DAGOBERT – Dresden, Scheune (14.04.2019)

Fotos: DAGOBERT
Dagobert, © Claudia Helmert
Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute(n)

Ein übermüdeter Sonntag im warmen Licht der Abenddämmerung

Mit Augenringen und guten Gefühlen treibt es an diesem frühlingshaften Sonntagabend in die Dresdner Scheune. Die kleine Location, deren Konzertbühne im Obergeschoss zu finden ist, strahlt durch ihre Erhöhung über die alternativen Straße der Jugend in der Dresdner Neustadt. Nebel hängt im düsteren Saal, auf dessen Podest sieben Gitarren und ein großer Blumenstrauß vom Gegenlicht in Szene gesetzt werden.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Minneapolis eröffnen den Abend mit treibenden Retrovibes und Eingängigkeit. Lässigkeit und schöne Lichtstimmungen verhelfen dem wohlwollenden Kopfnicken und dem rhythmisch wippenden Fuß ein Ausmaß an Begeisterung zu entfachen. Bezaubernd unaufgeregt möchte man die elektronischen Melodien Minneapolis’ langfristig in das Gefühl der Abendstimmung aus Stadtlichtern und Unbeschwertheit integrieren, Applaus.

Wenige Minuten aus Soundcheck und Bühneräumen vergehen bis der hohe Kasten im Hintergrund leuchtet: Dagobert zeigen die hell scheinenden Buchstaben, die den Hauptact des Konzertabends ankündigen. Der Wahlberliner, der jüngst sein drittes Album veröffentlichte, überstrahlt mit seiner Größe und seinem Charisma die fünf Musiker die ihn umgeben. Die angenehme Stimme paart sich mit seiner wohligen Ausstrahlung und schafft eine schmeichelnde Wärme, die so etwas wie einem Heimatgefühl gleicht. Schwerfällig besingt er den Pathos der Liebe und des Lebens mit warmen Worten und großen Gesten. Der Publikums-Mitsingchor stimmt ein, wenn der Moment nicht gerade Applaus verlangt. Kurz bringt der Sänger mit dem Kamm die geordneten Haare unter Kontrolle, die Frisur sitzt so gut wie sein Charme. Von einem Geist singt er wie u. a. über Einsamkeit, dem Heiratsversprechen nach Zehn Jahren und dem Empfinden, um halb vier und erschafft eine Welt ohne Zeit. Seine flinken Kleidungswechsel versprechen große Kunst geboten zu bekommen, Jubel. Wertschätzung braucht an diesem Abend keine große Masse. Danke für das bleibende gute Gefühl.

Weblinks DAGOBERT:

Homepage: http://www.dagobert-musik.de/
Facebook: www.facebook.com/DagobertOfficial

More from Claudia Helmert

POP-KULTUR – Berlin, Kulturbrauerei (21.-23.08.2019)

Wir haben einen objektiven Aufbewahrungsort, eine Adresse, ein Schließfach gefunden. Wir sind...
Read More