MARMOZETS – K├Âln, Blue Shell (09.03.2015)

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Es sollte die erste Headline-Tour f├╝r Marmozets werden. Doch es wurde nur ein einziges Konzert im K├Âlner Blue Shell.

Wenige Monate nach der Tour quer durch deutsche Clubs als Support f├╝r Taking Back Sunday, sollte Anfang M├Ąrz eine kleine Promotour gestartet werden, f├╝r ihr erst in diesem Jahr in Deutschland erschienenes Debutalbum. Am Ende wurde neben Hamburg auch das Konzert in Berlin abgesagt und somit blieb nur noch K├Âln. Es begann z├Âgerlich: F├╝r eine der derzeit am meisten gehypten Newcomer Rockbands war es eine Stunde vor Einlass trostlos leer vor dem Blue Shell. Da war es bei einer mehr oder weniger unbekannten Band im benachbarten Luxor schon wesentlich offensichtlicher, wo man hingehen sollte. Doch der Schein tr├╝gte, gewaltig!

Wer die Doppelgeschwisterband der Marmozets bereits live gesehen hatte, war zuversichtlich, dass der Abend keine Entt├Ąuschung werden w├╝rde. Kaum war Einlass, f├╝llte sich der kleine, zum Gro├čteil in blau beleuchtete dunkle Club, immer mehr bis schlie├člich die Vorband Average Engines die B├╝hne betrat.
Die vierk├Âpfige Band spielte ihren Rock ├╝berzeugend und auch wenn der Leads├Ąnger und Gitarrist optisch an Gavin James erinnert, verspr├╝hte er den Rockglanz eines Josh Homme. Besonders instrumental bewiesen die Jungs aus Hamburg ihr K├Ânnen und gewannen viele Zuspr├╝che und Jubel nach jedem einzelnen Song. Der raue und etwas an die Queens Of The Stone Age erinnernde Sound, versetzt mit einigen Breaks, hatte schon was Interessantes und lies die Zeit w├Ąhrend ihrer sechs gespielten Songs schnell verfliegen.


Marmozets
st├╝rmten kurze Zeit sp├Ąter die winzige B├╝hne, auf der gerade so alle f├╝nf Bandmitglieder Platz fanden, einzig Leadgitarrist Sam wurde etwas an die Wand gedr├╝ckt. Das Blue Shell wirkte im vorderen Bereich des Raumes wie bei jedem ausverkauften Konzert, randvoll und schon zum ersten Song kam Bewegung ins Spiel. Mit ihrem bekanntesten Song Move Shake Hide schnellte die Stimmung schon fast ans Limit und man war gefangen vom Sound dieser noch sehr jungen Band. Insgesamt wirkten sie ein wenig m├╝de, sind sie ja schon viele Monate nonstop auf Tour.

Verglichen mit ihren Auftritten als Supportband wurden diesmal bis auf Cover Up und Cry alle Songs ihres Debutalbums gespielt. Bevor es f├╝r zwei Songs als Zugabe wieder auf die B├╝hne ging, beendeten sie ihr Set wie gew├Âhnlich mit dem Ausraster Vibetech der fast ausschlie├člich instrumental ist. Und als selbst nach den beiden Zugaben immer noch kein Halten war, holten sie zwei G├Ąste aus dem Publikum und stellten ihnen Schlagzeug und Gitarre zur Verf├╝gung und los ging die Jam-Session. Diese lockere Haltung der Band ihren Fans gegen├╝ber, weist ihnen den richtigen Weg. Mehrmals betonte S├Ąngerin Becca w├Ąhrend ihres Sets und auch in pers├Ânlichen Gespr├Ąchen nach dem Konzert, dass wir hier alle gleichgestellt sind und auf Augenh├Âhe miteinander umgehen. Klasse!

Setlist MARMOZETS:
01. Move, Shake, Hide
02. Is It Horrible
03. Weird And Wonderful
04. Love You Good
05. Captivate You
06. Particle
07. Hit The Wave
08. Born Young And Free
09. Vibetech
10. Back To You (Z)
11. Why Do You Hate Me? (Z)
12. improvisierte Jam-Session (ZZ)

Marmozets:

Average Engines:

 Fotos: Andr├ę Techert

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