THE EXPLODING BOY – Four

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    8 Bewertung

    8

    The Exploding Boy – Four

    Fast zweieinhalb Jahre ist es schon wieder her, seit uns die Schweden The Exploding Boy mit einem neuen Album begl├╝ckten. The Black Album unterstrich damals mit tollen Melodien und einigen echten Perlen eindrucksvoll die Songwriting-Qualit├Ąten der Band aus Stockholm. Jetzt steht mit dem einfach Four genannten vierten Album endlich der Nachfolger in den Startbl├Âcken, bei dem es weitestgehend wieder etwas roher und ungeschliffener zugeht, wobei Ausnahmen nat├╝rlich die Regel best├Ątigen.

    Schon beim Er├Âffnungstrack Cracked/Reasons wird die Gitarrenwand im Vergleich zum Vorg├Ąnger gleich wieder ein St├╝ck h├Âher gemauert. Rockig bleibt es beim nachfolgenden Street Clich├ę, bei dem Zweits├Ąnger Stefan Axell das Mikrophon fest im Griff hat und den Track mit heller Stimme und dadurch h├Âherem Wiedererkennungswert ausstattet. Eher an eine Synthieballade mit Akustikgitarre erinnert das vom Bombast befreite Going To Hell, das deutlich macht, wie vielseitig das Nordquartett mittlerweile zu Werke geht. Vornehmlich zwar dem Post Punk verschrieben schauen sie auf Four gerne auch ├╝ber den Tellerrand hinaus, verleugnen aber ihre Wurzeln nicht, was besonders gut im wundersch├Ânen Dark City (Pt. II) deutlich wird, bei dem man ganz tief in Erinnerungen schwelgen kann. Der Track klingt stilistisch vertraut, ist angenehm d├╝ster und bleibt mit seinem hymnischen Refrain sofort im Ohr. Etwas durchgeatmet werden darf dann bei Runaways und dem ungew├Âhnlichen Awful, bevor Shadows das Tempo wieder etwas anzieht und f├╝r hoffentlich bald kommende Konzerte auch gleich einen Mitklatschpart bereith├Ąlt. Hymnenhaft geht es mit Always weiter, das ├Ąu├čerst melodisch Post Punk Gitarren und Synthieeinfl├╝sse verbindet. Die abschlie├čenden Get It Out und Scared To Death sind hingegen musikalisch recht unaufgeregte Poptracks, die das leider mit knapp 40 Minuten Spielzeit etwas kurz geratene Album ordentlich ausklingen lassen.

    Auf Four geht es im Gro├čen und Ganzen etwas rauer und abwechslungsreicher zu als auf dem 2011er Vorg├Ąnger. Dieser Vielseitigkeit geschuldet ist daher auch die zum Teil variierende Qualit├Ąt, denn nicht alle Tracks k├Ânnen so sehr ├╝berzeugen wie die gro├čartigen Songs Street Clich├ę oder Dark City (Pt. II). Zum Gl├╝ck haben aber alle Songs ihren eigenen Charme und Entt├Ąuschungen sucht man vergebens. Auch wenn The Black Album somit insgesamt etwas harmonischer und aus einem Guss wirkte, zeigt Four weitere interessante Facetten der Schweden auf und wird ihnen hoffentlich dabei helfen ihre Fanbase weiter auszubauen. Verdient h├Ątten sie es!

    Tracklist:
    01. Cracked/Reasons
    02. Street Clich├ę
    03. Going To Hell
    04. Dark City (Pt. II)
    05. Runaways
    06. Awful
    07. Shadows
    08. Always
    09. Get It Out
    10. Scared To Death

    Autor: Michael Gamon

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