THE BIRTHDAY MASSACRE – Superstition

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7 Bewertung

7

Anfang November erschien mit Superstition das sechste Album der kanadischen Synth-Rockern von The Birthday Massacre. Finanziert wurde das neue Album ├╝ber eine Crowdfunding-Kampagne auf Pledgemusic, bei dem das Ziel mit ├╝ber 300 Prozent mehr als erf├╝llt wurde. Als Produzent konnte erneut Dave Ogilvie gewonnen werden, der u.a. auch schon f├╝r Skinny Puppy hinter den Reglern stand.

Mit dem sehr Synthiepop lastigen Opener Divide startet Superstition recht eing├Ąngig in die Welt rund um das Thema Aberglauben. Daran kn├╝pft der n├Ąchste Song Diaries nahtlos an, ist sogar noch eine Spur softer, wozu auch Chibis m├Ądchenhafter Gesang beitr├Ągt. Der Titeltrack des Albums zeigt sich dann in einem deutlich d├╝sterem Gewand. Superstition wird gest├╝tzt von bedrohlichen Basslinien, welche zwischendurch immer wieder die Oberhand gewinnen und dem sonst eher ruhigen Song einen besonderen Kick verleihen. Destroyer ist einer der h├Ąrteren Tracks auf dem Album und auch hier r├╝cken die Saiteninstrumente mehr und mehr in der Vordergrund. Chibis abwechslungsreicher Gesang, der mal verzerrt, mal klar ist, tut dabei sein ├ťbriges. Surrender ist dann ein absolut typischer TBM Song. Ruhige Passagen werden vom h├Ąrteren Refrain abgel├Âst, bei dem die Gitarren s├Ągen und treibende Synths die Struktur bilden. ├ťber allem thront wie gewohnt Chibis klarer heller Gesang. Auch der n├Ąchste Song ist beeinflusst von d├╝steren Soundtracks der Achtziger und Neunziger, Oceania wei├čt dabei aber eine Zuversicht aus, die einem jede Angst nimmt. Etwas ruhiger geht es mit Rain weiter, der dennoch -oder gerade deswegen- zu den st├Ąrksten Songs auf Superstition z├Ąhlt. Beyond bildet schlie├člich einen gelungenen ├ťbergang zum Albumfinale und wei├čt sachte in die Richtung, die mit The Other Side eingeschlagen wird. Harte bedrohliche Gitarrenriffs bilden den Auftakt zu dem St├╝ck, das mit einsetzenden Gesang aber schnell ruhiger wird. Trotzdem treiben die Gitarren das St├╝ck immer wieder an und fesseln den H├Ârer auf der anderen, dunklen Seite. Trinity ist dann der letzte Song des Albums und ein reines Instrumental-St├╝ck, welches auch gut zum Abspann eines Kinofilms passen w├╝rde.

Insgesamt legen The Birthday Massacre mit Superstition ein solides Werk vor, leider ist das Album mit zehn Songs und knapp 40 Minuten Spielzeit jedoch recht knapp gehalten. Die Songs wirken ausgereift, allerdings fehlt mir pers├Ânlich ein wenig die Weiterentwicklung bei Chibi, Rainbow, M. Falcore, Rhim, Owen & Nate Manor. Fans der Band werden das Album sicherlich lieben, wer sich jedoch erst einmal selber einen Eindruck vom neuen Material machen will kann sich auf YouTube Snippets aller Albumtracks von Superstition anh├Âren.

Tracklist:
01. Divide
02. Diaries
03. Superstition
04. Destroyer
05. Surrender
06. Oceania
07. Rain
08. Beyond
09. The Other Side
10. Trinity

Geschrieben von
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