FOZZY – Judas

FOZZY - Judas
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6.5

“The Sound Of Jericho – Turn it up, maaaaaaaaaaaaaaaaaaaan!!!”

So oder so ähnlich würde es sich wohl anhören, würde Fozzy-Frontmann Chris Jericho das neue Album seiner Band da promoten, wo er eigentlich zum Star gereift ist: im WWE-Wrestling-Ring. Eins wird auch bei Longplayer Nummer acht klar deutlich: Der 46-Jährige ist ein Entertainer erster Klasse, eine Rampensau durch und durch und bringt auch die passende Stimme für das mit, was nun in die Läden kommt. Schnörkelloser Glam- und Hardrock erwartet den Hörer – und irgendwie kommt man ins Schmunzeln, wenn man daran denkt, dass die gewiss vorhandene optische und stimmliche Nähe zu Jon Bon Jovi vom WWE-Kreativteam gerne als Steilvorlage für Diss-Attacken von Jerichos Fehdengegner genutzt wird.

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Doch kommen wir zur Musik: Judas beginnt mit dem Titeltrack und liefert direkt einen absoluten Überhit. Atmosphärischer Beginn, langsame Steigerung bis zur fetten Breitwand-Riff-Eruption in einem Refrain, für den die Bezeichnung “Ohrwurm” noch maßlos untertrieben wäre. Diesen Stück kann jeder einschlägig auflegende Party-DJ bedenkenlos zur Peaktime spielen. Dass es dem US-Quintett danach nicht gelingt, das Niveau des Titelsongs zu halten, sollte kaum wen überraschen. Den ein oder anderen hörenswerten Song gibt es aber natürlich trotzdem noch auf die Ohren. Zum Beispiel Drinkin’ With Jesus an Position zwei. Schnörkelloser Glamrock, der direkt im Gehörgang hängen bleibt. Oder Burn Me Out, welches mit einem so deftigen, wie gut tanzbaren Beat daherkommt und sich ebenfalls als Partyhymne qualifiziert.

FOZZY - Judas (OFFICIAL VIDEO)

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Manch ein Kritiker mag behaupten, dass sich Fozzy gerne mal bei völlig altbackenen Sounds bedienen. Wer das Nu Metal-getränkte Three Days In Jail hört, kann dies nicht ganz von der Hand weisen. Linkin Park anno 2000 lassen grüßen, vor allem durch die im ersten Moment deplatziert wirkenden Raps von Kollaborateur Hyro Da Hero. Das Hauptriff von Elevator hörte man fast deckungsgleich schon vor zwei Jahren bei Psycho von Muse und die eher balladesken Painless und Wordsworth Way erinnern an so manches Aerosmith-Kapitalverbrechen der letzten 40 Jahre. Hier zieht Jericho sein Vokalorgan in hart an der Schmerzgrenze liegende Höhen. Was er besser lassen sollte. Denn am besten funktionierten Fozzy als eine aufs Gaspedal drückende, unkomplizierte Heavy-Rock-Truppe. Dies stellt Wolves At Bay zum versöhnlichen Abschluss eines grundsoliden Albums nochmal mit Nachdruck unter Beweis.

Mit der neuen LP im Gepäck werden Fozzy übrigens im November (mit Hardcore Superstar) und Februar (mit Steel Panther) auf deutschen Bühnen gastieren. Die Termine findet Ihr hier.

Tracklist FOZZY – Judas:

01. Judas
02. Drinkin With Jesus
03. Painless
04. Weight Of My World
05. Wordsworth Way
06. Burn Me Out
07. Three Days In Jail
08. Elevator
09. Running With The Bulls
10. Capsized
11. Wolves At Bay

Weblink FOZZY:

Facebook: https://www.facebook.com/FozzyRock/

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