ErklÀrung: ANATHEMA

Monkeypress Anathema Erklaerung
GeschÀtzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Es kam sicher auch fĂŒr uns nicht ĂŒberraschend, dass unsere Anathema-Stellungnahme zu unterschiedlichen Reaktionen gefĂŒhrt hat. Wie bereits regelmĂ€ĂŸig im entsprechenden Beitrag auf Monkeypress.de ergĂ€nzt, gab es kurz darauf auch andere Stimmen von Fans, die die Situation anders wahrgenommen hatten, als es unser Fotograf und unsere Redakteurin empfunden haben und als es in der Facebook-Veranstaltung zum Thema von einem Fan zunĂ€chst geĂ€ußert wurde. Uns war wichtig, transparent damit umzugehen und diese Stimmen auch schnell in den Beitrag einzubinden.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Klar ist mittlerweile, dass unser Fotograf, der sich ansonsten Ă€ußerst rĂŒcksichtsvoll verhalten hat, stets zum Grabenrand ging, um das Publikum nicht zu stören, wenn das Licht gerade keine vernĂŒnftigen Bilder zuließ usw., versehentlich noch im vierten Song fotografierte und er darauf auch nicht wie sonst ĂŒblich von Seiten des Veranstalters oder der Security hingewiesen wurde. Das ist nicht korrekt und sollte so nicht sein, kann aber leider vorkommen und wird in 99,99% der FĂ€lle dann durch einen kurzen Hinweis von der Grabensecurity oder einem anderen Verantwortlichen vor Ort geregelt, indem man dem Fotografen ein entsprechendes Zeichen gibt oder ihm „auf die Schulter tippt“. Dies ist im vorliegenden Fall leider nicht passiert. Es rechtfertigt aber sicher keinen Tritt, egal von welcher IntensitĂ€t.

Anathema (in Person von Daniel Cavanagh) hat sich mittlerweile dahingehend öffentlich geĂ€ußert, dass Vincent unseren Fotografen „blockieren“ wollte (darum sollte sich ein Musiker, wie oben erlĂ€utert, aber normal auch gar nicht kĂŒmmern mĂŒssen) und dabei versehentlich die Kamera, aber nicht den Kopf getroffen hat. Da diese sich direkt am Auge/Kopf des Fotografen befand, kommt das auf das Gleiche raus, hĂ€tte die Sache sogar noch verschlimmern können. Ganz gleich, wie heftig die Bewegung selbst gewesen sein mag, sie wurde jedenfalls von unserem Fotografen als heftig wahrgenommen und nur das kann er auch schildern. Wenn eine mehrere Kilogramm schwere AusrĂŒstung gegen den Kopf knallt, tut das nun mal höllisch weh! Da einzuschĂ€tzen, wie stark die „Ausgangskraft“ war, dĂŒrfte schwerfallen. Insofern beruhte die erste Stellungnahme natĂŒrlich auf der subjektiven Empfindung des Fotografen. Die Sache, die ja nicht mal von der Band abgestritten wird, nun als Lappalie abzutun und uns gar von Seiten der Band „Fake News“ und Effekthascherei vorzuwerfen, ist unverschĂ€mt, zumal es sich bei Monkeypress.de um ein Non-Profit-Magazin handelt! Wir haben so etwas in 11 Jahren nicht betrieben und werden es auch weiterhin nicht.

War es vielleicht falsch, darĂŒber zu berichten? Ganz sicher nicht! WĂŒrden wir mit solch einer Sache in Zukunft anders umgehen und z.B. bestimmte Partner vorab informieren, damit diese nicht erst durch eine Stellungnahme davon erfahren? Ganz sicher! NatĂŒrlich wĂ€re es wĂŒnschenswert, wenn man immer so geistesgegenwĂ€rtig wĂ€re und so etwas trotz Schocks direkt vor Ort klĂ€rt, aber wir alle sind nur Menschen.

Die vor Ort von Vincent Cavanagh noch ausgesprochene Entschuldigung hatte unser Fotograf leider nicht mehr gehört, da er schockiert und sich gedemĂŒtigt fĂŒhlend das Konzert bereits verlassen hatte. Uns wurde mittlerweile in einigen konstruktiven GesprĂ€chen mit Partnern gesagt – und auch von Anathema noch einmal angesprochen – dass Vincent seit Tagen versuche, den Fotografen zu finden, um sich zu entschuldigen, da er sich deshalb schlecht fĂŒhlt. Seit Dienstagmittag hat Vincent dessen Mailadresse, eine Entschuldigung steht bisher noch aus, wird aber sicher noch kommen. Umso enttĂ€uschender finden wir angesichts dieser gezeigten „Einsicht“ aber den jetzt erhobenen Vorwurf von „Fake News“ seitens seines Bruders. Ein bisschen mehr Einsicht statt Polemik wĂ€re hier auch von Daniel Cavanagh sicher wĂŒnschenswert gewesen. Wir machen dies alle aus Liebe zur Musik und stecken viel Zeit in diese Leidenschaft, nicht zuletzt um Bands zu supporten. Aus diesem Grund wurde die Tour ja auch von uns beworben und es sollte auch darĂŒber berichtet werden. Jemandem dabei zu schaden, war keinesfalls unsere Absicht. Umso enttĂ€uschender war dann natĂŒrlich das GefĂŒhl vor Ort, wenn diese BemĂŒhungen, leider von uns durch das zu lange Fotografieren mit verursacht, augenscheinlich mit FĂŒĂŸen getreten werden. Wir gehen aber mittlerweile davon aus, dass die Aussage der Band im Bezug auf die reine „Blockungsabsicht“ zutreffend ist und Vincent unseren Fotografen nur aus Versehen und nicht mit Absicht getroffen hat – leider aber wohl etwas stĂ€rker als von ihm gewollt. Zum GlĂŒck ist kein körperlicher oder Sachschaden entstanden, auch wenn das nichts am Vorgang selbst Ă€ndert, denn es muss nicht erst jemand verletzt werden. Dies sieht Vincent Cavanagh ja auch genauso. Letztendlich kann so etwas im Eifer des Gefechts/Konzerts vielleicht passieren, sollte es aber nicht. Wenn die Situation aber durch unsere Kollegen vor Ort auch extremer wahrgenommen und spĂ€ter entsprechend dargestellt worden sein sollte, so bedauern wir dies, er hat die Situation aus seiner Warte geschildert, also was er subjektiv fĂŒhlte und wodurch er sich erniedrigt sah.

Danke fĂŒrs Lesen und vor allem auch all denen (Fans, Verantwortliche etc), die durch ihre sachlichen Schilderungen auf den verschiedensten Kommunikationswegen dazu beigetragen haben, dass die Angelegenheit von allen Seiten besser eingeschĂ€tzt und mit den Beteiligten geklĂ€rt werden konnte. Wir stimmen ĂŒberein, dass der Umgang miteinander hier noch verbesserungswĂŒrdig ist und hoffen gemeinsam mit den beteiligten Anathema-Stellen, dass das fĂŒr alle traurige Thema jetzt abgehakt werden kann und man sich wieder der Leidenschaft Musik widmen kann.

2 Comments

  • Michael Gamon Michael Gamon sagt:

    Hi Martin,
    ich hatte das in den bisherigen Anmerkungen immer so verstanden, dass San Francisco der Introsong war. Sorry, dann mĂŒssen wir das natĂŒrlich anpassen! Dies ist gerade passiert, danke!
    Gruß

  • Martin sagt:

    „Klar ist mittlerweile, dass unser Fotograf, der sich ansonsten Ă€ußerst rĂŒcksichtsvoll verhalten hat, stets zum Grabenrand ging, um das Publikum nicht zu stören, wenn das Licht gerade keine vernĂŒnftigen Bilder zuließ usw., versehentlich noch im vierten Song fotografierte, da er das Intro nicht als Song gewertet hatte und er darauf auch nicht wie sonst ĂŒblich von Seiten des Veranstalters oder der Security hingewiesen wurde.“

    Ich will ja nicht darauf rumreiten aber das Intro wurde auch gar nicht als Song gewertet, laut Schilderung ist das Ganze wĂ€hrend des Songs „Can’t Let Go“ passiert, und dies war NACH dem Intro der vierte Song: Intro, San Francisco, Untouchable Part 1, Untouchable Part 2, Can’t Let Go

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