#WIRSINDMEHR – Chemnitz (03.09.2018)

#wirsindmehr, © Claudia Helmert
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Bepackt mit den zahlreichen „Passt auf euch auf“ erwartete uns ein voller Zug – bereits 3h vor Veranstaltungsbeginn – und eine Vielzahl an Polizisten am Bahnhof. Der Weg in das Chemnitzer Stadtzentrum, das wir jetzt alle aus den Medienberichten kennen, ist kurz. Dieser September-Montag macht den Unterschied: Die Friedlichkeit, die Musik, das Bunte – ein schönes Bild, das es zu erhalten gilt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

17.00 Uhr: Schweigeminute. Die zahlreichen Plakate, Flaggen und Schilder machen klar, dass verstanden wurde, worum es hier geht. Entsprechend wurden die WortbeitrĂ€ge von der Chemnitzer Sozialarbeiterin Rola Saleh und die Vertreterinnen und Vertreter des BĂŒndnis Chemnitz Nazifrei genauso wertgeschĂ€tzt, wie die spontane Organisation des großartigen Lineups. Dass hier Musikgeschichte geschrieben werden soll, wurde schon wĂ€hrend der Pressekonferenz im Vorhinein angekĂŒndigt. Die ca. 20.000 Erwarteten wurden von 65.000 Besucherinnen und Besucher ĂŒbertroffen und das alles fĂŒr einen Pathos aus dem Zelebrieren allgemeingĂŒltiger menschlicher Werte wie Toleranz oder NĂ€chstenliebe, ein GemeinschaftsgefĂŒhl fĂŒr Vielfalt und fĂŒr das Gute im Menschen (die im Übrigen jenseits von politischen Extremen von Bedeutung sind).

Es geht um SolidaritĂ€t mit Opfern rechter Gewalt und allen, die Tag fĂŒr Tag gegen Fremdenfeindlichkeit arbeiten und viel investieren. Friedlich spielten Trettmann, Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub, Nura, Casper, Marteria und Die Toten Hosen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus an. Dazwischen an der Stadthalle ein bisschen Austausch mit dem BĂŒndnis Chemnitz Nazifrei, Kein Bock auf Nazis, der Hardcore Help Foundation, Sea-Watch und Lifeline. Schon ist es Abend, der Tag: liebenswert gewaltfrei. Ein finales Highlight: Die Toten Hosen performen mit Rod von den Ärzten und Arnim von den Beatsteaksdeine Springerstiefel sehen sich nach ZĂ€rtlichkeit, du hast nie gelernt die arti zu kulieren und deine Freundin hat niemals fĂŒr dich Zeit … Arschloch!“

Und jetzt? Zusammenhalt und KontinuitĂ€t schaffen fĂŒr Gewalt- und Angstfreiheit im bunten Alltag voller Toleranz.

#wirsindmehr – Chemnitz

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Fotos: JONATHAN BREE

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