THE MISSION – Bochum, Zeche (09.11.2017)

The Mission, © Angela Trabert
The Mission, © Angela Trabert
Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Grundlos war es keinesfalls, dass am 09. November die Bochumer Zeche ausverkauft melden konnte, denn die derzeit auf einem neuerlichen Hoch schwimmenden The Mission gaben sich die Ehre. Ihr j√ľngstes Album Another Fall From Grace kann √ľber starke Absatzzahlen berichten und die anstehende Tour durch das Vereinte K√∂nigreich Britanniens wird gemeinsam mit niemand geringerem als Alice Cooper und The Tubes durchgef√ľhrt! Da schon die letzten Konzerte viele begeisterte Fans hinterlie√üen, wollte sich einen solch tollen Musikabend auch dieses Mal kaum jemand entgehen lassen. Au√üerdem hatten sich die Briten einen nicht zu untersch√§tzenden Support zugesichert; die rheinische Band Holygram ist nicht nur in Deutschland in Sachen k√ľhlem Wave eingeschlagen wie eine Bombe.

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Holygram

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Die junge, diesmal als Quartett auftretende Combo startete dann auch p√ľnktlich um 20:00 Uhr ihr Set, welches nat√ľrlich grunds√§tzlich aus den Songs der selbstbetitelten Deb√ľt-EP bestand. So durfte die dort schon brechend volle Zeche Song wie dem magisch zu nennenden Hideaway oder dem flotten Still There lauschen. Es blieb gr√∂√ütenteils auch bei dieser akustischen Wahrnehmung; bedingt durch massiven Einsatz von Trockeneis in Nebelschwaden gewandelt, gab es recht wenig auf der B√ľhne zu sehen. Allerdings sind deren Songs ein akustischer Genuss, wie auch das neuere Werk Signals, was mich irgendwie sehr an das Schaffen von Pink Turns Blue erinnerte. Mit dem treibenden Distant Light verabschiedeten die Rheinl√§nder sich nach einer knappen dreiviertel Stunde und haben sich erneut in einige K√∂pfe gespielt. Es bleibt nun gespannt der angek√ľndigte Longplayer abzuwarten!

Setlist HOLYGRAM @Bochum (09.11.2017)

01. Hideaway
02. Daria
03. Signals
04. Acceleration
05. She’s Like The Sun
06. Still There
07. Distant Light

Nach einer halben Stunde Umbau waren dann die Briten von The Mission an der Reihe. Schlagartig war mit dem orientalisch klingenden Intro die richtige Stimmung hergestellt, die mit jedem Ton vom Opener Tower Of Strength eine Steigerung erlebte. Schnell waren die ersten weiblichen Fans auf den Schultern ihrer Freunde/Bekannten ‚Äď teilweise gar stehend ‚Äď um Wayne Hussey und Kollegen abzufeiern. Doch was war das? Abbruch mitten im Song! Der f√ľr den Background-Sound zust√§ndige Computer verweigerte den Dienst! Emsig wurde nun an diesem gebastelt. Frontmann Hussey √ľberbr√ľckte die Situation mit einer kleinen Presley-Cover Einlage des Liedes Can‚Äôt Help Falling In Love, verabschiedete sich dann jedoch bis zur Beendigung der Reparaturarbeiten. Ein gut geklebtes Ersatz-Kabel sollte dann den Abend retten. Nach einer knappen Viertelstunde dann der Neustart. Diesmal kam die Stimmung etwas z√∂gerlich, sp√§testens beim zweiten Track der Setlist Beyond The Pale waren dann Fans wie Band auf einem Level. Mit gelungener und nicht √ľberzogener Light-Show und jeder Menge Spiellaune vor der anstehenden gro√üen Tour durch U.K. gaben die gestandenen M√§nner eine bunte Mischung der Bandgeschichte zum Besten. Klassiker wie Garden Of Delight oder Wasteland rissen die Massen regelrecht mit und selbst gem√§√üigte Lieder wie Swoon wurden mit Freuden von den angereisten Zuschauern angenommen. Die Band ist nun auch schon einige Jahre im Business und Wayne erinnerte sich, das erste Mal 1984 in der Zeche gewesen zu sein. Nat√ľrlich wurden auch junge Tracks des aktuellen Albums vorgetragen und Lieder wie Tyranny Of Secrets oder Met-Amor-Phosis reihten sich bestens in die wirklich h√∂renswerte Setlist. Ein klitzekleiner Wermutstropfen war, dass The Mission bei diesem Auftritt nicht von weiblichem Background-Gesang unterst√ľtzt wurde, was Lieder wie Severina noch eine Note magischer her√ľberkommen l√§sst. Auch wenn sich bei Waynes Gitarre die ein oder andere Saite verabschiedete, musste man dem Gig einen wunderbaren Sound kreditieren. Mit einem fantastischen Wasteland verabschiedete sich dann das Quartett kurzfristig, um die Zugabe etwas √ľberraschend mit dem eher selten gespielten Song Coming Home zu starten. Die beiden Folgesongs Belief und Swan Song wurden mit sehr viel Herzblut vorgetragen. Das begeisterte die Fans und so wurde die Band mit dem Refrain von Deliverance zu einer weiteren Zugabe gebeten. „Brother, Sister, give me, give me Deliverance, deliver me“ aus Hunderten Kehlen – das war schon G√§nsehaut pur! Den Song bekam die immer noch randvolle Zeche dann auch, allerdings wurde unter gro√üem Applaus zuvor das The Sisters Of Mercy Cover Marian vorgetragen ‚Äď eine bezaubernde Zeitreise, die dann im erw√§hnten Deliverance ein sehr sch√∂nes Ende fand. The Mission ist immer noch eine echte Hausnummer auf den B√ľhnen dieser Welt!

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Setlist THE MISSION @Bochum (09.11.2017)

01. Tower Of Strength
02. Beyond The Pale
03. Serpent’s Kiss
04. Garden Of Delight
05. Tyranny Of Secrets
06. Severina
07. Swoon
08. Can’t See The Ocean
09. Like A Child Again
10. Butterfly On A Wheel
11. Met-Amor-Phosis
12. Wasteland
13. Coming Home (Z)
14. Belief (Z)
15. Swan Song (Z)
16. Marian (ZZ)
17. Deliverance (ZZ)

Weblinks:

The Mission Webseite: http://www.themissionuk.com/wp/
Holygram Webseite: http://holygram.band/

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