TURBOWOLF – The Free Life

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Unsere Bewertung:


8

Gesamtnote

8

„Die unkategorisierbaren EnergiebĂŒndel haben die KomplexitĂ€t fĂŒr sich entdeckt“

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Turbowolf, die dritte. Und erfreulicherweise die beste. Denn die Rocknrolldancepunkstonerelectropsychedlichundnochvielesmehr-Band aus Brighton hat sich auf The Free Life noch einmal deutlich weiter entwickelt. „Gitarrenmusik ist zu einem der vorhersehbarsten Genres ĂŒberhaupt geworden. Wir versuchen, es wieder aufzurĂŒtteln und interessant zu machen“, sagte SĂ€nger Chris Georgiadis im Vorfeld der Album-Veröffentlichung. Nach wiederholtem Konsum der 41 Minuten langen Scheibe lĂ€sst sich ein klares ResĂŒmee ziehen: Der Versuch ist geglĂŒckt.

Dabei springen einem die Hits nicht mehr so frontal ins Gesicht, wie es Solid Gold, Nine Lives oder Rabbits Foot vor drei Jahren auf Two Hands taten. Das Gros der StĂŒcke auf The Free Life schlĂ€gt einige Haken und setzt sich vor allem durch das druckvoll-eingĂ€ngige Instrumentalspiel von Andy Ghosh (Gitarre), Lianna Lee Davies (Bass) und Blake Davies (Drums) im Gehörgang fest.

FĂŒr Ausnahmen von dieser Regel sorgen einige Gaststars. Das mit Mike Kerr von Royal Blood aufgenommene Domino geht wohl als klarster, glatter Hit der LP durch. Die Kollaboration Cheap Magic mit Death From Above-Drummer SebastiĂ©n Grainger wurde nicht ohne Grund schon als Single mit Videoclip ausgekoppelt.

Turbowolf – Cheap Magic

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Die typischen brachialen Riffs, die immer noch so klingen, als hĂ€tte man einen Synthesizer durch den Verzerrer gejagt, finden sich derweil auf der ganzen Platte verteilt. Dazu kommen ordentlich Tempo und immer mal zwischendurch einsetzende, unwiderstehliche Hooklines – man höre hier nur den Refrain von Very Bad, der sicherlich das genaue Gegenteil von „sehr schlecht“ ist. So bringen Turbowolf hier auf neun von elf Songs ein fettes Paket, welches auf Live-Konzerten und in der Alternative-Disco garantiert abrĂ€umt. Die Krönung stellt der sechsminĂŒtige Titelsong dar. Progressives Metal auf Turbowolf-Art, ein StĂŒck, welches nach mehreren Tempo- und Rhythmuswechseln irgendwann doch wieder auf den ganz großen Chorus zusteuert.

Das grĂ¶ĂŸte Problem des Trupps aus Bristol bleiben die langsamen Songs. Halfsecret in der Mitte des Albums sowie der Concluder dĂŒmpeln weitgehend uninspiriert vor sich hin und schaden dem Gesamteindruck von The Free Life ein wenig. Aber so bleibt bei einem kĂŒnftigen vierten Album immerhin noch ein wenig Luft nach oben.

Fazit: Wer auf Dancefloor-orientierten Rock Ă  la Death From Above oder Royal Blood steht und mit der recht ungewöhnlichen Stimme von Georgiadis kein Problem hat, sollte sich The Free Life dringend zulegen. Und – sofern möglich – Turbowolf auf ihrer leider nur vier Termine umfassenden Deutschland-Tournee Ende MĂ€rz/Anfang April reinziehen.

The Free Life erscheint heute (09.03.2018) bei So Recordings.

Tracklist TURBOWOLF – The Free Life:

01. No No No
02. Capital X
03. Cheap Magic
04. Very Bad
05. Halfsecret
06. Domino
07. Last Three Clues
08. Up & Atom
09. Blackhole
10. The Free Life
11. Concluder

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Termine TURBOWOLF Tour 2018:

27.03.2018 Köln, MTC
28.03.2018 MĂŒnchen, Strom
02.04.2018 Berlin, Musik & Frieden
03.04.2018 Hamburg, Molotow

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Weblinks TURBOWOLF:

Website: www.turbowolf.co.uk
Facebook: www.facebook.com/turbowolf

 

Geschrieben von
Mehr von Patrick Friedland

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