THE FOREIGN RESORT – New Frontiers

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8 Bewertung

9 Bewertung 2

8.5

The Foreign Resorts letztes Album Scattered And Buried gehört zu meinen absoluten Highlights der vergangenen 2 Jahre, jetzt schicken die sympathischen DĂ€nen mit New Frontiers einen neuen Longplayer ins Rennen und der macht gleich mit dem Eröffnungstrack Dead End Roads richtig Laune! Neue Gebiete erschließen sich dabei nur bedingt, denn zum GlĂŒck bleiben The Foreign Resort sich treu und bauen ihren Stil einfach nur weiter aus. Dass dies keineswegs in einer Sackgasse endet, kann ich schon nach diesem einen Track zufrieden vermelden! Schön dicht und mit hohem Niveau gehen sie wieder zu Werke, lassen es mal mit Shoegaze Sounds richtig krachen oder wie bei Alone feine Wavepop-Melodien der Marke The Mary Onettes oder The Cure erschallen. Überhaupt scheinen sie sich zwischen den GenrestĂŒhlen am Wohlsten zu fĂŒhlen. Mal ist es wie beim Titeltrack oder dem an Clan Of Xymox erinnernden Landslide Wave-Rock, bei dem treibende Rhythmen auf eingĂ€ngige Melodien und den Gesang mit Wiedererkennungswert von Frontmann Mikkel B. Jakobsen treffen, mal wird es getragen melancholisch wie bei Dead Leaves oder dem wunderschön vertrĂ€umten Quiet Again. Doch ganz gleich, welche Marschrichting The Foreign Resort beim jeweiligen Song vorgeben, es bleibt immer authentisch.

Insgesamt betrachtet stachen vielleicht beim VorgÀnger etwas mehr Kracher heraus, aber das macht das von Produzentenlegende John Fryer (Depeche Mode, Nine Inch Nails, Cocteau Twins uvm.) produzierte dritte Album mit Abwechslungsreichtum und seiner trotzdem vorhandenen dichten AtmosphÀre und Geschlossenheit locker wieder wett. Freunde von guter Achtziger Jahre Wavemusik sollten hier definitiv ein oder zwei Ohren riskieren und ihrer Sammlung eine frische Blutkonserve gönnen. Man wird es sich danken.

Tracklist:
01. Dead End Roads 04:30
02. Breaking Apart 03:40
03. Alone 03:37
04. Flushed 05:20
05. Dead Leaves 03:51
06. New Frontiers 04:30
07. Quiet Again 04:43
08. Landslide 04:55
09. Dark White 05:23

Geschrieben von
Mehr von Michael Gamon

Fotos: FATONI

FATONI – MĂŒnster, Halle MĂŒnsterland (31.10.2017) Ähnliche BeitrĂ€ge
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