A DAY TO REMEMBER – Oberhausen, Turbinenhalle (05.02.2014)

A DAY TO REMEMBER - Oberhausen, Turbinenhalle (05.02.2014)
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A Day To Remember haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans harter Musik und mitreißender Melodien gespielt. Jetzt sind sie nach den Festivalauftritten im Vorjahr wieder auf Clubtour unterwegs und haben mit Every Time I Die und The Story So Far auch zwei interessante Opener dabei.

Die eröffnenden The Story So Far werden in Oberhausen wunderbar von dem überwiegend jungen Publikum angenommen. Die Punkrockband aus Kalifornien groovt sich mit ihrer melodiösen Musik und der Leichtigkeit ganz weit nach vorne am heutigen Abend. Als Opener die Chance bestens genutzt, sich einem dankbaren Publikum zu präsentieren. Perfekt.

Mit Every Time I Die wird es jetzt etwas düsterer. Die Metal-Core Band aus Amerika hat ebenfalls wie The Story So Far die Herausforderung als Support für sich angenommen. Sie heizen ein, die ersten Circle Pits kreisen schon durch die Turbinenhalle in Oberhausen und hinterlassen einen eigenen Eindruck, der hängen bleibt.

A DAY TO REMEMBER - Oberhausen, Turbinenhalle (05.02.2014)Während der letzten Umbaupause –die alle wirklich sehr angenehm kurz sind– steigt die Vorfreude in der Halle spürbar nach oben. Sie entlädt sich ganz zauberhaft beim Mitsingen des System Of A Down Klassiker Chop Suey, der kurz vor dem Auftritt des Headliners vom Band ertönt. Aus hunderten Kehlen erklingt der Chor: „I don’t think you trust. In my self-righteous suicide. I cry when angels deserve to die…“ und mit der letzten Silbe und dem letzten Ton bricht ein zarter Beifall aus, während beim Betreten der Bühne von A Day To Remember in der Turbinenhalle ein Aufschrei der weiblichen Fans ertönt. Es wird laut in Oberhausen. Sogleich kreisen die ersten Circle Pits bei A Day To Remember durch den vorderen Bereich. Der Pogo kann sofort einige Opfer verbuchen; für die vorwiegend jungen Mädels ist das Konzert in der Nähe ihrer Band bereits zu diesem frühen Zeitpunkt beendet. Die stets sicher auftretenden Security Leute ziehen die sichtbar traurigen Mädels in den sicheren Eingangsbereich. Ein kleiner Wermutstropfen an diesem Abend, aber auch der einzige.

Sänger Jeremy McKinnon versteht es gekonnt die Stimmung in Oberhausen aufrecht zu erhalten. Ohne viele Worte schafft er es den Kreisch- und Pogofaktor hoch zu halten. In jedem Gesicht entdeckt man entzückte Freude und vor allem Textsicherheit. Jeder Mund spiegelt den des Sängers wider. Eine Stimmung im Publikum von der sich so manch ein Fan eine Scheibe abschneiden kann. Nicht mehr wirklich selbstverständlich in der heutigen Zeit.

Eine kleine Verschnaufpause gönnen die Amerikaner in der Mitte ihres Sets. Die zwei akustischen Versionen von You Had Me At Hello sowie If It Means A Lot To You lassen kurz jeden Pogo ruhen. Als kleines Gimmick kreist Jeremy McKinnon in einem riesengroßen Ball auf den Händen und Köpfen seiner Fans durch die Halle. Wieder auf der Bühne wird es erneut wieder laut und der Pogo beginnt von vorne! Repeat bitte!

A Day To Remember wissen an diesem Abend wirklich zu überzeugen, hinterlassen nicht nur einen freudigen Momenteindruck, sondern auch einen bleibenden, der gerade durch seine textsicheren, kreischenden Fans mit Durchhaltevermögen besticht.

Setlist A Day To Remember:
01. All I Want
02. I’m Made of Wax, Larry, What Are You Made Of?
03. Homesick
04. 2nd Sucks
05. Right Back At It Again
06. The Document Speaks For Itself
07. A Shot In The Dark
08. City Of Ocala
09. Better Off This Way
10. You Had Me At Hello (Acoustic)
11. If It Means A Lot To You (Acoustic)
12. It’s Complicated
13. Mr. Highway’s Thinking About The End
14. Sometimes You’re The Hammer, Sometimes You’re The Nail
15. Have Faith In Me
16. My Life For Hire
17. The Plot To Bomb The Panhandle
18. Violence (Enough Is Enough) (Z)
19. All Signs Point To Lauderdale (Z)
20. The Downfall Of Us All (Z)

A Day To Remember:

Every Time I Die:

The Story So Far:

Autorin: Daniela Letzner
Fotos: Michael Gamon

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