NOCTURNAL CULTURE NIGHT (NCN) 2013 Tag 2 – Deutzen, Kulturpark (07.09.2013)

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    Auch der Samstag war wieder ein wundersch├Âner Sp├Ątsommertag. An diesem Tag erwarteten das Publikum insgesamt 15 Bands sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm. Trotz vergleichsweise fr├╝her Stunde f├╝llte sich der Kulturpark rasch mit den ersten G├Ąsten.

    P├╝nktlich 12:00 Uhr startete der 2. Festivaltag auf der gro├čen B├╝hne mit der Augsburger Synth-Rock-Band Eycromon. Die Band existiert seit Anfang 2009. Ihre ausdrucksstarke Musik verbindet Elemente aus Dark Wave, Klassik und Elektro. Frontfrau Mandra Gore ist eine klassisch ausgebildete S├Ąngerin. 2011 erschien das Deb├╝t-Album Awake from the Sleepers. F├╝r Herbst dieses Jahres ist das n├Ąchste Album geplant. Ein Teil der Festivalbesucher kam nun dicht an den B├╝hnenrand. Andere sa├čen noch entspannt auf den B├Ąnken und genossen die Show von dort. Eycromon sorgte f├╝r einen gelungen Auftakt des 2. Tages.

    Mit einer Mischung aus Elektro und Rock  ging es eine halbe Stunde sp├Ąter auf der kleinen B├╝hne weiter. microClocks haben seit 2006 schon einige Singles und Alben ver├Âffentlicht, zuletzt Opinions are on sale (2011). Die Titel von microClocks waren rhythmisch und tanzbar. Zahlreiche G├Ąste fanden sich vor der kleinen B├╝hne ein tanzten zu den eing├Ąngigen St├╝cken.

    Die Alternative-Pop-Band Elace wurde 2010 von Andrew Kohlar zusammen mit den Musikern Daniel Zielonka und Franziskus gegr├╝ndet. P├╝nktlich zum NCN erschien am Freitag das Deb├╝t-Album Me. Musikalisch kann man die Band in Richtung britischer Indie-Pop einordnen. Das Publikum war bei der Show noch etwas zur├╝ckhaltend. Dennoch beobachteten viele Besucher die Show gem├╝tlich von den Sitzpl├Ątzen oder St├Ąnden aus.

    Die spanische Elektro-Industrial Formation Terrolokaust wurde 2006 von Javi Ssagittar und Indio gegr├╝ndet. Beide kannten sich bereits von der Industrial-Rockband Symawrath. Nun wurde es richtig voll vor der kleinen B├╝hne. Doch das war nicht verwunderlich, denn nun sollte es musikalisch richtig zur Sache gehen. Harte Beats brachten die Zuschauer sogleich in die richtige Stimmung. Die G├Ąste jubelten und konnten gar nicht genug bekommen.

    Mit Lord Of The Lost ging es kurz nach 14:00 Uhr auf der gro├čen B├╝hne weiter. Der Hamburger S├Ąnger Chris Harms ist seit einigen Jahren mit verschiedenen Musikprojekten unterwegs, z.B. UnterART und The Pleasures. Die Projekte haben unterschiedliche Stilrichtungen. 2007 gr├╝ndete Chris Harms Lord Of The Lost zun├Ąchst als Soloprojekt. Drei Studioalben wurden bisher ver├Âffentlicht, zuletzt Die Tomorrow. Live ist die Band auf jeden Fall ein Erlebnis, so auch auf dem NCN. Chris Harms und seine M├Ąnner ├╝berzeugten sowohl mit Charme als auch mit ihrer rockigen Musik. Sie begleiteten ihrer Fans durch eine kurzweilige Show bei Sonnenschein und k├╝hlen Getr├Ąnken.

    Kurze Zeit darauf gab es eine kleine Modenschau auf der Kulturb├╝hne. Eve Couture pr├Ąsentierte ihre Kollektion. Viele G├Ąste kamen an den Laufsteg. Die St├╝cke bei Eve Couture sind alle handgemacht und werden in Kleinserie gefertigt.

    Hinter dem Projekt .com/kill steckt niemand Geringeres als Diary Of Dreams‘ Adrian Hates. Gemeinsam mit Gaun:A arbeitet er schon seit bereits 15 Jahren an diesem Projekt. F├╝r die Musiker ist es mehr als ein Nebenprojekt ÔÇô eine zweite musikalische Welt. So kamen um 15:00 Uhr zahlreiche G├Ąste zur kleinen B├╝hne. Sie wollten sehen, was noch hinter dem Diary Of Dreams Frontmann steckt. Stilistisch ist com/kill elektronischer, wurde aber von vielen Besucher begeistert gefeiert.

    Die Nachmittagssonne lud eigentlich zum Entspannen ein, Frozen Plasma hingegen zum Tanzen. Mit einiger Versp├Ątung begann der Aufbau des Equipments. Dicht gedr├Ąngt standen nun mehrere Hundert Besucher vor der gro├čen B├╝hne. Die deutsche Elektro-Pop-Band wurde vor 8 Jahren von Feix Marc und Vasi Vallis gegr├╝ndet. Beide waren oder sind noch bei anderen Bands oder als Solok├╝nstler t├Ątig. Neben zwei Studio-Alben und einigen Singles erschienen auch 2 Live-Alben. Die Zeit war nun etwas knapp. Dies wirkte sich jedoch nicht negativ auf die Show aus, die professionell durchgezogen wurde. Das Duo ├╝berzeugte die Besucher mit ihren tollen Songs und sorgte f├╝r angenehme Stimmung.

    Als n├Ąchstes trat die deutsche Band Versus auf der kleinen B├╝hne auf. Bereits ein Jahr zuvor hatte sie einen Auftritt beim NCN. Durch den Gewinn beim Newcomervoting trat Versus dieses Jahr erneut auf. Die Band wurde 2001 gegr├╝ndet. Sie legt Wert auf vielschichtige Musik, die durch Gitarreneinsatz und experimentelle Beats gekennzeichnet ist. Die Stimmung war super. Gleich zu Beginn wurde dem Publikum Ahoi-Brause gereicht. Anschlie├čend wurde im Rhythmus geklatscht und gejubelt.

    Gespannt warteten anschlie├čend viele Fans vor der gro├čen B├╝hne auf den Auftritt von Diorama. Die deutsche Electro-Pop-Band Diorama wurde 1996 von Torben Wendt gegr├╝ndet, der zuvor eine klassische Klavierausbildung absolviert hat. Anfang des Jahres erschien das aktuelle Album Even the Devil Doesn’t Care. Das Publikum kam hier so richtig in Fahrt. Mit Sicherheit hat Diorama eine gro├če Fangemeinde, die bei den Songs mitsang und tanzte. Die Band gab bei der Performance alles und wurde mit viel Beifall belohnt.

    Musikalisch ganz anders ging es zwischendurch auf der Kulturb├╝hne mit Widukind weiter. Die Band sollte bereits im Jahr zuvor auftreten, musste aber kurzfristig absagen. Die Kulturb├╝hne bot hier eine gem├╝tliche Atmosph├Ąre, genau richtig f├╝r eine Acoustic-Band. Widukind selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Apocalyptic-Folk oder auch Post-Neo-Folk. Hinter dem Projekt steckt Carsten Klatte, der schon bei einigen anderen Bands wie Project Pitchfork oder Peter Heppner mitgewirkt hat. Hier tritt er nun selbst ans Mikrofon und pr├Ąsentiert selbstgeschriebene Songs. Der Sprechgesang regte die Besucher zum Nachdenken und Entspannen an.

    Nun warteten bereits viele Elektro-Fans vor der kleinen B├╝hne. Mit ├╝ber 20 Jahren Bandgeschichte geh├Ârt das deutsch-d├Ąnische Duo Lights Of Euphoria zu den Legenden der Elektro-Szene. 1995 erschien das erste Album Brainstorm. Die eing├Ąngigen Songs zogen das Publikum sofort in ihren Bann. Die Musiker lie├čen den Zuschauern keine Zeit zum Ausruhen. Durchg├Ąngig clubtaugliche Songs pr├Ągten die Show von Lights Of Euphoria.

    Hocico ist von den Tanzfl├Ąchen der Clubs nicht mehr wegzudenken. Ende des letzten Jahres erschien das aktuelle Album El Ultimo Minuto (Antes de que Tu Mundo Caiga) der Mexikaner. Die Band ist bekannt f├╝r schwei├čtreibende Beats und Shows, bei denen es keinen Stillstand gibt. So sollte es auch diesen Abend werden. S├Ąnger Erk Aicrag h├╝pfte von einer Ecke zur anderen, w├Ąhrend Keyboarder Racso Agroyam brav hinter dem Keyboard stand und f├╝r krachenden Sound sorgte. F├╝r viele Besucher war Hocico der H├Âhepunkt des Festivals. Live setzen sie schon seit langen Ma├čst├Ąbe und bringen die Fans zum Tanzen bis zur Ersch├Âpfung.

    Haujobb ist ein vielseitiges Musikprojekt von Daniel Myer und Dejan Samardzic. 2011 erschien nach 8 Jahren das letzte Studioalbum New World March. Eigentlich hatten Haujobb 2008 bereits ihr Abschlusskonzert. Nun sind sie wieder live unterwegs. Haujobb lud mit ihrer ausget├╝ftelten Musik die G├Ąste des NCN zum Tr├Ąumen und Entspannen ein. Die B├╝hne war dunkel und mit 2 Monitor-Bl├Âcken best├╝ckt. Daniel Myer und seine Musiker lieferten eine eindrucksvolle audiovisuelle Show.

    Gegen 22:30 Uhr war es dann Zeit f├╝r die letzte Band des Tages auf der gro├čen B├╝hne. Phillip Boa & The Voodooclub k├Ânnen ebenfalls schon auf eine lange Bandgeschichte und zahlreiche Alben zur├╝ckblicken. Die Musik ist vielschichtig und ist gepr├Ągt von britischem Punk und New Wave. Songs wie Container Love und And Then She Kissed Her wurden insbesondere in den fr├╝hen Neunzigern, aber auch bis heute h├Ąufig in Clubs gespielt. Kontinuierlich erschienen weitere Alben, zuletzt Loyalty (2012). Dicht gedr├Ąngt standen die Besucher nun vor der B├╝hne. Niemand wollte sich dieses Highlight entgehen lassen. Phillip Boa, Co-S├Ąngerin Pia Lund und die anderen Musiker des Voodooclubs versetzten das Publikum mit ihrem zeitlosen Sound in Ekstase. Die Ohrw├╝rmer, zu denen wohl jeder schon mal getanzt hatte, durften nicht fehlen.

    Doch der Abend war noch nicht endg├╝ltig vorbei. Noch einmal ging es zur Kulturb├╝hne, wo die italienische Band Spiritual Front ihren Auftritt hatte. Sie selbst bezeichnet ihren Stil als Nihilist Suicide Pop, einer Mischung aus Neofolk, Post-Punk und Dark Cabaret. Gegr├╝ndet wurde die Band 1999 von S├Ąnger und Gitarrist Simone Salvatori. Das aktuelle Album Open Wounds erschien in diesem Jahr. Der Auftritt beim NCN war mit etwas reduziertem Line-Up, dies war jedoch nicht weiter st├Ârend. Dicht gedr├Ąngt standen sehr viele Besucher trotz sp├Ąter Stunde vor der Kulturb├╝hne. Eine Videoshow untermalte in perfekter Form das Ambiente. Der Mischung aus Acoustic-Sound mit italienischem Flair war der perfekte Abschluss des zweiten Abends.

    Wir haben f├╝r euch schon einmal eine Galerie mit Bildern des zweiten Tages zusammengestellt, die ihr hier oder durch Anklicken der Bilder erreichen k├Ânnt:

    Galerie NCN Festival 2013 Tag 2 (Samstag, den 07.09.2013)

    Bericht und Fotos von Tag 3 folgen in K├╝rze!

    Autor & Fotos: Thomas Bunge

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    Galerie NCN Festival 2013 Tag 2 (Samstag, den 07.09.2013)

    Weitere Fotos des Events gibt es hier

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