SOLAR FAKE – Oberhausen, Kulttempel (22.03.2014)

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Mehr als eine Single k├Ânnen Pre/Verse noch nicht vorzeigen. Allerdings hat diese Tatsache nicht zur Folge, dass die Band keine weiteren St├╝cke mit nach Oberhausen gebracht hat. Die zwei Damen und drei Herren feuern die p├╝nktlich erschienenen Besucher mit ihrem Elektro- verzierten Sound ordentlich ein. Die Augen aus dem Zuschauerraum richten sich nicht selten auf die weiblichen Blickpunkte an Bass und Synthie. Die Herren im Bunde bevorzugen die lichtlosen Ecken, um an den Drums den Rhythmus vorzugeben und mit den Saiten den Songs einen effektiven Grip zu verpassen. Ganz ohne Instrument und nur mit seinem Organ bewegt sich der S├Ąnger zwischen seinen Mitstreitern. Manchmal setzt er eine b├Âse Mine auf, um diese im n├Ąchsten Moment in ein freudig grinsendes Gesicht zu verwandeln. Auch wenn nicht immer jeder Ton in der richtigen Lage getroffen wird, ist das Publikum von Pre/Verse angetan. Der Termin zur ersten Longplayer- Ver├Âffentlichung wird noch schnell vorgemerkt und dann steht schon der n├Ąchste K├╝nstler auf der B├╝hne.

Janosch Moldau ist heute Abend der einzige Alleinunterhalter. Seine elektronischen Utensilien hat der Musiker in einem Koffer neben sich aufgebaut. Dieser Hauptbestandteil der Musik von Janosch Moldau wird nur hin- und wieder mit einer Gitarre versehen. Zur minimalen B├╝hnenausstattung laufen im Hintergrund Videos oder Sequenzen zur Musik. Selbstsicher und tanzfreudig animiert Janosch Moldau die Anwesenden.
Trotz seines K├Ânnen und dem komplex geformten Sound will die Stimmung aber noch nicht zu 100 % ├╝berschwappen.

Nach zwei Supportacts ist die Zeit f├╝r Solar Fake gekommen. Heute stehen sie zu dritt auf der B├╝hne, um in eigener Headlinershow das neue Album Reasons To Kill live vorzustellen.
Als sich das Licht f├╝r den Hauptact verdunkelt, sieht es im Innenraum pl├Âtzlich viel voller aus.
Sven Friedrich zeigt sich von Anfang an in bester Laune, tanzt und springt ausgelassen zum neuen und vorhandenen Songmaterial.

Die Fans von Solar Fake brauchen nicht lange, um sich von dem Bewegungsdrang des Frontmanns anstecken zu lassen. Der dumpfe Klang von Here I Stand oder Where You Are machen die dunklen Herzen gl├╝cklich.
Wie bei jedem Konzert der Darkrocker darf eine Coverversion nicht fehlen. Heute werden je ein St├╝ck von Linkin Park und Talk Talk in die Mangel genommen. Allerdings bleibt Such A Shame nicht das letzte St├╝ck an diesem Konzertabend. Solar Fake werden zu einem zweiten Zugabenblock von ihren Fans auf die B├╝hne geordert und mit Hiding Memories From The Sun und Your Hell Is Here restlos begl├╝ckt.

Solar Fake:

Janosch Moldau:

Pre/Verse:

Fotos: Martina Peitz

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