SIXTH JUNE & AKANOID – K├Âln, Tsunami Club (01.08.2013)

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Die Attaque Surprise ist l├Ąngst kein Geheimtipp mehr in der K├Âlner Clubszene und wen immer es nach interessanten Undergroundsounds gel├╝stet, die beizeiten auch mal ein bisschen dunkler sein d├╝rfen, der ist am ersten Freitag im Monat im Tsunami Club genau richtig. Neben diesen Clubnights veranstalten die Macher aber auch in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden Konzerte. Und genau letzteres ist auch am Abend des 01. August 2013 der Fall, als Sixth June und Akanoid einen Tag vor der August-Clubnacht die B├╝hne des Tsunami Clubs betreten; quasi ein Warmup-Konzert.

Los geht es mit Akanoid, deren Weg wir ja schon seit l├Ąngerem verfolgen. Hilton Theissen und Uwe L├╝bbers k├Ânnen bereits auf eine bewegte Vergangenheit zur├╝ckblicken, die sie 1999 als alternatives Dance Duo zusammenf├╝hrte. Nach dem tollen Album Cocktail Pop trennten sich allerdings ihre Wege zun├Ąchst wieder und Hilton Theissen steuerte das Projekt in rockigere Gew├Ąsser. Jetzt ist Uwe L├╝bbers zur├╝ck und mit ihm h├Ąlt auch der elektronische Ansatz wieder Einzug in das Klanggewand von Akanoid. Und das ist gut so, denn was die beiden hier und heute abliefern klingt schon wieder sehr vielversprechend. Tolle bekannte Songs wie Nexx oder On Air Again von Cocktail Pop ├╝berzeugen ebenso wie die ersten Songs vom kommenden Album. Wir sind schon jetzt sehr gespannt auf das neue Material der beiden sympathischen Musiker, da kommt Gro├čes auf uns zu!

Zweite und letzte Band des Abends ist Sixth June aus Serbien, wobei die beiden Protagonisten Lidija Andonov und Laslo Antal mittlerweile in der deutschen Hauptstadt Berlin eine neue Heimat gefunden haben. Live steht nat├╝rlich S├Ąngerin Lidija im Vordergrund, w├Ąhrend es sich ihr Kollege Laslo eher am B├╝hnenrand gem├╝tlich gemacht hat und von dort seine k├╝hlen Minimal Electropop Rhythmen ├╝ber die Boxen hin zu den Zuschauern schickt. Diese zeigen sich als sehr abwechslungsreich, teils verspielt, teils aber auch einem klar-strukturiertem Muster folgend. Und ├╝ber diesen Sounds schwebt die pr├Ągnante Stimme von Lidija, die hier allerdings irgendwie Segen und Fluch zugleich ist. Denn ist man zun├Ąchst noch sehr angetan von ihrer Performance, fehlt ihr auf Dauer dann aber doch leider jene Wandlungsf├Ąhigkeit die die Musik sonst auszeichnet. So ist ihre Stimme quasi das verbindene Glied in der Soundkette von Sixth June, zugleich schw├Ącht sie aber auch die ein oder andere Variation ab und f├╝hrt den H├Ârer immer wieder zur├╝ck auf den zun├Ąchst eingeschlagenen Weg, auch wenn Laslos Sounds zun├Ąchst einen alternativen Weg zu bevorzugen scheinen. Insgesamt bleibt ein guter Auftritt des Duos, dem man aber w├╝nschen kann, dass Lidija zuk├╝nftig auch noch etwas mehr aus sich herauskommt und sich von den Rhythmen der Synthies einfach mal treiben l├Ąsst. Dann steht einer Erfolgsstory eigentlich nicht mehr viel im Weg.

Sixth June:

Akanoid:

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