YELLO – Köln, Lanxessarena (09.12.2017)

Fotos: YELLO
Yello, © André Techert
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Yello hat nichts mit der Farbe zu tun, sondern setzt sich aus “A yelled Hello” (“ein gebrülltes Hallo”) zusammen. Diese Idee hatte der Schweizer Dieter Meier, als er mit Boris Blank und damals noch Carlos Péron die Band 1978 gründete. Dass diese einmal mit ihrem Elektro-Pop maßgeblich ein Genre prägen würden, hätte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen können. Inzwischen sind nur noch Meier und Blank unterwegs und ihre Hits The Race sowie Oh Yeah sind in zig Medien sowie als Filmmusik verwendet worden.

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Inzwischen sind beide gut über 60, doch wird einem das an diesem Abend nicht bewusst. Pünktlich um 20 Uhr und ohne Support startet das Duo erfreulicherweise mit kompletter Band mit Magma in den Abend.

Leider finden nicht wirklich viele den Weg in die Lanxessarena zu Köln, der Innenraum ist weiter hinten nicht belegt, der Oberrang komplett mit schwarzen Vorhängen verhüllt.

Kann so gut Stimmung aufkommen? Ja, das geht! Glücklicherweise ist nämlich auch der Sound an diesem Abend vorzüglich, was in der Lanxessarena leider höchst selten vorkommt. Meier ist gut bei Stimme und Laune und auch Boris Blank steigt immer mal wieder in die geschickten Ansagen Meiers ein.

Lumpen lassen sich die Herren von Yello nicht, bieten unter anderem vier Bläser und einen Percussionisten, aber auch zwei Sängerinnen namens Malia und Fifi Rong mit vorzüglichen Stimmen auf. An der Bühnenwand erstreckt sich eine riesige Leinwand, auf der – zu der Musik passend – im sehr bunten Pop-Art Stil Videos laufen. Die Zuschauer sind glücklicherweise während der Stücke angenehm leise und applaudieren erst nach deren jeweiligem Ende. Doch am meisten Freude und Spaß bereitet die fantastische Live-Band, die es bei Auftritten von Yello ja bisher so nicht gab. Und so ist es zum Einen der perfekte Klang und die fehlerfreie Band, aber auch die Nostalgie, die diesen Abend zu einem magischen Abend machen.

In der Zugabe geben sich Meier und Blank ganz zahm und spielen mit einem Taschencomputer und einer App Bostich ganz neu. Und auch wenn musikalisch alles perfekt und Meier für seine Verhältnisse redselig ist, so brennt dem Autor noch eine Frage unter den Nägeln. Und so stellt er sie einfach seinem Begleiter: Alles schön, aber sind die sympathisch? Antwort: Es sind Schweizer.

Und das kann jetzt jeder auslegen, wie er mag.

Setlist @ Yello Köln, Lanxessarena (09.12.2017):

01.Magma
02. Do It
03. The Evening’s Young
04. Limbo
05. Bostich
06. The Rhythm Divine (gesungen von Malia)
07. 30’000 Days
08. Tool of Love
09. The Time Tunnel
10. Kiss the Cloud (gesungen von Fifi Rong)
11. Lost in Motion (gesungen von Fifi Rong)
12. Tied Up
13. Liquid Lies
14. Starlight Scene
15. Oh Yeah
16. Blue Biscuit
17. Si Senor The Hairy Grill
18. Bostich (Reprise) (Z)
19. Vicious Games (gesungen von Malia) (Z)
20. The Race (Z)

Weblinks YELLO:

Official: https://www.yello.com/
Facebook: https://www.facebook.com/yello.ch/

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