CUSTOMS – NL- Heerlen, Poppodium Nieuwe Nor (25.04.2014)

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Belgischer Abend in Limburg. Die Customs bringen ihren Support aus dem eigenen Land mit nach Heerlen ins Nieuwe Nor. The Sedan Vaults haben ebenfalls ein neues Album am Start.

Die drei Br├╝der der belgischen Band packen es hart an. Aus ihren Instrumenten str├Âmen nicht gerade Melodien die zum Tr├Ąumen einladen, daher wird es im kleinen Konzertsaal ziemlich laut. Hysterisch und ein wenig ziellos, in welche Richtung sich die Songs bewegen sollen, rocken The Sedan Vaults den Freitagabend. Das Schlagzeug bollert als Hintergrundwand zur Gitarre, die sich in vorderster Front nicht immer wohl f├╝hlt. Der energiereiche Mix wird mit elektronischen T├Ânen abgerundet. Minutes To Midnight wird von den dreien kraftvoll laut in die Ohren der Besucher bef├Ârdert. Dem Frontmann reicht der Platz auf der B├╝hne nicht immer aus und er springt in die Menge, um mit den Fans zu tanzen.

Bei den Customs geht es gelassener zu. Die Anzug tragenden Musiker kommen einige Minuten vor der Show auf die B├╝hne, um ihren Instrumenten den letzen Soundschliff zu geben. Danach verschwinden sie und kommen kurz darauf mit geb├╝hrendem Applaus und einer Fr├╝hlingsbotschaft Love To The Lens ins Rampenlicht. Die St├╝cke von The Market klingen noch nicht so vertraut wie die alten Dinge. Bei vielen St├╝cken fehlen die schnittigen Gitarrenmelodien die den Customs Sound markant unterstreichen, stattdessen formen die Saiten jene stotternden Riffs die auch Franz Ferdinand benutzen. Mit Matador schwappt dann aber die erste Welle Tanzbarkeit durch den Saal.

Das Publikum l├Âst sich schnell aus seiner steifen Haltung und bewegt sich zum Takt. Ab hier bleibt die Stimmung konstant bewegungsfreundlich. Justine bringt noch einen Funken mehr Freude in den Abend. Obwohl die neuen Lieder wie Are You With Me und Hole In The Market sich gut einf├╝gen, toppen sie bei weitem nicht das au├čerordentliche Rex. Nachdem die Musiker damit die gute Laune noch ganz ausgerollt haben, verschwinden sie im Schutz der Dunkelheit.

Drei Songs verl├Ąngern den Abend der belgischen Begegnung. Zur stumpfen Gitarre in Billy Bragg Manier singt Kristof Uittebroek instrumentenlos das eindringende Love, You Don`t Scare Me Anymore. Dann h├Ąngt auch er sich wieder die Gitarre um den Hals, um mit Harlequins Anlauf zu nehmen, um zum finalen H├Âhepunkt zu gelangen.

Customs:

The Sedan Vault:

Fotos: Martina Peitz

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