CHVRCHES РKöln, Live Music Hall (06.11.2018)

Chvrches, © Markus Hillgärtner
Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

P√ľnktlich um 20 Uhr betrat die Band Let‚Äôs Eat Grandma, eine britische Popband aus Norwich die B√ľhne. Rosa Walton und Jenny Hollingworth sind die K√∂pfe der Formation und sie pr√§sentierten sch√∂nen, teils schr√§gen Synthiepop mit analogen Instrumenten wie Saxophon und Gitarre. Die fast schon sch√ľchtern zu nennende Performance, oft mit sehr atmosph√§rischen Sounds unterlegt, wirkte sich positiv auf die Zuschauer aus und so kam man gut in Stimmung. Rosa und Jenny performten oft auf dem Boden, h√ľpften im Publikum herum und machten Klatschspiele. Das Duo, unterst√ľtzt durch eine Drummerin spielte Songs ihrer Alben I, Gemini und I’m All Ears und ein begeisterter Abschlussapplaus war ihr wohlverdienter Lohn.

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21.17 Uhr ging es dann endlich los: Die schottische Band Chvrches betrat nach einem spannenden Intro die B√ľhne. Iain und Martin standen hinter riesigen Keyboardt√ľrmen und S√§ngerin Lauren animierte beim Opener Get Out in ihrem gr√ľn-schwarzen Outfit mit stark geschminkten Augen, welches an Batmans Riddler erinnert, die Fans, die sich das nicht zweimal √ľberlegten. Auch bei Bury It mit seinem stampfenden Rhythmus wirbelte die Frontfrau in ihrem schwarzen Tutu herum wie ein Brummkreisel, w√§hrend Iain am Bass rockte. Nun war die Stimmung im Raum und sollte sich nicht mehr fortbewegen. Der groovige Song We Sink verfehlte seine Wirkung nicht, und man konnte sich nicht entscheiden, ob man sich m√ľde tanzen oder tr√§umen sollte. Nun war es Zeit f√ľr Lauren einen gro√üen Schluck Tee zu trinken, bevor die Band einen urkomischen Dialog √ľber an die Toilettenw√§nde der Live Music Hall geschmierten Geschlechtsmerkmale startete, bei dem die S√§ngerin ihre Deutschkenntnisse zum Besten gab. Martin traute sich aber nicht, seine wenigen Brocken Deutsch zu pr√§sentieren, da es sich augenscheinlich nur um schl√ľpfrige W√∂rter handelte. Die kurze Verschnaufpause war nun vorbei und das Trio gab bei Graffity und Graves noch einmal Gas.

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An dieser Stelle des Sets war es Zeit f√ľr Martin, nach vorne ans Mikrophon zu gehen und seine zwei Solost√ľcke God¬īs Plan und Under The Tide zu singen, w√§hrend Frau Mayberry an den Keys stand und diese bediente. Die Tanzeinlagen Martins waren eher ungew√∂hnlich und ungelenkt, aber der ravige Sound war einfach mitrei√üend und brachte Abwechslung in die Show. Beim anschlie√üenden Miracle konnte Lauren dann wieder beweisen, dass auch kleine Personen wie sie eine gro√üe Stimme haben k√∂nnen. Die ausverkaufte K√∂lner Halle feierte schwei√ütreibend weiter, als Martin seine E-Gitarre beim Track Science/Visions psychedelisch-rockig zupfte. Auch eine Ballade sollte im Repertoire der Band nicht fehlen und der Drummer setzte sich mit seiner Gitarre zu Lauren, um sie bei dem Song Really Gone zu begleiten, w√§hrend Iain und Martin mollige Akkorde auf ihren Synths spielten. Ein wunderbar intimer Moment. Deliverance war dann wieder tanzbarer und machte die Fans wieder an, so dass die Luft im Raum zu flimmern begann und Forever sorgte mit seiner luftigen Synthline f√ľr zus√§tzliche Stimmung. Einen kleinen Klatschchor der Zuschauer konnte man bei Recover miterleben, bevor von der Synthiepop Band eine kleine Wasserschlacht auf der B√ľhne veranstaltet wurde. Endlich war es Zeit f√ľr Leave A Trace, vom zweiten Album Every Open Eye, der Song mit der wundersch√∂nen Melodie, bei der man einfach mitmachen muss. Und das machten auch alle, denn im Mittelteil schwanken alle ihre Arme im Takt der Harmonien. Leider war nach Clearest Blue erst einmal der Moment gekommen, die B√ľhne zu verlassen, aber der begeisterte Applaus und laute Zugaberufe sogen die Band wieder zur√ľck auf die Szene, damit sie den Klassiker Mother We Share und Never Say Die spielen konnten. Nun war aber wirklich Zeit Goodbye zu sagen. Hoffentlich bis bald, denn die √§u√üerst sympathische Band macht s√ľchtig und man sollte sie √∂fter live genie√üen.

Setlist CHVRCHES @  Köln, Live Music Hall (06.11.2018)

01. Get Out
02. Bury It
03. Gun
04. We Sink
05. Graffiti
06. Graves
07. God’s Plan
08. Under the Tide
09. Miracle
10. Science/Visions
11. Really Gone
12. Deliverance
13. Forever
14. Recover
15. Leave a Trace
16. Clearest Blue
17. The Mother We Share (Z)
18. Never Say Die (Z)

Geschrieben von
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