POWERWOLF, MAJESTY, BATTLE BEAST & WISDOM – K├Âln, Essigfabrik (24.10.2013)

Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Wenn die W├Âlfe heulen kommen die Fans in Rudeln um Power-Metal vom Feinsten zu genie├čen. So auch am 24. Oktober 2013 als Powerwolf in der K├Âlner Essigfabrik ein Konzert ihrer 2013er ÔÇ×Wolfsn├ĄchteÔÇť Tour spielten. Mit ihrem aktuellen Album Preachers of the Night haben sie es auf Platz eins der deutschen Albumcharts geschafft und somit bewiesen, dass ihre Musik auf CDs gut funktioniert. Ihr richtiges Potential entfaltet die Band jedoch auf der B├╝hne, wie sie es seit Jahren unter Beweis stellen. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch, als die Zuschauer die Essigfabrik betraten, denn immerhin waren mit Majesty, Battle Beast und Wisdom auch starke Vorbands im Programm.

Den Anfang machte die Band Wisdom, welche vor rund einem Jahr auf meiner Bildfl├Ąche erschien, als sie mit Sabaton in der Essigfabrik auftrat (wir berichteten). Die Ungarn schafften es in kurzer Zeit die Stimmung anzuheizen und trotz der noch recht fr├╝hen Stunde tat sich einiges in der Halle. Hier konnte sicherlich davon profitiert werden, dass viele Powerwolf-Fans auch das Sabaton Konzert besucht haben und somit auch mit Wisdom vertraut waren. Dies minderte die Leistung der Band jedoch nicht im Geringsten, denn das eine Jahr wurde gut genutzt, sodass man bei der Performance noch ein Sch├╝ppchen drauf legen konnte. G├íbor Nagy (Gesang), G├íbor Kov├ícs (Gitarre), Mate Bodor (Gitarre), M├ít├ę Moln├ír (Bass) und Bal├ízs ├ügota (Schlagzeug) ├╝berzeugten und es bleibt zu hoffen, dass man von ihnen in n├Ąchster Zeit noch mehr zu h├Âren bekommt.

Weiter ging es mit Battle Beast, welche auch schon bei einer gro├čen Tour als Support Act in Erscheinung getreten sind. Vor anderthalb Jahren war die Band (damals noch mit einer anderen S├Ąngerin) mit Nightwish unterwegs (auch hier berichteten wir). Noora Louhimo (Gesang), Anton Kabanen (Gitarre, Hintergrundgesang), Eero Sipil├Ą (Bass, Hintergrundgesang), Pyry Vikki (Schlagzeug), Juuso Soinio (Gitarre) und Janne Bj├Ârkroth (Keyboard) rockten wie ihre Vorg├Ąnger direkt ordentlich los und konnten durchweg positive Publikumsreaktionen f├╝r sich verbuchen. Im direkten Vergleich war bei Wisdom jedoch deutlich mehr los. Nichtsdestotrotz wurde der Auftritt geb├╝hrend gefeiert und machte den Zuh├Ârern viel Spa├č.

Mit Majesty ging eine der bekanntesten deutschen Heavy- bzw. True-Metal-Bands in ihrer aktuellen Besetzung, bestehend aus Tarek ÔÇ×MSÔÇť Maghary (Gesang, Keyboard), Carsten Kettering (Bass), Tristan Visser (Gitarre), Robin Hadamovsky (Gitarre) und Jan Raddatz (Schlagzeug), auf die K├Âlner B├╝hne. Die ├Ąlteste Band des Abends wusste von Anfang an, wie die Fans zu ├╝berzeugen sind und zeigte sich enorm spielfreudig. Man sah ihnen den Spa├č an der Sache an und der Funke sprang schnell ├╝ber. Einzig die Songtexte sollte man sich (wie f├╝r True-Metal-Bands ├╝blich) lieber nicht im Detail zu Gem├╝te f├╝hren. Aber Songs wie Heavy Metal Battlecry oder Metal Law machen live richtig Laune und lassen die Matte geh├Ârig rotieren. Wenn die Band dann auf der B├╝hne viel Einsatz zeigt, kann es kaum besser sein.

Drei gute Vorbands und eine ordentlich aufgeheizte Essigfabrik mit Fans in Party-Stimmung, besser h├Ątten die Startbedingungen f├╝r Powerwolf wahrlich nicht sein k├Ânnen und so verwunderte es nicht, dass die W├Âlfe euphorisch empfangen wurden, als sie gegen Viertel vor zehn ihre Show begannen. Die ansehnlich dekorierte B├╝hne bildete einen angemessenen Rahmen f├╝r das was die Fans erwartete, denn Powerwolfkonzerte sind nicht nur Livemusik sondern Entertainment. Das Auge h├Ârt nun mal mit, wenn Attila Dorn (Gesang), Charles Greywolf (Gitarre), Matthew Greywolf (Gitarre), Falk Maria Schlegel (Keyboard) und Roel van Helden (Schlagzeug) auftreten. 

Nach dem Intro Lupus Daemonis ging es mit Sanctified With Dynamite und Prayer in the Dark direkt in die Vollen und die Essigfabrik sang aus voller Kehle mit. Aber auch bei den neuen Liedern wie Amen And Attack zeigte sich K├Âln textsicher, was von S├Ąnger Attila auch wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Vor der B├╝hne wurde ordentlich gefeiert und auch auf der B├╝hne war viel los. W├Ąhrend Attila eine Metal-Messe mit Weihrauch zelebrierte rannten seine beiden Gitarristen wie tollw├╝tig von links nach rechts und auch Keyboarder Falk machte einiges mehr an Strecke, als man es von Keyboardern gewohnt ist. Einzig Drummer Roel war an seine Position gefesselt, bekam als Ausgleich dazu aber ein wenig Zeit f├╝r ein Drumsolo.

Powerwolf pr├Ąsentierten einen gelungenen Mix aus alten Songs (rund 3/4) und brandaktuellem Material (rund 1/4), sodass wenige W├╝nsche offen blieben. Drei Vorbands und ein Headliner spielten an diesem Abend, von denen jede Band ├╝berzeugte und dies zu einem sehr fairen Preis von rund 25 Euro. F├╝r viele sicherlich ein Konzerthighlight dieses Oktobers, wir freuen uns auf die Wolfsn├Ąchte 2014…

Powerwolf:

Majesty:

Battle Beast:

Wisdom:

Geschrieben von
Mehr von Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegr├╝ndet. Das Projekt wird...
Weiterlesen