es ausverkauft.

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Doch bevor Skin und ihre Band loslegen k√∂nnen, bekommen die K√∂lner erst etwas von Allusinlove zu h√∂ren. Guter gitarrenlastiger Rock, welcher auf jeden Fall zu Skunk Anansie passt. Selten wirkt ein Support so selbstsicher wie Allusinlove, bezieht die Zuschauer mit ein und macht guten L√§rm. Hier und da lassen sich Einfl√ľsse von Stone Temple Pilots heraush√∂ren und manchmal ist der Weg nicht weit zu den Queens of the Stoneage. Um richtig gut bei allen Fans von Skunk Anansie anzukommen, ist es aber zu warm, stickig und laut.

Was die Lautst√§rke angeht, wird diese noch gesteigert als Skin, Ace, Mark, Cass aka Skunk Anansie und eine weitere Frau die B√ľhne betreten. Und obwohl Skin sich stimmlich und k√∂rperlich in Bestform pr√§sentiert, macht dieses weitere B√ľhnenmitglied durchaus Sinn. Der Gesang klingt zu zweit oft f√ľlliger und auch an diversen Percussions und Keyboard ist sie mehr als eine Erg√§nzung. Doch so viel und so schnell wie Skin ist keiner ihrer Bandkollegen unterwegs. Sie ist und bleibt das Energieb√ľndel wie eh und je. Weder bei ihrer Pr√§senz, noch in der Stimme, lassen sich Abnutzungserscheinungen ausmachen.

Bei der Setlist machen es sich die Briten einfach, ihr Programm gleicht einem Best of ihrer Diskografie, so wie es auch auf ihrem aktuellen Werk ‚Äď ein Livealbum zum 25-j√§hrigen Bestehen der Band ‚Äď enthalten ist. Im h√∂chsten Ma√üe professionell und publikumsnah reihen Skunk Anansie Hit an Hit und das K√∂lner Publikum geht trotz Hitze richtig ab. Zwei neue Songs finden in dem Set Platz, vor allem das aggressive, harte und rockige This means war k√∂nnte auch ein neues St√ľck von Rage Against The Machine sein. Da wundert es nicht, dass Skin sich auch ein paar √Ąu√üerungen gegen den Brexit nicht verkneifen kann. Doch das rundet das Bild einer sympathischen Band, sowie eines perfekten Gigs, nur noch besser ab. Nach den ersten Zugaben stellt Skin dem K√∂lner Publikum die Frage, ob das letzte Lied hart oder soft sein soll. Hart wird eindeutig lauter gerufen und so beenden Skunk Anansie ihren Auftritt mit dem wuchtigen St√ľck Little Baby Swastikkka, bei dem Skin vom Mischpult aus in die Menge springt und sich zur√ľck zur B√ľhne tragen l√§sst. Ein wirklich guter Coup zum Schluss!

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Setlist SKUNK ANANSIE РKöln, E-Werk (20.07.2019):

01. Charlie Big Potato
02. Because Of You
03. All in the Name of Pity
04. I Can Dream
05. You’ll Follow Me Down
06. My Ugly Boy
07. Twisted (Everyday Hurts)
08. Weak
09. Cheap Honesty
10. Love Someone Else
11. I Believed in You
12. God Loves Only You
13. Without You
14. Hedonism (Just Because You Feel Good)
15. This Means War
16. Intellectualise My Blackness
17. Yes It’s Fucking Political
18. Tear the Place Up
19. Brazen (Weep) (Z)
20. What You Do for Love (Z(
21. Highway to Hell (AC/DC Cover) (Z)
22. The Skank Heads (Get Off Me) (Z)
23. Little Baby Swastikkka (ZZ)

Fotografin: Angela Trabert

Geschrieben von
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