SULPHER – No One Will Ever Know

SULPHER - No One Will Ever Know
Sulpher - No One Will Ever Know
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4

Gesamtnote

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“Seit wann veröffentlichen Filter eigentlich B-Seiten-Compilations?”

Lang lang ist’s her: Im Oktober 2002 kam Spray, das Debütalbum von Sulpher, auf den Markt. Die Band um Rob Holliday (Gesang, Gitarre) und Steve Monti (Drums) konnte mit dunklem, harten Industrial Rock im Stile von Nine Inch Nails zur Broken-Ära den ein oder anderen Fan gewinnen. Bis zum Release des zweiten Albums sollte es dann 16 Jahre dauern. Schließlich war Mastermind Holliday lange Jahre damit beschäftigt, die Live-Auftritte von The Prodigy und Marilyn Manson mit dicken Riffs zu veredeln. Hört man sich nun No One Will Ever Know an, kommt man zu dem Schluss: Er hätte dabei bleiben sollen.

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Denn von wilden, düsteren, harten Klang des Erstlings ist nur wenig geblieben. Stattdessen schallt ein uninspirierter US-Alternative-Rock-Sound aus den Boxen. Der Titeltrack und das im Midtempo gehaltene You Threw It All Away können immerhin noch mit starken Refrains punkten, Take A Long Hard Look wuchtet mit ordentlich Tempo rein, doch das Gros der Platte dümpelt vor sich hin. Was erschwerend hinzukommt: Diese Art von Musik hat man unter Federführung eines gewissen Herrn Patrick schon mal viel besser gehört. Der Gitarrensound, der Drumsound, der Effekt auf der häufig jammernden Stimme, die Songstrukturen – einfach alles erinnert an Filter. Blöd nur, wenn sich dann kein Song auf der Platte befindet, der auch nur annähernd an Großtaten wie Welcome To The Fold oder Hey Man Nice Shot herankommt.

Gute Ansätze sind da, verpuffen aber ständig. Zum Beispiel mangels brauchbarem Refrain wie beim elektronisch gehaltenen Nothing At All. Das komplett instrumental gehaltene, sich langsam zur Eruption aufbauende Didn’t Ever haben NIN anno 1999 gefühlt schon unter anderem Namen veröffentlicht und für eine Ballade wie Tomorrow eignet sich Hollidays Stimme einfach nicht. Zwei weitere völlig egale Songs später ist das Album zu Ende und man fragt, wer eigentlich solche Musik hören soll. Denn für Liebhaber dieses Genres gibt es schließlich schon Title Of Record und The Amalgamut

No One Will Ever Know ist am 31. August bei Oblivion erschienen.

Tracklist SULPHER – No One Will Ever Know

01. No One Will Ever Know
02. Follow You Down
03. Used
04. You Threw It All Away
05. Take A Long Hard Look
06. Didn’t Ever
07. Nothing
08. Tomorrow
09. Fell Through
10. Feels Like The End

 

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