Preview : Festivals der Superlative: Auch 2013 rocken HURRICANE & SOUTHSIDE FESTIVAL Deutschland!

Geschätzte Lesezeit: 38 Minute(n)


Vom 21.-23.06.2013 findet das Hurricane Festival bereits zum siebzehnten Mal am Eichenring in Scheeßel statt. WĂ€hrend der vergangenen Jahre hat das Festival international erfolgreiche KĂŒnstler, beliebte deutsche Acts und eine große Anzahl Newcomer, von denen einige heutzutage die Headliner-Position einnehmen, prĂ€sentiert. Seit 1999 findet parallel im SĂŒden der Republik die kleine Schwester Southside Festival mit gleichem Lineup statt. AlljĂ€hrlich treffen sich mehr als 100.000 Besucher aus ganz Europa bei den Hurricane & Southside Festivals.

Wie man am nachfolgenden Lineup unschwer erkennen kann, ist es den Veranstaltern auch in diesem Jahr wieder gelungen, besonders interessante Headliner zu buchen, aber auch vielen aufstrebenden KĂŒnstlern ein Forum vor vielen Tausenden Menschen zu bieten. Auch stilistisch ist man seiner offenen Einstellung treu geblieben und prĂ€sentiert die Feuerteufel Rammstein, genauso wie internationale RockgrĂ¶ĂŸen a la Queens Of The Stone Age, The Smashing Pumpkins und Billy Talent. FĂŒr Ă€therisch wunderbare KlĂ€nge werden Sigur RĂłs und Portishead sorgen, wĂ€hrend die Editors und The National das dunkle Popherz ansprechen. Eher tanzbar ausgelassen wird es bei Paul Kalkbrenner oder den RĂ€mmi DĂ€mmi BrĂŒdern von Deichkind. Es ist sicher wieder fĂŒr jeden etwas dabei und viele der noch nicht so gelĂ€ufigen Namen werden schon in KĂŒrze womöglich in ganz große Dimensionen vorpreschen.
Übrigens gibt es dieses Jahr auf dem GelĂ€nde auch ein Riesenrad, damit man bei allen Attraktionen noch den Überblick behĂ€lt. das wird sicher ein ganz besonderer Ausblick!

Damit man schon einmal einen guten Eindruck bekommt, was einen beim Hurricane (oder dem Southside im SĂŒden) erwartet, gibt es weiter unten eine alphabetische Übersicht mit Bandbeschreibungen aller Bands, oder ihr schaut einfach mal in unserer Bericht mit ausfĂŒhrlichen Fotogalerien vom letzten Jahr.

Das diesjĂ€hrige BĂŒhnenprogramm bietet knapp 100 Bands auf vier BĂŒhnen.


PROGRAMM (bereits bestĂ€tigt fĂŒr 2013):

Rammstein * Queens Of The Stone Age * Arctic Monkeys * Deichkind * Billy Talent * Paul Kalkbrenner * Sigur Rós * Portishead * The Smashing Pumpkins * SKA-P * The Gaslight Anthem * The National * Editors * Two Door Cinema Club * The Hives * Of Monsters And Men * Bloc Party * NOFX * Kasabian * Gogol Bordello * Ben Howard * Jimmy Eat World * Marteria * Parkway Drive * Frittenbude * Alt-J * Max Herre * Left Boy * City And Colour * Macklemore & Ryan Lewis * Shout Out Louds * Frank Turner & The Sleeping Souls * Tegan & Sara * Tyler, The Creator * Darwin Deez * Johnny Borrell & Zazou * Tame Impala * Johnossi * Prinz Pi * Boysetsfire * Danko Jones * Triggerfinger * Archive * Get Well Soon * The Vaccines * The Maccabees * Callejon * Irie Révoltés * Friska Viljor * I Am Kloot * Kashmir * Converge * Steven Wilson * Karnivool * Every Time I Die * The Devil Wears Prada * Kvelertak * Passenger * Turbostaat * Frightened Rabbit * Ron Pope * Miles Kane * Bosnian Rainbows * SDP * The Bouncing Souls * Masters Of Reality * The Kyteman Orchestra * British Sea Power * Torpus & The Art Directors * Deap Vally * Heisskalt * Goldmouth * Malleus * Graffit6 * Kodaline * Hudson Taylor * Fidlar * Arkells * Peace * Mikhael Paskalev * The Stanfields * Me * Swim Deep * Skaters * OK Kid * The Family Rain * Who Killed Frank? (nur Hurricane) * Schmutzki (nur Southside)
White Stage: Modeselektor * Parov Stelar Band * Chase & Status * Netsky (live) * C2C * Gesaffelstein (live) * Breakbot (live) * FM Belfast * Haezer


SPOTIFY:

FĂŒr Spotify-Benutzer existiert ĂŒbrigens eine Playlist zum Hurricane bzw. Southside Festival, diese erreicht ihr HIER!

TICKETS:

Tickets gibt es unter www.hurricane.de und telefonisch unter 0 180 5-853653 (14 ct/min / Mobilfunkpreise können abweichen).
+++ Update: Das Hurricane Festival 2013 ist ausverkauft +++

Zufahrt zum reservierten Wohnmobilparktplatz mit WoMo-Plakette: 25,- € pro Fahrzeug (Update 12.02.2013: ausverkauft!)


GREEN CAMPING:

Die Anmeldung zum GrĂŒner Wohnen 2013 hat geöffnet! Neuerung dieses Jahr: Die Anmeldungen sind personalisiert! Deshalb haltet Eure Ticketnummer bereit, die ihr auf dem Ticket neben/unter dem Strichcode findet. Zur Anmeldung geht es hier entlang: http://www.hurricane.de/de/infos/gruen-rockt/

GELÄNDEPLÄNE:

Infield 2013
Outfield 2013


SONSTIGE INFOS:

Weitere Infos gibt es unter www.hurricane.de bzw. www.southside.de

 


Die Line-up-Updates im Einzelnen:

13.06.2013:

Johnny Borrell & Zazou

06.06.2013:
Modest Mouse mussten leider absagen

04.06.2013:
Bosnian Rainbows (neue Band von The Mars Volta Gitarrist Omar Rodriguez-Lopez)

27.05.2013:
Grouplove mussten leider absagen

08.05.2013:
Kasabian – Torpus & The Art Directors – Deap Vally – Heisskalt – Goldmouth – Malleus


04.04.2013:
leider mĂŒssen Belle & Sebastian ihre Teilnahme absagen

25.03.2013:
Two Door Cinema Club – Get Well Soon – Masters Of Reality – FIDLAR – Peace – Mikhael Paskalev – The Stanfields – Me – The Family Rain – C2C – FM Belfast – HAEZER


18.02.2013:

Portishead – The National – Editors – Max Herre – Modest Mouse – Frank Turner & the sleeping souls – Tegan and Sara – Tyler, the Creator – darwin deez – Tame Impala – Archive – The Vaccines – The Maccabees – Irie RĂ©voltĂ©s – I Am Kloot – Kashmir – Karnivool – Kvelertak – Frightened Rabbit – Ron Pope – Miles Kane – Grouplove – British Sea Power – Graffiti6 – Kodaline – Hudson Taylor – Arkells – Who Killed Frank?

White Stage:
Chase & Status – Netsky


14.01.2013:

Billy Talent, Paul Kalkbrenner, The Smashing Pumpkins, Bloc Party, Gogol Bordello, Ben Howard, Jimmy Eat World, Parkway Drive, Converge, Alt-J, Shout Out Louds, Johnossi, Steven Wilson, Passenger, SDP, Swim Deep, Skaters, OK Kid.

White Stage:
Modeselektor, Parov Stelar Band, Breakbot live


27.11.2012:

Arctic Monkeys * Deichkind * Sigur RĂłs * SKA-P * The Gaslight Anthem * The Hives * Of Monsters And Men * Belle & Sebastian * Marteria * Left Boy * City And Colour * Prinz Pi * Boysetsfire * Danko Jones * Callejon * Friska Viljor * Every Time I Die * The Devil Wears Prada * Turbostaat * The Bouncing Souls

White Stage:
Gesaffelstein live


21.09.2012:

Rammstein, Queens Of The Stone Age, NOFX, Friitenbude, Macklemore & Ryan Lewis, Triggerfinger, Kyteman Orchestra

 


BAND KURZINFOS (in alphabetischer Reihenfolge):

Alt-J
Sie sind ein PhĂ€nomen, sie sind die Durchstarter des vergangenen Jahres, die neuen Meister des schlauen Wohlklangs, die GipfelstĂŒrmer des Understatement-Pop und die Eroberer tausender Herzen. Alt-J machen elektronische Folkmusik und verbinden so ihre Liebe zu Computern mit ihrer Liebe zur Musik. Ihre Musik besticht durch eine so vielseitige Kombination aus Samples, Synthesizern und Soundschnipsel, dass man auch beim dritten Hinhören noch nicht jedes fein gesetzte Highlight erkennen kann. Getragen werden die maschinellen Klanggebilde von zarten Akustikgitarren, A-Capella-GesĂ€ngen, vertrĂ€umten Melodien und der wunderbar zerbrechlichen Stimme von LeadsĂ€nger Joe Newman. Man geht nichts ahnend auf ein Alt-J-Konzert und kommt gelĂ€utert wieder zurĂŒck, und zwar mit der Einsicht, dass die Welt doch ein ganz schöner Ort ist.

Archive
Zwischen Genie und Wahnsinn liegt nur ein schmaler Grad. Oder sollte man lieber sagen: Man muss doch wahnsinnig sein, um die GenialitĂ€t der britischen Archive nicht zu erkennen? 1994 gegrĂŒndet, um sich seitdem stĂ€ndig neu zu erfinden. Beeinflusst von House und Trip-Hop ist es bei Archive nichts außergewöhnliches, dass man Elemente aus Indie, Progressive-Rock, Pop oder auch Avantgarde einfließen lĂ€sst. So weit so gut, kann man sagen. Aber wie selbstverstĂ€ndlich diese Verbindung bei Archive geschieht ist eben einfach genial. Live steht man dann gerne auch schon mal mit mehr als 10 Musikern auf der BĂŒhne und entfaltet einen Klangkosmos, der das Beste aus allen Welten heraus holt. Wer Archive auf Platte schon ganz gut findet, der wird live aber so was von fasziniert sein. Wahnsinnig genial eben.

Arctic Monkeys
Ohne Plattenfirma und ohne irgendwelche Marketingmaßnahmen, sondern allein durch den Austausch von Demosongs im Netz haben sich die Arctic Monkeys aus Sheffield eine riesige Fangemeinde erobert. Die Band fĂŒllte mit ihrem Indie-Rock Stadien, bevor ihre erste CD ĂŒberhaupt erschienen war. Das DebĂŒtalbum, mit dem schönen Titel "Whatever People Say I Am, ThatÂŽs What IÂŽm Not", war dann das schnellstverkaufte Album in der englischen Musikgeschichte. Es folgten drei weitere gefeierte Nachfolger, letzteres hieß “Suck It and See“ unter dessen Namen sie 2011/2012 auf große Welttournee gingen und unter anderem auch bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele einen legendĂ€ren Auftritt hinlegten. Nun kommen die RekordjĂ€ger, die nicht nur den Brit Award sondern auch alle anderen erdenklichen Preise abgerĂ€umt haben, zurĂŒck nach Deutschland. Wir freuen uns sehr ĂŒber die Zusage einer der besten britischen Bands der letzten Jahre.

Arkells
Das FĂŒnfer-Gespann aus Kanada bringt eine gehörige Portion Leben auf die BĂŒhne und jeder von ihnen lebt das, was er dort oben tut. Es wird gesprungen, gehĂŒpft und dieser Funke springt unweigerlich auf das Publikum ĂŒber. Arkells haben Spaß und machen Spaß. Kein Wunder, denn das Motto der Band lautet bekanntlich: „TOURING always.“ Und das merkt man auch. Jemand beschrieb die Band einmal als „die gedopten Kooks“, und das ist gar nicht so weit hergeholt. Im Herbst waren Arkells als Support von Billy Talent auf Tour und selten wurde eine Vorband so gefeiert. Kein Grund jetzt damit aufzuhören.

Ben Howard
Er betourt die Welt mit seiner Stimme, seiner Gitarre und ein paar Freunden, die ihm musikalisch zur Seite stehen. Ben Howard erobert dabei nicht nur Damenherzen, sondern tritt einen Siegszug an, getragen von wundervollen Songs, großartigen Melodien und Fans, die ihm ĂŒberall hin nachreisen wĂŒrden. Seit er bei Island Records unter Vertrag ist, nachdem das Label auf ihn aufmerksam wurde weil Ben Howards Konzerte in Großbritannien immer bereits Monate im Voraus ausverkauft waren, kann er richtig durchstarten. Man muss sich auf Songs gefasst machen, die von Herzen kommen und auch dorthin zurĂŒckkehren.

Billy Talent
Der Sound von Billy Talent verbindet unĂŒberhörbar den 70er Rock mit dem FrĂŒhneunziger Grunge, der das Quartett aus den VorstĂ€dten Torontos inspirierte und auf den Weg zur charttoppenden Band der 00er brachte. Das und ihre Mission, immer alles zu geben, immer einen Feuersturm auf der BĂŒhne zu entfesseln und jedes Konzert zum einzigartigen Erlebnis zu machen, treibt die vier Kanadier voran und mittlerweile durch eine mehr als 20-jĂ€hrige Karriere. Die Mission war erfolgreich. Billy Talent klangen nie so emotional und nie so lebendig wie heute. Und sie waren nie bereiter, ihre Rolle als transkontinentale Rockstars zu erfĂŒllen als jetzt. Man kann auf Hit-Schreiber wie sie heutzutage nicht verzichten, Leute, die uns zeigen, worum es in erster Linie geht. Um den Song, um das Konzert, um die Musik an sich.

Bloc Party
Lange ist es ruhig gewesen um das Quartett aus London. Eine zu lange Zeit fĂŒr Fans und Liebhaber von pfiffigem, tanzbarem Indie mit viel Herz. TrennungsgerĂŒchte hier, Kele Okerekes SoloausflĂŒge dort und dann: ZACK – das neue Album „Four“, direkt in die Herzen des Musikfans! Da war klar: Bloc Party sind noch immer spitze. Sie haben den Mut sich neu zu erfinden, sind bereit anzuecken und mutig genug mit eigenen Konventionen zu brechen. Noch dazu sind Bloc Party live noch immer eine Macht, haben Spaß an dem was sie tun und man möchte die Vier einfach nur umarmen. Der Indie-Adel ist zurĂŒck auf der BĂŒhne, sie haben die Gitarren geladen und zielen direkt aufs Herz.

Boysetsfire
Boysetsfire standen mehr als einmal am Abgrund, die TrĂŒmmer des eigenen Schaffens vor Augen. „Der ein oder andere von uns hat schon darĂŒber nachgedacht, die Band zu verlassen“, sagt SĂ€nger Nathan Gray einst. Doch was sie in HĂ€nden hielten, war keine Asche. Was sie in HĂ€nden hielten, waren drei bemerkenswerte Alben, mehrere Hundert aufregende Konzerte, eine immens treue und begeisterungsfĂ€hige Fanschar. Kurzum: Boysetsfire hatten den Status einer der wichtigsten Hardcore-Bands, die dieser nette kleine Planet zur Zeit beherbergt. Und daran konnten alle Probleme, und schienen sie der Band auch noch so groß, nichts Ă€ndern. Boysetsfire waren schon immer jenseits des Tellerrands zu Hause. Hier war fĂŒr Metalriffs genauso Platz wie fĂŒr Hardcore-Grooves, reihte sich punkiges Gebretter neben kragenpackenden Rock-Elemente. Und wer strahlend-eingĂ€ngige Melodien mit Pop und Verrat an der guten Sache gleichsetzt, soll weiter in seinem Kleingeist-GewĂ€chshaus Dogmen zĂŒchten – Boysetsfire sind grĂ¶ĂŸer als all das!

Breakbot Live
Der französische DJ und Produzent Thibaut Berland wurde 2009 in höhere SphĂ€ren berufen, als er beim Kultlabel Ed Banger Records einen Vertrag unterschrieb. Vielleicht half ihm dabei, dass seine Remixe und Songs Teil des Soundtracks fĂŒr das Videospiel Gran Turismo 5 waren. Die GrĂŒnde sind ja eigentlich auch zweitrangig, wichtiger ist, was dabei raus kommt. Remixen durfte er bereits GrĂ¶ĂŸen wie Air, Röyksopp oder Digitalism. Mit seinem eigenen Sound aus Funk, French House und Synthpop hatte er mit „Baby I’m yours“ den Sommerhit 2010 in Frankreich. Jetzt kommt er auf unsere White Stage und blĂ€st dort den Sound zum Sommer aus den Boxen.

British Sea Power
In UK sind sie lĂ€ngst ĂŒber den Status des Geheimtipps hinweg und feiern Charterfolge und werden mit GrĂ¶ĂŸen wie Pixies oder Arcade Fire verglichen. Bei uns ist die „Britisch Sea Power“ nun auch ĂŒbergeschwappt und werden auch hier in den höchsten Tönen gefeiert fĂŒr ihren abwechslungsreichen Indie und ihre hervorragenden Live-QualitĂ€ten. Mit dem 2013 erscheinenden Album „Machineries Of Joy“ werden sie ohne Frage wieder an ihren bisherigen Weg anknĂŒpfen: große Songs, intelligente Texte und ein Sound, der Fans von Joy Division bis Pulp anspricht. Ein Geheimtipp wird diese Band in Deutschland wohl nicht mehr lange bleiben.

C2C
Das DJ-Kollektiv aus Nantes ist eine große Nummer und bislang trotzdem nur Eingeweihten ein Begriff. Sie mischen HipHop-Beats, Elektro-Blends, Soul, Bluegrass, Blues und weitere Genres, die gerne auf der Platte und bei den famosen Live-Auftritten entdeckt werden. C2C sind nicht nur unschlagbare Meister an den Plattentellern, sie zeichnen sich vor allem durch ihre ĂŒberragende MusikalitĂ€t und eine umwerfende und genresprengende Performance auf der BĂŒhne aus. Nicht verpassen!

Callejon
Wenn man das Wort „Callejon“ ausspricht, hat man so ungefĂ€hr einen Eindruck davon, wie der FĂŒnfer aus DĂŒsseldorf so klingt. Da werden keinen Gefangenen gemacht: dicke Gitarren, ne Menge Metal und -core, und Gebölke gepaart mit Melodien, dass einem das Herz aufgeht. Das besondere daran: Das geht bei Callejon auch auf Deutsch! Und so prĂŒgelt sich die Combo durch allerlei dunkle Metal-Lyrik und macht auch vor Zombies nicht halt. Lasst Euch den Karneval der HĂ€rte nicht entgehen!

Chase & Status
Saul Milton (Chase) und Will Kennard (Status) starteten 2003 als Dub-Step Duo in Manchester. Jetzt, 10 Jahre spĂ€ter, können sie auf viele namhafte Kollaborationen mit Stars wie Rihanna, White Lies oder Dizzee Rascal und unglaublich viele Charterfolge in UK zurĂŒckblicken. Kein Wunder, denn der Sound von Chase & Status scheint immer genau den Nerv der Zeit zu treffen. Breakbeat, Drum and Bass, Dub-Step: Chase & Status knallen vor allem live aus allen Rohren. Dabei werden sie von MC Rage und Andy Gangadeen als Band unterstĂŒtzt. 2013 kann man auch mit ihrem neuen Album rechnen, das vom Grundsound etwas dĂŒsterer ausfallen soll. Chase & Status bleiben also nicht auf der Stelle stehen, sondern arbeiten weiter daran, einer der besten elektronischen Acts dieses Planeten zu sein.

City and Colour
Wenn man sich so anhört, wie der Sound von Dallas Greens’ ehemaliger Band Alexisonfire klingt, hĂ€tte man nicht unbedingt gedacht, dass er auch so leise und gefĂŒhlvoll sein kann. Schon bei seiner vormaligen Band fiel Dallas’ sanftes, markantes Timbre auf und noch zu Zeiten von Alexisonfire veröffentlichte er zwei Alben seines Soloprojekts, welche ebenso hinreißend waren wie das aktuelle Werk „Little Hell“, das nicht nur im Gegensatz zu den VorgĂ€ngern mit einer kompletten Band aufwartet, sondern auch starke Country- und FolkeinflĂŒsse an den Tag legt. Den Besucher erwartet ein Konzerterlebnis voller wundervoller Melodien, intimen und gefĂŒhlvollen Geschichten und einem Dallas Green, der eher der beste Freund aus der Kindheit ist, als der große Musiker auf der BĂŒhne.

Converge
Es war das Jahr 2001, als eine Hardcore-Truppe aus Boston ein Album Namens „Jane Doe“ veröffentlichte. Diese Truppe war Converge und die Hardcore-Welt danach um einen Meilenstein reicher. Seitdem gehören die Mannen um Fronter Jacob Bannon zur Elite des New-School-Hardcores. Mit ihrem Stil aus Vertracktheit, Blastbeats und Experimentierfreude sind Converge ihrer Zeit scheinbar immer einen Schritt voraus und beziehen doch so viel aus den alten Werten des Hardcores und Punks. Eines steht dabei ganz oben auf dem Zettel: Energie! Auf Platte aber vor allem auch live brennen Converge ein Feuerwerk ab, das jede Silvesterrakete wie ein PiepmĂ€nnchen aussehen lĂ€sst. Ihr aktuelles Album „All We Love We Leave Behind“ wird von Fans und Kritikern als ihr bestes seit „Jane Doe“ gefeiert und zeigt warum Converge fĂŒr Hardcore-, Punk- und Metal-Fans auf die absolute Must-See-Live-Liste gehört.

Danko Jones
“RockÂŽnÂŽRoll is Black and Blue”, so lautet das aktuelle Album von Danko Jones, das 2012 erschienen ist und genau das beschreibt, was die Band ausmacht. Sie verkörpern den RockÂŽnÂŽRoll-Style in allen Spielarten, in allen Varianten, in allen Tonarten, in allen Lagen, immer auf oberster Schiene und dabei ist die BĂŒhne das Wohnzimmer des Trios aus Kanada. Hier rollen die Riffs mit der vollen Power eines D-Zugs, trommelt sich einer allabendlich durch einen Granitsteinbruch und pluckert der Bass mit der ZuverlĂ€ssigkeit der Braunschweiger Atomuhr durch die kurzen, rohen Songs. Daneben steht völlig abgeklĂ€rt der Frontmann, singt sich die Galle aus dem Leib und flirtet gleichzeitig mit allen anwesenden Frauen, bis alle in Schweiß geraten. Ein Konzert von Danko Jones ist Rock’n’Roll wie er sein soll: dreckig, laut, tanzbar, frech und direkt.

Darwin Deez
Mit frischem Album im GepĂ€ck spielt sich Darwin Deez wieder einmal in die Herzen der Indiegemeinschaft. Der liebenswerte Chaot unter den Musikern fĂ€llt nicht nur durch seine fashion Locken, hochgesteckt mit einem hippen Glitzerstirnband, auf, sondern macht auch erfrischende Indie-Folk-Musik, die einen automatisch mitwippen lĂ€sst. Er ist ein musikalisches Genie, der in Eigenregie an seinen Werken bastelt. Nur beim Mixen ging ihm der Londoner Charlie Andrew zur Hand. Die TanzflĂ€che ist also frei fĂŒr frischen unbefangenen Sound von Darwin Deez.

Deichkind
Sehr geehrte Damen und Herren, bitte schnallen Sie sich an: Deichkind sind zu Gast! Der Wahnsinn hĂ€lt Einzug auf die BĂŒhne unseres Festivals und jeder weiß, dass nach dieser Show nichts mehr so sein wird wie vorher. Deichkind sind wie ein fahrender Zirkus, der eine Kleinstadt besucht und alle Bewohner mit Konfetti beschmeißt. Gepaart mit fetten Beats wird man rausgerissen aus dem Alltag und reingezogen in den Deichkind-Kosmos. Party, Remmi Demmi und immer ein bisschen Anarchie herrschen fĂŒr diese Zeit und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Kein Wunder, dass sich die Band vom Geheimtipp zum absoluten Festivalliebling hochgebĂŒckt hat. Wer sich nach dem Gig zwei Stunden spĂ€ter noch dabei erwischt, mit einem Grinsen im Gesicht ĂŒber den Zeltplatz zu tanzen, der sollte sich also nicht wundern. Deichkind waren zu Gast!

Editors
Schon unglaublich, dass sich Editors erst 2003 grĂŒndetet. Eigentlich sind sie doch irgendwie schon immer da gewesen. Vielleicht liegt dieses GefĂŒhl daran, dass sie kurz nach GrĂŒndung gleich an der Spitze des Post-Punk-Revivals vorangingen. Das macht große Bands aus! Obwohl die Band aus Birmingham oft mit anderen Bands verglichen wurde, hat es der FĂŒnfer doch geschafft seine ganz eigene Duftmarke zu setzen. Hits wie „Munich“ oder „Papillon“ stehen ebenso fĂŒr ganz großes Kino, wie eben auch ihre Alben als Gesamtwerke. Seit einigen Jahren wartet die Musikwelt jetzt schon auf einen neuen Longplayer der Truppe um Fronter Tom Smith. FĂŒr 2013 ist ein neues Album aber angekĂŒndigt Trotzdem kann man sich mit den Ă€lteren Editors-Outputs so lange vergnĂŒgen, eben weil sie so verdammt zeitlos sind. Und ĂŒber die Live-QualitĂ€ten und die ganz besondere Stimmung wĂ€hrend eines Editors-Gigs muss man eigentlich auch kein Wort mehr verlieren.

Every Time I Die
Wer zum ersten Mal Every Time I Die hört und/oder sieht, kann es meistens nicht so recht glauben was da passiert. Man wird einfach von einer wĂŒtenden Dampfwalze aus Staccato-Gitarren ĂŒberrollt, befeuert mit unfassbar ausgeklĂŒgelten Rhytmen und Breaks, zischend und dampfend von der Stimme Keith Buckleys, der sich sowohl die Stimme aus dem Hals schreit um danach das wohtuende Serum seines butterzarten Timbres ins Gehör des Zuschauers zu tröpfeln. Man hört ein bisschen Botch hier und ein wenig He Is Legend dort, verfeinert mit einer Schaufel Southern Rock fĂŒr die Sexyness. Du magst harte Musik mit Herz und Köpfchen? Das hier ist Deine Band!

Fidlar
Fidlar bringen den Rock ‚n‘ Roll zurĂŒck. War er denn jemals weg, werden sich einige jetzt fragen – die Antwort darauf jedoch wird sich jedem offenbaren, der sich den Sound der vier Jungs zu GemĂŒte gefĂŒhrt hat: Ja, er war weg. Umso schöner, dass uns Fidlar mit ihrer Mischung aus 60s Rock, Surf- und Punk daran erinnern, was uns eigentlich gefehlt hat. So klingen die neuen Wilden, die sich der guten Dinge der Musikvergangeheit bedienen und das Ganze so unbeschwert und ungeschönt in die Ohren pusten. Schön, dass Du wieder da bist, Rock ‚n‘ Roll.

FM Belfast
Da muss was im Wasser sein in diesem mysteriös-verschrobenen Island. FM Belfast sind ein weiteres musikalisches Kollektiv, welches sich durch seine Liebe zu unkonventionellen Sounds, strangen Beats und wunderschönen Melodien auszeichnet. Wie viele Leute bei FM Belfast auf der BĂŒhne stehen hĂ€ngt ĂŒbrigens davon ab, wer gerade Zeit hat. Diese Ungezwungenheit zieht sich wie ein Roter Faden durch Ihre Songs. Obwohl an allen Ecken und Kanten eine gewisse Grundmelancholie durchscheint, so lĂ€dt der Synthiepop doch unverhohlen zum Tanzen, TrĂ€umen und Feiern ein.

Frank Turner & The Sleeping Souls
Er ist einfach einer der Besten! Selten hat man solch einen sympathischen, unermĂŒdlichen Kumpeltyp auf der BĂŒhne stehen sehen, der mit einer ihm typischen zusammen-Pferde-stehlen-AttitĂŒde Songs zum Besten gibt, die vor schlau pointierten Texten und unwiderstehlichen Melodien nur so strotzen. Immer mit im GepĂ€ck hat er seine Kumpels von den Sleeping Souls, die fĂŒr die Extraportion RĂŒckenwind sorgen. Die Songs wirken noch grĂ¶ĂŸer als sie eh schon sind, das Erlebnis noch intensiver und man fĂŒhlt sich wie im Wohnzimmer von guten Freunden.

Frightened Rabbit
Aus Schottland kommt ja nicht selten eher schwermĂŒtige Musik. Klar, das wechselhafte Wetter, die harsche Landschaft und das Temperament der Schotten sorgen im Zusammenhang fĂŒr eher traurige Töne. Das ist auch bei Frightened Rabbit nicht ganz anders. Allerdings ist es eben diese Melancholie, die die folkigen Songs des Glasgower Quartetts so unfassbar schön, so fragil und so unendlich herzergreifend machen. Die Musik der Schotten ist eher wie ein Abend am Kaminfeuer, wie ein Pint mit Freunden im Pub um die Ecke oder wie die Nase in den Seewind halten.

Friska Viljor
Als sich Joakim Sveningsson und Daniel Johansson 2005 trunkend und von Herzschmerz getrieben ins Studio begaben, hatte niemand, und schon gar nicht die beiden damit gerechnet, dass so etwas Gutes im Suff dabei herauskommt. Von dem Ergebnis begeistert entschlossen sich die beiden fortan nicht mehr nĂŒchtern Lieder zu schreiben. So entstand Friska Viljor, eine Band die nun bereits auf vier Alben zurĂŒckblicken und die mit ihrem unverschĂ€mt euphorischen Indie-Pop ihr Publikum in den Bann zieht. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Melancholie und mitreißender Lebensfreude gehören Friska Viljor mit zu den besten Livebands und Schwedens besten Musik-Export seit Roxette. Und völlig zu Recht werden von Tour zu Tour die Clubs immer grĂ¶ĂŸer und voller und der Fankreis der Band wĂ€chst und wĂ€chst. Im Sommer werden sie ihren Siegszug durch die Festivalsaison fortsetzen.

Frittenbude
„Wir sind die Clowns im Circus des Lebens“, besser kann eine Textzeile die Band Frittenbude eigentlich nicht beschreiben. Ihre Songs sind eine Portion aus Aggression, Anarchie und Selbstzerstörung wie sie das Hamburger Label Audiolith beschreibt. Ihr zuletzt erschienenes Album „Delfinarium“ ist schlau, stylish, und anstrengend. Keine introvertierte Adoleszenz aus dem vom Monitor spĂ€rlich erleuchteten KĂ€mmerlein, sondern Songs die etwas zu sagen haben. So funktionieren Martin, Johannes und Jakob, die eigentlich alle auf verschiedene Musikgenres abfahren, aber dennoch einen gemeinsamen Nenner gefunden haben, der sich Elektropunk nennt. Songs die durch die Decke gehen, ein Sound der Anarchie verbreitet – willkommen in der Frittenbude!

Gesaffelstein live
Wer von SzenegrĂ¶ĂŸen wie Boys Noize, Erol Alkan oder Busy P als das „nĂ€chste große Ding“ gepriesen wird, muss Eindruck hinterlassen haben. Der französische Elektro-KĂŒnstler Mike Levy aka Gesaffelstein hat das in der Tat. Das kann vor allem an seinem hohen kĂŒnstlerischen Anspruch liegen, den er all seinen Tracks auferlegt. Bei Gesaffelstein geht es nicht um einfache Party-Tracks oder den Soundtrack zum Anbaggern des Tanznachbarn – seine StĂŒcke sind anspruchsvolle Gebilde voller AtmosphĂ€re und Epik. Durch die prĂ€zisen Beats und weiten Texturen wird Gesaffelstein vor allem live zu einem Erlebnis, das nachhaltig auf Kopf und Körper wirkt. Unbedingt drauf einlassen!

Get Well Soon
Eigentlich ist Konstantin Gropper ja klassisch ausgebildeter Instrumentalist an Klavier, Cello, Schlagzeug und Gitarre. Trotz dass man den Songs seiner Band Get Well Soon dieses Erbe in gewisser Weise anhört, so ist der restliche musikalische Werdegang doch recht „unklassisch“. Gropper hatte immer schon seinen eigenen Kopf und das hört man den wundervoll verschrobenen Folkpop-Songs auch an. Get Well Soon verstehen es nach wie vor durch Einsatz unĂŒblicher Instrumente, hervorragender Kompositionen und Ohrwurm-Melodien zu begeistern. Und Herr Gropper wird sicherlich dafĂŒr sorgen, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Gogol Bordello
Am Anfang gab es nur mich und die Gitarre, dann war es plötzlich ein Trio und nun sind wir immerhin 9 Musiker. Es kam mir immer so vor, als wĂŒrde alle 8 oder 9 Monate jemand dazukommen. So fĂŒhlte sich laut des SĂ€ngers Eugene HĂŒtz im Interview mit Benzol Hanau der Anfang von seiner Band Gogol Bordello an. Die gemischte Truppe setzt sich mittlerweile mit Musikern aus allen Teilen der Welt zusammen. Sie produzieren einen vollkommen neuen Sound, einige bezeichnen es als Zigeunerpunk mit einem Mix aus Reggae und Rock’n’Roll bis hin zu spanischen Flamenco-EinflĂŒssen und slawischen KlĂ€ngen. Diese wilde Mischung und ihr einzigartiger Stil werden mit Erfolg gekrönt. Vor allem die Liveauftritte sind jedes Mal ein neues Highlight. Mit einem Mosaik aus Instrumenten, Pyrotechnik und menschlichen und tierischen Artisten, faszinieren sie immer wieder ihre Fans.

Graffiti6
Sie sind groovy, haben die Melodien, die einen kriegen, SĂ€nger Jamie Scott hat den Soul in seiner Stimme und Producer Tommy „D“ Danvers hat die Beats, die einen auf die TanzflĂ€che zerren. Zusammen ergibt das den WohlfĂŒl-Mix von Graffiti6. Da klingt kurz Gnarls Barkley durch, der Soul der 70er und die vertrĂ€umte Good Life-AttitĂŒde von sonnigen Tagen am kalifornischen Strand mit einem Eis in der Hand. Und das obwohl Scott und Danvers aus dem sonst so regnerischen London stammen. Wer so viel sonnige AtmosphĂ€re in Songs pressen kann, der schafft das auch live – versprochen!

Grouplove
Wenn eine Band aus Los Angeles kommt, ja, dann ist man immer hellhöriger, als wenn sie aus Bad Salzuflen kommt (no pun intended!). Wenn diese LA-Band dann aber auch noch gleich mit ihrem DebĂŒtalbum die Modern-Rock-Charts in den USA stĂŒrmt und spontan von Florence and The Machine auf Tour mitgenommen wird, dann wird es richtig interessant. So sind wir also bei Grouplove, einer dieser aufgrenden neuen Bands, die mit ihrem Indie-Sound direkt ins Herz zielen. Ein wenig Arcade Fire hier, ein bisschen Modest Mouse da und die Hitrakete ist gezĂŒndet. Es ist wirklich fantastisch mit was fĂŒr großartigen Melodien und Rhythmen die fĂŒnfköpfige Band uns da den Kopf verdreht. Wenn Hannah Cooper und Christian Zucconi ihren Wechselgesang anstimmen, ist jede Hilfe zu spĂ€t und man verfĂ€llt der Grouplove.

Haezer
Dicke Beats, fieser Bass und sĂ€gende Synthies, alles vermischt zu einer extatischen Mixtur aus House, Techno und Post-Dubstep. Der DJ aus SĂŒdafrika weiß wie man die Menge mitreißt, sie in ihrem eigenen Schweiß ertrĂ€nkt und glĂŒcklich zurĂŒcklĂ€sst nach getaner Arbeit. Das dachte sich wohl auch Steve Aoki, der Heazer kurzerhand auf sein Label Dim Mak holte. Eins ist sicher: Die White Stage wird kochen!

Hudson Taylor
Die VorzĂŒge des 21. Jahrhunderts: Tolle Bands werden auch ohne Plattenvertrag bekannt und erobern mit ihrer Musik durch das Internet die Herzen der Welt. So auch im Falle der beiden BrĂŒder Harry und Alfie, die als Hudson Taylor mit folkigen Singer- Songwriter-Songs auf YouTube durchstarteten. Mittlerweile haben die beiden zwei EPs veröffentlicht, die in der Musikpresse durchweg gelobt wurden. Mal melancholisch, mal zuckersĂŒĂŸ: Die Songs von Hudson Taylor sprĂŒhen nur so vor Melodien, die so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ein klarer Geheimtipp fĂŒr Fans von Bands wie Mumford & Sons, Passenger oder Avett Brothers.

I Am Kloot
Sie sind wahrlich eine der hervorragendsten klassischen britischen Bands unserer Zeit, die inzwischen mehr als eine Generation von Musikern geprĂ€gt hat. Gitarrist und SĂ€nger John Bramwell, Bassist Peter Jobson und Schlagzeuger Andrew Hargreaves machen einfach, das muss man neidlos anerkennen, nur großartige Musik. Das exorbitante kreative Potential des Texters und Komponisten Bramwell setzen seine Mitspieler kongenial um. Dabei ist es egal, ob I Am Kloot in kleiner Besetzung spielen oder sich ein Orchester ins Studio holen: Stets bleibt es ihr typischer Sound. Auf der BĂŒhne wirkt die Musik noch magischer, noch dichter, noch direkter. Meine Damen und Herren, werfen Sie sich in Schale – Großbritannien ist zu Gast!

Irie Révoltés
Die neunköpfige Combo kann man in musikalische Schubladen stecken, wenn man gerne will: Dancehall, Ska, Reggae, Punk, HipHop – mit all dem könnte man sie belabeln. Das Ding dabei ist, dass die Mischung aus allem, gepaart mit dem bandeigenen Flavor viel mehr ergibt. Irie RĂ©voltĂ©s produzieren lebendige Musik, die sich nicht anpasst. Mal gerappt, mal gesungen, mal französisch, mal deutsch, aber immer laut und erreichbar. Sie schaffen es, brisante Themen mit positiver Energie zu verbreiten und somit Motivation zu schaffen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Und wenn eine Band ĂŒber Engagement, Bewegung und Zusammenhalt singen darf, dann genau diese. Irie RĂ©voltĂ©s (ĂŒbersetzt: Fröhliche AufstĂ€ndische) sind eine Band, deren BĂŒhnenprĂ€senz man sich kaum zu entziehen vermag.

Jimmy Eat World
Allein schon weil Jimmy Eat World 2013 Ihr 20-jĂ€hriges BandjubilĂ€um feiern, ist die Kapelle um SĂ€nger und Gitarrist Jim Adkins ein Muss dieses Festivalsommers! Wann hat eine Band das letzte mal so mitgerissen, haben sich Melodien so tief in Ohr und Herz gefressen, haben Alben so viel Zerbrechlichkeit und gleichzeitig den Mut zu kĂ€mpfen in die graue Alltagswelt gebracht wie bei den vier Amerikanern aus Arizona? Neun Alben und zwanzig Jahre spĂ€ter sind Jimmy Eat World noch immer nicht mĂŒde die BĂŒhnen dieser Welt zu entern und das Publikum mit dröhnenden Gitarren, zauberhaften Melodien und ganz viel Wir-GefĂŒhl zu vereinen.

Johnossi
John + Ossi = Johnossi. Einfache Rechnung. John singt und spielt Akustikgitarre, Ossi bedient das Schlagzeug und singt ab und an. Zwei Typen, eine Gitarre, ein Schlagzeug – alles schön unkompliziert. So könnte auch das Rezept fĂŒr die Songs lauten. EingĂ€ngige Melodien und Refrains, rauchiger, kraftvoller Gesang und eine gehörige Portion krachige R’n’R-Gitarren verschmelzen zu einem wuchtigen Klanginferno. Das Neuste noch unbetitelte Album der beiden Schweden wird 2013 erscheinen und dann können wir uns auch auf eine ordentliche Ladung Schwedenfeuer auf der FestivalbĂŒhne freuen.

Karnivool
Da hat eine Band, eine sehr gute noch dazu, den eigenen Weg gefunden und beschritten. Ohne Kompromisse, ohne EinschrĂ€nkungen, aber dafĂŒr mit großer musikalischer PrĂ€zision und einem ausgeprĂ€gten GefĂŒhl fĂŒr Sound spielen Karnivool ihren virtuosen Progrock zwischen Bombast und Experiment. Die Produktion ist außerordentlich ausgefuchst, und dazu kommt die fantastische Stimme von Ian Kenny, die ziemlich fĂŒr sich alleine steht. So klingt Heavy heute. Das ist die Zukunft des Gitarrenrock. So wird die Welt nur durch Riffs zum Einsturz gebracht. So gefĂŒhlvoll muss ein SĂ€nger akzentuieren können, wenn er wirklich aggressiv sein will. So klingen Refrains, die sich ins Hirn bohren. So klingen Karnivool.

Kashmir
Okay, jetzt mal kurz staunen: Nummer 1 Alben in ihrer Heimat DĂ€nemark, Duette mit den Legenden Lou Reed und David Bowie und immer wieder Vergleiche mit den frĂŒhen Radiohead. All das können sich Kashmir auf die Fahnen schreiben. Die Indie-Band aus Frederiksberg kann dabei auch schon auf eine ĂŒber 20-jĂ€hrige Bandgeschichte zurĂŒck gucken. Trotzdem schaffen es die vier Mannen einen zeitlosen Sound zu produzieren, der sowohl auf den Punkt kommt, als auch den Songs jede Menge Raum zur Entfaltung gibt. In diesem Jahr wird das neue Album erscheinen und die dazu gehörigen Songs werden Kashmir natĂŒrlich auch bei uns prĂ€sentieren.

Kodaline
Die Iren wissen genau, welche Saiten man zupfen muss, um große GefĂŒhle entstehen zu lassen. Musikalisch sind AnklĂ€nge an die frĂŒheren und besseren Coldplay durchaus Absicht, aber nicht alles. Die DebĂŒtplatte „In A Perfect World“, wurde von Steve Harris produziert, der auch schon U2 unter seinen Fittichen hatte. Wobei nebenbei auch die Geschichte von Kodaline nicht uninteressant ist: Unter dem Namen 21 Demands kam das Quartett (damals noch mit einem anderen Bassisten) in einer irischen Casting-Show auf Platz zwei und war im Anschluss die erste Band, die nur aufgrund von Downloads auf Platz eins der Charts stieg. Nach dem Bassistenwechsel neu gegrĂŒndet, war „All I Want“ gleich der erste große Erfolg und fĂŒhrte direkt auf den Soundtrack von „Grey’s Anatonmy“ und die nicht ganz unwichtige BBC-Liste Sound of 2013. So eine beeindruckende Vorgeschichte macht natĂŒrlich Lust auf mehr.

Kvelertak
Zwei wichtige musikalische Verdienste Norwegens waren ironisch-schweinerockiger Hardcore-Punk wie bei Turbonegro und natĂŒrlich Black Metal. Kvelertak vereinen beides und finden das ideale MischverhĂ€ltnis. Derart catchy und abwechslungsreich ist das Ergebnis ausgefallen, dass das selbstbetitelte und von Kurt Ballou (Converge) produzierte DebĂŒt von Kvelertak ĂŒber den Status eines Geheimtipps lĂ€ngst hinausgekommen ist und Fans aus diversen Lagern der harten Gitarrenmusik unter einem Banner vereint. Die RĂ€der stehen bei dem norwegischen Sextett (allein drei Gitarren!) seitdem nicht mehr still. In diesem Jahr erscheint ihr neuestes Machwerk „Meir“ und Vorboten verkĂŒnden schon ein eine geballte Ladung Riffs, Power und Nackenbrecher. Up the hornz!

Left Boy
Im Internet ist er bereits ein gefeierter Star. Die Rede ist von Ferdinand Sarnitz, der sich unter dem Namen Left Boy derzeit in der Musikwelt einen Namen macht. Sein erstes Video zum Song ‚Jack Sparrow‘, das im Juni 2011 auf Youtube erschien, wurde bereits ĂŒber 1,5 Millionen mal angeklickt. Mit dem Song ‚Outro‘ schaffte der junge New Yorker auf Anhieb den Sprung in die Top 50 der ‚most favorite Videoreleases‘ bei Youtube. Die Musik des 23jĂ€hrigen Rappers bewegt sich irgendwo zwischen Electro, Dubstep, Rap und Pop. Dabei schreibt, komponiert und produziert der studierte Tontechniker seine Songs alle selbst. Die aktuelle EP ‚Guns, Bitches, Weed‘ die Left Boy in seiner Wahlheimat New York produzierte, bietet der KĂŒnstler seinen Fans zum freien Download an. AuffĂ€llig sind dabei vor allem seine diversen HipHop und Elektro Samples von Pop-Klassikern wie dem ‚Sweet Dreams‘ von Eurythmics oder ‚A Thousand Miles‘ von Vanessa Carlton.

Macklemore & Ryan Lewis
Macklemore ist anders als die anderen. Als Rapper ist er unangefochten groß. Aber er gehört beispielsweise zu den wenigen Vertretern seines Genres die zugeben, dass Marihuana und andere Drogen sie unproduktiv gemacht haben. Er feiert alle Jahre eine Pizza-Party fĂŒr seine Fans, in denen sie selbst ihre KreativitĂ€t unter Beweis stellen mĂŒssen, und auf denen er natĂŒrlich auftritt. Nicht umsonst setzt er seinen Produzenten Ryan Lewis mit auf die Titelleiste seiner Konzertplakate. Macklemore und Ryan Lewis sind definitiv eine Bombe, die auch auf der BĂŒhne zĂŒndet und die Heads in Rage bringt (was man ja auch nicht von allen HipHop-Kollegen sagen kann, ganz im Gegenteil). Jetzt wird es Zeit, dass die beiden die Welt erobern.

Marteria
Vom Fussballer, ĂŒber Model fĂŒr Calvin Klein und Boss zum Hip-Hopper, diesen Schritt muss man erstmal gehen. Marten Laciny aka Marteria oder auch bekannt als Marsimoto ist diesen Schritt gegangen und fĂ€hrt damit alles andere als schlecht. Mit dem Album „Zum GlĂŒck in die Zukunft“, das hochkarĂ€tige Features von Jan Delay ĂŒber Casper und Miss Platnum bis hin zu Peter Fox beinhaltet, hat Marteria ein deutschsprachiges HipHop-Album produziert das alle ĂŒberzeugt hat. Auch mit dem neuesten Projekt „Lila Wolken“, zusammen mit Yasha und Miss Platnum, und dem gleichnamigen Titelsong hat er Erfolg auf der ganzen Linie, denn es stieg direkt auf Platz eins der deutschen Charts ein. Dieser junge talentierte Mann hat also einiges zum feiern und wo wĂ€re das besser als auf einem Festival. Wir singen alle: „Wir bleiben wach bis die Wolken wieder lila sind
!“

Masters Of Reality
Schon 15 Jahre ist es her seit Rick Rubin das DebĂŒt der Stoner-Urgesteine produzierte und somit einen Meilenstein des WĂŒstenrock in die Musiklandschaft des Universums stellte. Seitdem inspirierten die Masters Of Reality Legionen von gitarrenhungrigen Bands, nicht zuletzt Überbands wie Queens Of The Stone Age, die MOR-Mastermind Chris Goss spĂ€ter auch produzierte. An dieser Band kommt man nicht vorbei wenn man auf sexy Riffs, psychedelische Melodien und seltsam verschrobene, fette Gitarrensounds steht. Und das ist gut so, denn Masters Of Reality machen keine Anstalten die Gitarren an den Nagel zu hĂ€ngen. Willkommen in der WĂŒste!

Max Herre
Seine Musik ist voll von Momenten, die sich entladen im Spannungsfeld zwischen dem GefĂŒhl von Sicherheit, fiebriger Auflehnung und dem berechtigten Zweifel. Auch ist er sich zu jeder Zeit seiner kĂŒnstlerischen Reichweite bewusst. Entgegen aktueller Tendenzen, jede ernst gemeinte Äußerung ironisch zu brechen, trĂ€gt Max seine Meinung lautstark vor sich her und ermutigt jeden, sich genauso Gehör zu verschaffen. Sein GespĂŒr fĂŒr den richtigen Slogan und die Ansage zur rechten Zeit hat er nie verloren, tauscht es aber, manchmal bloß fĂŒr ein paar Silben, gegen ein selbstreflexives Moment. Seine Songs sind das Manifest eines kritischen Optimisten und eines Musikers, der die Grauzonen des Lebens akzeptiert, sich aber weigert, die stĂ€ndige Flucht in Zynismus und Verbitterung mit anzutreten. Das Prinzip Hoffnung lebt.

Me
Eine Band, die sich Me nennt, muss nicht unbedingt egozentrisch sein. Vielleicht ist es einfach nur die AbkĂŒrzung fĂŒr die Heimat der vier Jungs: Melbourne. Wobei, wenn man ehrlich ist, nur Schlagzeuger Spike Rogers aus der sĂŒdaustralischen Metropole stammt, wĂ€hrend die Gitarristen Luke Ferris und Damian Tapley sowie der Bassist Michael Godde aus anderen Gegenden des Landes stammen. Außerdem findet die Band, dass ME schon deswegen ein perfekter Name ist, weil er sich quasi nicht googlen lĂ€sst. Lieber lassen ME ihre Musik sprechen. Ihre Songs schaffen das KunststĂŒck, die wichtigen EinflĂŒsse Mars Volta, Led Zeppelin und Radiohead miteinander zu verbinden und nach keinem davon zu klingen. So wenig wie nach den Beatles, Rufus Wainwright und Sergej Rachmaninow, auf die sich ME ebenfalls beziehen.

Mikhael Paskalev
Niemand transportiert im Moment so viel Sonne und Unbeschwertheit in seinen Songs. Beschwingte Rhythmen, gute Laune-Akkorde und das gewisse bisschen Wahnsinn sind die Zutaten aus denen Mikhael Paskalev seinen Sommercocktail mixt und der geht nicht nur ins Herz und in die Birne, sondern auch in die Beine. Ladies, das hier ist fĂŒr Euch, ganz klar! Und wer die MĂ€dels hat, der bekommt auch die Jungs – so das ungeschriebene Gesetz. Es wĂ€re aber auch jammerschade wenn dem nicht so wĂ€re, denn dieser junge Mann ist ein echtes Multitalent mit einem unbestechlichen Sinn fĂŒr gute Musik. Und das gilt fĂŒr Ladies und Gentlemen gleichermaßen.

Miles Kane
Als sich seine ursprĂŒngliche Band The Rascals 2008 auflöste, beschloss Miles Kane auf Solopfaden loszuziehen. Mit viel harter Arbeit werkelte Kane an seinem ersten eigenen Soloalbum „The Colour Of The Trap“ und was dabei raus kam waren groovy Uptempo-Sixties-Rock-Tracks, die das PrĂ€dikat hervorragend unbedingt verdient haben. Die Leidenschaft zur Musik teilt er natĂŒrlich auch gerne mit seinen Freunden, zu denen unter anderem Frontman SĂ€nger Alex Turner von den Arctic Monkeys und Liam Gallagher gehören, mit denen er auch gerne mal auf Tour geht. Lasst Euch von dem Herrn mit der FrĂŒhsechziger-McCartney-Matte mitreißen,
aber das ist keine Aufforderung, denn das wird eh passieren!

Modeselektor
Das Elektro-Duo Modeselektor aus Berlin ist mittlerweile in der Oberliga ihres Genres angekommen. Dabei haben sie schon immer mehr Wert auf ihre Live-Performance gelegt, als mit Veröffentlichungswut von sich reden zu machen. Nach ihrer GrĂŒndung im Jahre 1996 tourten sie durch aller Herren LĂ€nder und etablierten dabei den Namen Modeselektor sogar als eigene Partyreihe. Ihre Bekanntschaft mit Ellen Allien erweist sich als richtungweisend fĂŒr den Werdegang des Duos, so veröffentlichten sie auf deren Label BPitch Control ihre DebĂŒt EP „In Loving Memory“ und 2005 ihr DebĂŒtalbum „Hello Momi“. Mit Remixen fĂŒr unter anderem Björk, Bonaparte und Radiohead, mit denen sie auch auf Tournee waren, steigt ihr Bekanntheitsgrad mehr und mehr. Nun freuen wir uns, wenn Gernot Bronsert und Sebastian Szary – aka Modeselektor – uns die BĂ€sse um die Ohren schlagen.

Modest Mouse
Lange war es still um die sechs Amerikaner von Modest Mouse. Die Letzte EP „No One’s First, And You’re Next“ erschien 2009 und seitdem hĂŒllen sich Modest Mouse in Schweigen. Das schmerzt nicht nur dem eingefleischten Fan, sondern der Musikwelt allgemein, denn Modest Mouse wussten schon immer durch intelligente Texte, seltsame Videos, mitreißende Songs und, nicht zuletzt, durch das besondere Timbre von SĂ€nger Isaac Brock zu begeistern. Nun, wenn man sich eines sicher sein kann, dann ist das wohl, das sich das nicht geĂ€ndert hat. Es gibt einen Grund zu feiern, nĂ€mlich dass Modest Mouse wieder zurĂŒck auf der BĂŒhne sind und ein wunderbares Konzerterlebnis bevorsteht.

Netsky
Der absolute Durchstarter der Drum&Bass-Szene kommt aus Belgien und heißt mit bĂŒrgerlichem Namen Boris Daenen. Mit seinen 23 Jahren hat der Produzent und DJ schon so manchen renommierten Preis abgegriffen. Und das völlig zu Recht. Auch als Remixer fĂŒr Bands wie Pendulum holte er das Maximum raus. Als Vertreter des Liquid Funk hat er mit seinen melancholischen Melodien und drĂŒckenden Beats Veröffentlichungen bei wichtigen Labels des Genres wie Ganja oder Spearhead rausgehauen. Lohrbeeren ĂŒber Lorbeeren fĂŒr den Belgier. Anfang 2012 sorgten außerdem seine Netsky LIVE! Shows, bei denen er seinen Sound mit einer Liveband noch bombastischer klingen ließ, fĂŒr Furore. Der Weg geht bis jetzt also steil bergauf – direkt auf unsere BĂŒhne!

NOFX
Ist das noch Punkrock? – Oh ja, und wie! Kaum eine andere Band verkörpert den Geist des US-Punkrocks so, wie die Truppe um Fat Mike. NOFX, das bedeutet Spaß, Pogo, Freunde und immer auch wieder Kritik am Establishment. Eine Band, die seit 1983 einfach das macht, worauf sie Bock hat. UnzĂ€hlige Hits, Alben, die zu Klassikern wurden und trotzdem spielen die vier Herren jede Show, als sei es die erste Show in einem kleinen Punkladen in Los Angeles. Jetzt kommen NOFX mit dem neuem Album „Self Entitled“ unterm Arm zu uns auf die BĂŒhne. Jeder weiß, was ihn erwartet und jeder weiß, dass er genau das will. Also ab dafĂŒr: Das ist Punkrock!

Of Monsters And Men
Mit dem Song „Little Talks“ startete die islĂ€ndische Kombo aus Reykjavik ihren Durchbruch und hielt sich nicht nur in Deutschland wochenlang auf Platz 1. Kein Wunder also, dass die sympathischen Herrschaften nun auf Welttournee sind um ihr DebĂŒtalbum „My Head Is An Animal“ vorzustellen. Begonnen hat alles damit, dass das Quartett an einem nationalen Bandwettbewerb teilnahm, bei dem sie die Konkurrenz mit ihrem folkigen Popsongs und den zarten Stimmen der SĂ€ngerin Nanna und SĂ€nger Ragnar ausstach. Sie beschreiben sich selber als „amiable group of day dreamers“ und genau das ist es, wohin uns die Musik der sechs Skandinavier bei ihrer exklusiven Festivalshow in Deutschland entfĂŒhren lĂ€sst. Raus aus dem grauen Alltag, rein in die kunterbunte Traumwelt von Of Monsters And Men.

OK Kid
VerĂ€nderung und Fortschritt geht auch am guten alten Hip Hop nicht spurlos vorbei. OK Kid haben mit ihrer Vergangenheit als Jona:S abgeschlossen und schlagen ein neues Kapitel in ihrer musikalischen Laufbahn auf. Hier treffen smarte Lyrik auf fragile Synthies und gewitzte Beats und werden somit zu einer Melange aus Indie und Sprechgesang, die ins Herz geht, mit Umweg ĂŒber den Kopf. Hier wĂŒrfelt einiges durcheinander, verschwimmen Genregrenzen und lassen aufhorchen. OK Kid sind dabei und sie sind heiß auf Publikum.

Parkway Drive
Die Jungs von Parkway Drive haben es geschafft in den Olymp des Metalcore aufzusteigen. In der kleinen australischen Stadt Byron Bay, die als Postkartenmotiv eine perfekte Figur macht, hĂ€tte man solch eine Musik wohl am wenigsten erwartet. Deshalb gibt z.B. das Musikvideo zu ihrem Song „Karma“ eine bizarre Mischung ab: Stellt man den Ton ab, sieht man ein Gute-Laune-Surfvideo, macht man die Augen zu, hört man den dunklen FĂŒrsten Cthulhu aus den Tiefen der Verdammnis emporsteigen. Hardcore, Death Metal, Metalcore – die volle Rundumschalle wird hier verteilt, gespielt von fĂŒnf Surfer-Dudes in einem Affenzahn, dass einem das Herz aufgeht. Wer mit Australien nur KĂ€ngurus und Lagerbier assoziiert, der sollte sich von Parkway Drive eines besseren belehren lassen. Es lohnt sich!

Parov Stelar Band
Er ist ohne Frage ein Ausnahmeproduzent. Nicht grundlos gilt er als einer der Pioniere des Electro-Swings. Seine vom Retro-Touch geprĂ€gte Musik mit Stilelementen und Samples aus den verschiedensten Genres wie Soul, Pop, Jazz oder Swing vermengt er mit modernen Beats und Grooves geschickt zu einer einzigartigen und unverkennbaren Soundmixtur. Getragen wird das Ganze von einer mysteriösen Aura aus Eleganz, Verruchtheit und purer Energie. FĂŒr seine Shows umgibt sich Parov Stelar mit einer Gruppe aus Live-Musikern, allesamt Meister ihres Fachs. BlĂ€ser- und Rhythmussektion sowie ToursĂ€ngerin Cleo Panther interpretieren die dancefloororientierten Tracks aus Parov Stelars Repertoire neu und schaffen es das Publikum eindrucksvoll zu emotionalisieren. Der Meister selbst bildet dabei das Zentrum des BĂŒhnengeschehens und steuert die Geschehnisse vom DJ Pult aus. Nach hunderten von Live-Shows und exzessivem Touren schafft die Band es, sich immer wieder neu zu Erfinden. Jeder Auftritt offenbart der Zuhörerschaft neue, bisher ungeahnte Aspekte und Emotionen in Parov Stelars Musik.

Passenger
Es war einmal eine Band namens Passenger, die bei einem großen Label eine Platte veröffentlichte und damit erfolgreich war. Kritiker fanden sie gut und die Fans liebten sie. Doch die Mitglieder der Band beschlossen, sich getrennt auf die weitere Reise zu machen und neues Land zu entdecken. Einer von ihnen, Mike Rosenberg, behielt den Namen bei und machte sich als Passenger auf den Weg, so unabhĂ€ngig wie möglich seine Songs zu spielen – auch wenn das fĂŒr ihn hieß, dass er seine Rechnungen nicht mehr von einem reichen Label bezahlt bekommt. Er vertraute sich, seiner einprĂ€gsamen Stimme, seiner Gitarre und seinen Liedern, die er auf der Straße und ĂŒberall vortrug, wo man ihn ließ. Mittlerweile fĂŒllt er in Australien locker mittelgroße Hallen, und ein Ende ist nicht in Sicht. Sein charakteristischer Tenor fĂŒllt die Emotionen seiner wunderbaren Songs mit Leben, seine Gitarre spielt den Folk von der Straße auch vor Hunderten und Tausenden so prĂ€zise, dass man sich ganz eingenommen vorkommt.

Prinz Pi
FrĂŒher besser bekannt als Prinz Porno macht sich der gebĂŒrtige Berliner seit Ende der Neuziger einen Namen in der deutschen Hip-Hop-Szene. Die Themen, die er in seinen Songs anspricht, haben meist sozialkritische HintergrĂŒnde, das Leben im Zeitraffer der Gesellschaft und etwaige Verschwörungstheorien, die immer wieder zu Tage kommen. Pi, der auch gerne als Workaholic bezeichnet wird, arbeitete an vielen Projekten, veröffentliche diverse Alben und grĂŒndete zudem noch sein eigenes Label „No Peanuts“, ĂŒber das er auch letztes Jahr sein neustes Album „Rebell ohne Grund“ und die im Winter darauffolgende Akkustikplatte „Hello Musik“ veröffentlichte. Dieser Mann ist also busy im GeschĂ€ft und nicht nur das, er ist auch busy auf der BĂŒhne und haut Euch die Dreifachreime um die Ohren.

Paul Kalkbrenner
Wer kennt es nicht, dieses Feeling, wenn einem die Sonne ins Gesicht lacht und man laut „Sky and Sand“ hört und man glaubt man schwebe gerade auf Wolke Nr. 7, weil einem dieser Track so in den Bann zieht. Hinter diesem großartigen Track steckt Paul Kalkbrenner, der schon auf 15 Jahre als Produzent und Live-Act zurĂŒckblicken kann. Die ersten Tracks erschienen 1999, sechs Alben und unzĂ€hlige Live-Auftritte sowie eine sehr erfolgreiche Europatour haben den Namen Paul Kalkbrenner fest in das GedĂ€chtnis der elektronischen Musikwelt gebrannt. Mit seinem neusten Werk „Guten Tag“ ist Herr Kalkbrenner nun wieder unterwegs und bringt das Festivalpublikum zum trĂ€umen und tanzen.

Peace
We come in peace? Pustekuchen! Wenn die vier Herren von Peace auf die BĂŒhne treten ist Schluss mit friedlichem Geschunkel und fröhlicher EinmĂŒtigkeit. Sie spielen Musik, die gleichzeitig warmherzig und verstörend ist. Die Mischung aus allem und jedem mag man eklektizistisch nennen, aber noch bevor man dieses Wort korrekt und laut genug ausgesprochen hat, damit man es auch durch die krachigen SoundwĂ€nde hindurch hören kann, hat einem der fröhliche Afropop schon die FĂŒĂŸe weggezogen. Der grade Rock und der wilde Krach tun ein ĂŒbriges, dass man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht, und man sich freut, dass wenigstens die Tanzbeine noch ziemlich fleißig und vor allem ohne bewussten Antrieb vor sich hin strampeln. Peace verknĂŒpfen experimentell verschiedene Genres zu einer endlosen Party. Das klingt cool und neu und groß.

Portishead
Ihre Musik ist wie Honig, der in einem SchĂ€del dargereicht wird, wie ein lauer Sommerabend auf dem Schlachtfeld der Seele, wie ein Sprung ohne Fallschirm ĂŒber der Karibik. Portishead haben nicht nur den TripHop maßgeblich mitgeformt, sie sind auch mit jedem Album erneut in klangliche Universen und so emotionale Tiefen vorgedrungen, dass man vor diesem musikalischen Monster einfach niederknien muss. Chefdenker Geoff Barrow scheint stĂŒndlich neue GerĂ€tschaften und Art und Weisen zu erdenken um seine Sounds noch seltsamer und beklemmender zu machen, ohne den dringlichen Groove zu vergessen, der einen in Portishead-Songs nicht wieder loslĂ€sst. Das, gepaart mit der Stimmgewalt und FragilitĂ€t von SĂ€ngerin Beth Gibbons, entfesselt den bittersĂŒĂŸen AbwĂ€rtsstrudel, der den Hörer erfasst und erschĂŒttert zurĂŒcklĂ€sst. Selten wurden Melancholie und LĂ€uterung so herrlich bezaubernd aneinandergeschweißt wie bei Portishead und das ist auch der Kern ihrer Live-Power.

Queens Of The Stone Age
Eine Rock’n’Roll-Maschine, die immer rollt, röhrt und Feuer speit – so könnte man die Queens Of The Stone Age kaum treffender beschreiben. Unvergleichlich im Sound (weswegen Gitarrist, SĂ€nger und Frontmann Josh Homme auch solch ein Geheimnis um sein Gitarren-Setup macht), herrlich scharfsinnig in den Texten und angenehm verschroben kommen sie seit je daher, so dass sich jeder, der noch nie auf einem Konzert der QOTSA war, fragen sollte, ob er im Leben nicht möglicherweise irgendwas verpasst hat. Gute Songs, gute Typen und gute Stimmung! Schweiß wird fließen und Sexyness aus den Boxen tröpfeln, so viel ist sicher! Macht Euch bereit fĂŒr den Feel Good Hit Of The Summer!

Rammstein
Feuer, Schweiß, Ekstase, BrachialitĂ€t, LĂ€uterung und Faszination – das alles steht auf dem MenĂŒ, wenn man sich auf ein Rammstein-Konzert begibt. Das ist garantiert. Wo sonst auf dieser Welt verschmilzt Kunst, AttitĂŒde, Provokation, Sound, Gesellschaftskritik und Selbstironie zu solch einem perfekten Bastard aus Industrial, Metal, Poesie und Eyecandy, wie in den Köpfen des Berliner Sextetts? Wo findet man einen Ă€hnlichen Magnet der Massen, der ganze Tourneen in solch einer Geschwindigkeit ausverkauft, dass einem schwindelig wird? Wo bekommt man mehr geboten, als auf einem Rammstein-Konzert, in musikalischer und visueller Hinsicht? Eben – nirgendwo! Allein in den letzten zwei Jahren kamen 1,3 Millionen Menschen zwischen Mexiko und den USA, SĂŒdafrika, Australien, Kanada sowie Europa in den Genuss der spektakulĂ€ren BĂŒhnenshow der Band. Ein Event erwartet uns, eine Show, die niemanden unverĂ€ndert lassen wird! Feuer frei!

Ron Pope
Ron Pope kann alles: Er singt sich die Seele aus dem Leib, reißt an seiner Gitarre, als hinge sein Leben an den Saiten, schreibt kraftvolle Hymnen und herzzerreißende Balladen und rockt die Massen, immer und ĂŒberall. Dabei ist Pope einer der seltenen Spezies, die man musician’s musician nennt. Bruce Springsteen, Eric Clapton und U2 lieben ihn. Aber das will nichts heißen: Ron Pope begeistert alle Arten von Zuhörern. Er hat Fans auf der ganzen Welt, die seine grandiose und einzigartige Stimme lieben, seine elektrisierende BĂŒhnenprĂ€senz, seine unwiderstehlichen SongwriterqualitĂ€ten, das Vollgas-Bluesrock-Gitarrenfeuerwerk, das jeden Zuhörer mitten in die Eingeweide trifft.

SDP
Ihr Bandname leitet sich ab von „Stone Deaf Productions“ und da ist es erstens klar, dass der Name Programm ist und zweitens nicht verwunderlich, dass dem Berliner Duo auch gerne mal HauptstadtgrĂ¶ĂŸen wie SIDO zur Seite springen. Hört man jedoch in das Schaffen von Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin rein, so ĂŒberrascht ihr Sound nicht unerheblich. Hier regieren catchy Melodien, Pop-Appeal von der Sonnenseite des Lebens und smart-pointierte Texte. Da wird der Hedonismus ganz groß geschrieben und das ist es auch, was die feierwĂŒtige Crowd an den beiden Jungs liebt. SDP stehen fĂŒr die „scheiß-drauf-alles-wird-gut“-Seite Berlins und das GefĂŒhl ist es, was die Jungs in die GehörgĂ€nge der Republik trĂ€ufeln.

Shout Out Louds
Diese Band ist wie Mando Diao und The Hives auch aus der schwedischen Popindustrie hervorgeschossen und bahnte sich unaufhaltsam den Weg bis ganz oben. Als sich Adam (Gesang, Gitarre), Carl (Gitarre), Ted (Bass), Bebban (Keyboards, Gesang) und Eric (Schlagzeug) 2001 zusammenschlossen, tourten sie mit ihrer ersten EP „100°“ quer durch Skandinavien und landeten auch bald schon im Land der unbegrenzten Möglichkeiten USA/New York, wo sie ein großes Label direkt unter Vertrag nahm. Ihr Erfolgsrezept sind eindringliche Folk-Pop-Hymnen auf die auch bald die Filmindustrie aufsprang. So steuerten sie Songs wie "Wish I Was Dead" und "Go Sadness" zur Erfolgsserie O.C. California bei. Ihre neuste Single „Walking In Your Footsteps“ spiegelt wohl den Werdegang dieser dynamischen Band wider und bringt uns mit frischem Panflötensound den FrĂŒhling ins Wohnzimmer.

Skaters
Kein Ska, keine Skateboards – sondern drei Typen und ihre Instrumente. Das Trio aus New York City ist der Geheimtipp in Sachen Garage-Rock. Sie spielten vorher in Bands wie The Dead Trees oder Dirty Pretty Things. Klar sind im Sound Parallelen zu The Strokes zu finden, aber Skaters holen noch einen tiefen Griff aus der Experimentierkiste raus. Mal EinflĂŒsse aus den Sixties, mal etwas Reggae und dann doch wieder so direkt nach vorn. Vielleicht ist das das große Geheimnis von Michael, Noah und Josh: Die Einfachheit des Garage-Rocks mit Anleihen aus anderen Genres zu mixen und so immer wieder erkennbar und doch ĂŒberraschend zu sein. Diese Jungs werden groß!

Steven Wilson
Steven Wilson ist ein echtes PhĂ€nomen. Nicht nur, dass er sich diverse Instrumente autodidaktisch, also selbst beigebracht hat, er spielt auch in gefĂŒhlten fĂŒnfzig Projekten die alle seine Handschrift tragen, wie zum Beispiel die Progrock-Ikonen Porcupine Tree. Doch auch solo ist Herr Wilson unterwegs und auch hier nimmt er einen sofort mit in seine Welt aus Vielschichtigkeit, DĂŒsternis, Hoffnung, Poesie und Schönklang. Steven Wilson hat eine Gabe fĂŒr facettenreiches Songwriting, wie man es selten gehört hat. Ganze Epen bauen sich wie aus dem Nichts auf, VirtuositĂ€t ĂŒbermannt einen und man wundert sich, wie hinter diesen ganzen Überwerken ein solch bescheidener, unscheinbarer Mann stehen kann. Freunde der Breitwand-Musik: hier kommen sie auf ihre Kosten!

Swim Deep
WofĂŒr ist eigentlich Birmingham bekannt? Das Wetter – grau. Die Fußballteams – durchschnittlich. Die Musikszene – legendĂ€r und lebendig! Bands wie Black Sabbath, Duran Duran oder UB40 starteten in den Hinterhöfen der Stadt ihre Weltkarrieren. Und vielleicht gelingt das ja auch den Indie-Poppern von Swim Deep. Die vier Jungs wurden von der altehrwĂŒrdigen Zeitung „The Guardian“ zur absoluten Indie-Hoffnung fĂŒr 2013 erkoren. Die Singles „King City“ und „Honey“ bringen die TanzflĂ€chen der Underground-Schuppen in Birmingham und London zum Beben. Als Support fĂŒr Two Door Cinema Club touren Swim Deep Anfang des Jahres durch UK, den Status des Geheimtipps dĂŒrften sie dann endgĂŒltig ablegen. Wer auf poppigen Indie mit ordentlich 90er-Einfluss steht, kann sich hier auf seine nĂ€chste Lieblingsband einstellen.

Sigur RĂłs
Ach Island, Du Land der Magie, der Mythen und Musiker. Ach Island, danke, dass Du uns Sigur RĂłs geschenkt hast. FĂŒr diese Band die passenden Worte zu finden, ist fast so schwer, als sollte man einem Blinden die Farbe Blau beschreiben. Ihre Songs scheinen direkt aus einer anderen Welt zu stammen, sprechen aber trotzdem sofort unsere tiefsten GefĂŒhle an. Leise, fast introvertierte KlĂ€nge werden zu orchestralen AusbrĂŒchen. Immer berĂŒhrend, immer umwerfend. Ein Konzert von Sigur RĂłs wird einen so schnell nicht loslassen, ist kein schnelles Konsumprodukt, sondern ein Erlebnis, fĂŒr das die Definition von GĂ€nsehaut neu geschrieben werden muss. Der Auftritt von Sigur RĂłs auf unserer FestivalbĂŒhne verspricht einer dieser ganz besonderen Momente zu werden, den man auf keinen Fall verpassen sollte. Es wird magisch. Danke Island.

SKA-P
Dass Spanier ordentlich Feuer im Blut haben, dĂŒrfte jedem bekannt sein, aber diese Band hat ganz eindeutig noch mehr zu bieten. Ein Musikfeuerwerk der Extraklasse, im wahrsten Sinne des Wortes sogar auch mit Pauken und Trompeten. SKA-P nimmt mit bekannter Ska-AttitĂŒde sozialkritische Themen auseinander und verpackt sie in tanzbare rebellische Punk-Songs. Im Gegensatz zu ihrem Bandnamen, der wörtlich ĂŒbersetzt „Flucht“ bedeutet, sind sie auf der BĂŒhne immer gerade aus und nehmen kein Blatt vor den Mund. Wer bei einer der bekanntesten Ska-Punk Bands nicht das Tanzbein schwingt, ist selber Schuld. Viva la revoluciĂłn!

Tame Impala
Wenn man sich im Psychedelic Rock der Gegenwart umschaut, dann kommt man an Tame Impala einfach nicht vorbei. Ausuferndes Songwriting, jede Menge atmosphĂ€rischer Gesang und Gitarrensounds, die durch mindestens 150 Effekte gejagt werden stehen auf der Tagesordnung. Die fĂŒnf Australier brauchen sich jedenfalls nicht hinter Vorbildern wie Pink Floyd oder The Doors verstecken, fĂŒgen sie ihrer Musik doch das Quentchen hinzu, was ihre Songs unverwechselbar macht. Die Fans können sich auf ein mitreißendes, entspanntes Konzert gefasst machen, bei dem man sich ohne Weiteres fallen und treiben lassen kann.

Tegan & Sara
Die Zeit von „Plunk“ ist lange vorbei, der Punkband in der Tegan & Sara wĂ€hrend Ihrer Highschoolzeit aktiv waren und Demotapes auf dem Campus verkauften. Kurz danach wurde niemand geringeres als Neil Young auf die beiden AusnahmekĂŒnstlerinnen aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Mittlerweile haben Tegan & Sara mehr als acht wundervolle Alben voller fragiler Sounds, smarter Lyrik und unwiderstehlicher Melodien veröffentlicht und ein ganz neues namens Heartthrob ist kĂŒrzlich auf den Markt gekommen. In Ihrer Karriere haben sich die beiden Zwillingsschwestern zudem noch zu solch einer Macht auf der BĂŒhne entwickelt, dass es schon als strĂ€flich gilt, sie nicht live gesehen zu haben. Dem soll diesen Sommer Abhilfe geschaffen werden.

The Bouncing Souls
FĂŒr Punkbands gibt es zwei RitterschlĂ€ge: einen Vertrag bei Epitaph oder bei BYO-Records zu unterschreiben. The Bouncing Souls aus New Jersey wurden doppelt geadelt und veröffentlichten Platten auf beiden legendĂ€ren Labels. Seit 25 Jahren arbeiten sich die Jungs schon den Hintern ab. Die Fanbase wuchs, der ganz große Durchbruch in den Mainstream blieb aber (zum GlĂŒck) aus. Denn so sind The Bouncing Souls eine dieser Bands geblieben, die in der Szene Kultstatus genießen. Auf den Konzerten wird jede Zeile von allen mitgesungen und jeder Gig gleicht einer Party, auf der nur die besten Freunde auf der GĂ€steliste stehen. The Bouncing Souls sind eine Institution, ihre Songs Hymnen fĂŒr Punks aus aller Welt und jede Show steht genau fĂŒr das, was Punkrock ausmacht.

The Family Rain
Schon bei den ersten Tönen, weiß man wo die Reise hingeht: Da schlĂ€gt einem der Soul der 60er entgegen, der Rock ‚n’ Roll der Anfangstage und das Verve einer jungen Band aus Großbritannien, die genau weiß wie man alles richtig macht. Hier wird noch authentisch gelitten, der Herzschmerz zu einem mitreißenden Nektar aus Melodie und Bewegungsdrang verquirlt und das Instrument als Ventil des Unaussprechbaren liebkost. The Family Rain sind Retro, jedoch irgendwie neu und doch schon immer in unseren Herzen gewesen.

The Gaslight Anthem
Kaum eine Band hat in so kurzer Zeit einen solchen Aufstieg hingelegt wie die Truppe aus New Brunswick um Frontmann Brian Fallon. Immerhin gibt es The Gaslight Anthem erst seit 2005, sie haben aber bewiesen, dass sich regelmĂ€ĂŸiges Touren und echte Handarbeit an den Instrumenten irgendwann auszahlen. Ihr 2008er Album „The ’59 Sound“ gilt jetzt schon als Klassiker – und das völlig zu recht. Umso schöner, dass die Band trotz des schnellen Erfolgs ihre AuthentizitĂ€t behalten hat. The Gaslight Anthems eigene Art des Punkrock ist geprĂ€gt von ehrlicher ArbeiterattitĂŒde und schnörkellosem Rock der Marke Bruce Springsteen. Und genau das bringen sie auch live rĂŒber. Die Jungs haben einfach Bock auf das, was sie machen und gewinnen damit auf jedem Konzert neue Fans dazu. The Gaslight Anthem geben immer 100% und bekommen dafĂŒr 100% Liebe zurĂŒck, egal ob von Indie-Kids, Punks oder Altrockern.

The Devil Wears Prada
Das Metalcore-Genre ist prall gefĂŒllt mit Bands, umso schwerer ist es aus der Masse herauszustechen. The Devil Wears Prada aus Ohio schaffen das aber sofort seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 2005. Das große AushĂ€ngeschild des Quintetts, ist die Experimentierfreudigkeit. Breakdowns, Blastbeats, Growls, doppellĂ€ufige Gitarren, kann doch jeder denken sich The Devil Wears Prada und streuen in die Grundzutaten fĂŒr fetten Metalcore eben auch elektronische Elemente und Anleihen aus dem Progressive-Metal. Dazu die absolute Verausgabung von SĂ€nger Mike Hranica in Kombination mit dem cleanen Gesang von Jeremy Depoyster und zack ist sie da, diese besondere Energie, die man nur selten findet. Live sind die fĂŒnf Arbeitstiere von The Devil Wears Prada ohnehin ĂŒber jeden Zweifel erhaben und werden das nun auch auf unserer BĂŒhne unter Beweis stellen.

The Hives
Man kann wohl ohne zu ĂŒbertreiben behaupten, dass man den Rockolymp erreicht hat, wenn man keine Roadies, sondern Ninjas als Stage Crew mit auf Tour hat. So geschehen bei The Hives, deren Hybrid aus 60’s-Sound, hektischem Punk, wĂŒtender Sozialkritik, einer riesen Ladung Selbstironie und einem hervorragenden Klamottenstil seit Jahren die Herzen gediegener Musikhörer auf dem ganzen Globus vor Freude springen lĂ€sst. Die fĂŒnf Schweden sind nicht nur arschtighte Musiker, nein sie sind auch die geborenen Entertainer, die es verstehen das Tanzbein dort abzuholen wo es ist: direkt vor der BĂŒhne! Und das ist auch der Platz, an dem man sich der Show der Hives hingeben sollte.

The Kyteman Orchestra
Hinter Kyteman verbirgt sich der niederlĂ€ndische Hip-Hopper Colin Benders. In seiner Heimat wird er auch gern „der Mozart des Hip-Hop“ genannt. Warum? Weil der Name Programm ist: The Kyteman Orchestra besteht aus ĂŒber 18 Musikern und einem 30-köpfigem Chor. Streicher, Gitarren, Bass, Posaune, ChorsĂ€nger und Rapper – hier wird die BrĂŒcke zwischen zwei unterschiedlichen Musikstilen so geschlagen, dass etwas völlig einzigartiges entsteht. The Kyteman Orchestra performt nicht einfach auf der BĂŒhne, es belebt die BĂŒhne und das Publikum. Die epische Kraft der klassischen Musik, der Flow des Hip-Hops, das Vertrackte des Jazz und die tighten Beats des Drum&Bass reißen unweigerlich mit und machen jede The Kyteman Orchestra-Show zu einem bleibenden Ereignis.

The Maccabees
Schon die erste Single „X-Ray“ der fĂŒnf Jungs aus London lief im britischen Radio hoch und runter. Die zweite Single „Latchmere“, die wenige Monate spĂ€ter ihre Kreise durch MTV und diverse Internetplattformen zog, war nur ein Indiz dafĂŒr, dass mit dieser Band noch lange nicht Schluss ist. So ist es auch kein Wunder, dass ihr Bandname fĂŒr FreiheitskĂ€mpfer in der Bibel steht. Und das haben sie schon lĂ€ngst bewiesen, kĂ€mpfen können sie und das bis ganz nach oben, nĂ€mlich mit rockigen Indiebeats und dahinfließenden Vocals.

The National
„Bloodbuzz Ohio“, „Fake Empire“, „Terrible Love“ – wer muss bei diesen Titeln eigentlich nicht gleich vor sich hin summen? The National aus den USA sind Hitgaranten und das, obwohl sie eigentlich eine echte Album-Band sind. Ihr viertes Album „Boxer“ schlug vor ein paar Jahren wie eine Bombe in die Indie-Clubs dieser Nation ein. Mit dem Nachfolger „High Violet“ machten sich die Mannen um SĂ€nger Tim Berninger daran, die hohe QualitĂ€ts-Messlatte noch einmal anzuheben. Freude, Trauer, Fernweh, Heimweh, all diese GefĂŒhle finden sich in den perfekt arrangierten Songs der FĂŒnfer-Combo wieder. Wenn Berningers Bariton-Stimme live erklingt, gibt es eigentlich sowieso kein Halten mehr. Sich in den Armen liegend, hĂŒpfend, tanzend oder eben doch vertrĂ€umt jede Zeile mitsingend – so sehen Menschen aus, die gerade The National live sehen. Alles was man braucht, um eine perfekte Festival-Band zu sein.

The Smashing Pumpkins
Es ist einfach unglaublich mit welchem Tatendrang Kreativ-Kopf Billy Corgan an die Arbeit seines Gesamtkunstwerkes The Smashing Pumpkins geht, und das nun schon seit mehr als 20 Jahren. Nie scheint sein GemĂŒt zu Ruhe zu kommen, stĂ€ndig brĂŒtet er neue Konzepte aus, verliert sich in magisch-kryptischer Lyrik wie eh und je und wird nicht mĂŒde der Welt in bezauberndes Album nach dem anderen zu schenken. StĂ€ndig wissen die Smashing Pumpkins zu ĂŒberraschen, veröffentlichen ein Album zum freien Download hier, schreiben Überhits dort und vergessen dabei nicht, dem Zuhörer ihre ZĂ€hne zu zeigen. Noch immer gehören sie zu den musikalischen Vordenkern unserer Zeit, erfinden sich stĂ€ndig musikalisch neu und feuern live ein BĂŒhnenfeuerwerk ab, das alte Fans und zukĂŒnftige in sich zu vereinen weiß.

The Stanfields
KĂ€mpferisch gibt sich das Quintett aus Kanada. Ganz im Sinne der Working Class-AttitĂŒde benannten sie ihr Album „Death & Taxes“, welches ja bekanntermaßen die beiden Dinge sind, denen man nicht entkommen kann. Der Stolz des einfachen Arbeiters scheint durch ihren nach Benzin und Schweiß riechenden Bastard aus Punk, Folk und breitbeinigem Rock ‚n‘ Roll und das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl des Proletariats schweißt die The Stanfields und ihr Publikum zusammen. Hier ist man zu Hause, das hier ist Familie, man liegt sich in den Armen, man ist unter Freunden. Willkommen bei The Stanfields!

The Vaccines
SĂ€nger Justin Young bringt es auf den Punkt: “Es ist ganz einfach: ich will, dass wir eure Lielingsband sind.“ Und das haben die Jungs spĂ€testens nach ihrem DebĂŒt „What Did You Expect From The Vaccines“ aus 2010 geschafft. Der Sound der Briten mit einer Prise 50’s Rock’n’Roll, 60’s Garage, 70’s Punk, 80’s Hardcore und natĂŒrlich der guten alten Popmusik wird nur durch eins getoppt und das ist die klare und sanfte Stimme Youngs. Vorhang auf fĂŒr den RockÂŽnÂŽRoll von 2013. Das ist die Freiheit, die in lauter Musik alles ĂŒberwindet, was sich in den Weg stellt.

Triggerfinger
Was lange rockt, wird schließlich mit einem Nummer-eins-Hit belohnt. So geschehen bei der belgischen Band Triggerfinger, die mit ihrer außergewöhnlichen Coverversion „I Follow Rivers“ das belgische und niederlĂ€ndische Publikum, sowie Platz eins der Charts im Sturm erobert hat. Triggerfinger haben sich seit einigen Jahren zu echten Publikumsmagneten unter anderem bei diversen großen Festivals entwickelt und spielten außerdem ausverkaufte Shows in legendĂ€ren Clubs wie dem Amsterdamer Paradiso. Die drei Vollblutmusiker beschreiben ihre Konzerte als verrĂŒckten Gewittersturm – und ihre Fans lieben sie dafĂŒr. Die Band, die Rock, Blues, Rockabilly und den Style von David Lynch in ihrem Sound vereint, kann verdammt laut und wild, aber auch etwas leiser und puristischer rocken, wie man auf ihrem Live-Album „Faders Up 2“ nachhören kann, aber am besten leibhaftig erleben sollte.


Two Door Cinema Club

Flinke Beats und dancy Gitarrenmelodien sind seit jeher das Markenzeichen von Two Door Cinema Club. Federleichte Popmusik, die ohne sich zu verbiegen Inspirationen aus Electronik-, Rock- und Afro Beat-Gefilden sucht, und somit etwas auf die Beine stellt, das keine Angst vor dem Damoklesschwert des ‚One Hit Wonders’ haben muss. Sie sind gut gekleidet, Sie haben die MĂ€dchen vor der BĂŒhne und was hier passiert ist viel bissiger und nachhaltiger, als der erste Eindruck vermuten lĂ€sst, macht Lust auf mehr, ĂŒberrascht immer wieder. Two Door Cinema Club haben sich in die Tafelrunde des Indie gespielt und dort werden sie bleiben.

Tyler, The Creator
Noch vor kurzem irrlichterte Tyler, The Creator mit seinem HipHop-Wahnsinnszirkus OFWGKTA (Odd Future Wolf Gang Kill Them All) durch die weite Welt, da kommt schon der Workaholic wiederum solo um die Ecke. Zugegeben, es ist ziemlich verwirrend, was Tyler, The Creator und seine Wolf-Gang-Kumpels alles am Start haben. Neben diversen musikalischen Projekten produziert das Kollektiv um den jungen Kalifornier nĂ€mlich auch noch eine TV-Show auf Cartoon Network und Adult Swim. Was in beiden FĂ€llen jedoch heraussticht ist Tylers schrĂ€ger Humor, der sich in allen Belangen seines Schaffens niederschlĂ€gt und auch vor der Liveperformance keinen Halt macht. Das wird schrĂ€g, das wird groß, das wird extrem witzig.

Turbostaat
Vor einigen Jahren sorgten fĂŒnf junge Kerls aus dem Norden Deutschlands dafĂŒr, dass deutscher Punk auch jenseits von Pöbel- und Fun-Texten bestehen konnte. Das klingt so lang her und tatsĂ€chlich sind Turbostaat schon seit 1999 on the road und haben von den Alpen in Österreich bis in die norwegische Schneelandschaft ihren Allerwertesten abgespielt. Ehrlichkeit und Hingabe zahlen sich eben aus. Denn mittlerweile sind Turbostaat zum AushĂ€ngeschild der deutschen Punkszene um Bands wie Captain Planet oder Escapado geworden. Diese Band reißt mit: sich selbst, die Fans und jeden, der bei ihren Gigs vor der BĂŒhne steht. Eben wie eine steife norddeutsche Brise.

Who Killed Frank?
Raus aus der Provinz und rein in die StĂ€dte: Die fĂŒnf Rotenburger Indierocker von Who Killed Frank? wissen genau was sie wollen. Das Quintett fand erst im Jahr 2011 zusammen, doch bereits jetzt liest sich die Band-Vita wie die einer bereits seit Jahren auf höchstem Niveau agierenden Combo. Doch der Niedersachsen-FĂŒnfer will mehr. Mit dem Gewinn des hoch dotierten Bandcontests “Live in Bremen”, gefeierten Konzerten bis weit ĂŒber die Landesgrenzen hinaus (Norwegen, Niederlande) und der Teilnahme beim New Music Award haben die Mannen um SĂ€nger Hinni Hummers so richtig Blut geleckt und wollen nun auch das Festivalpublikum von sich ĂŒberzeugen. Dann mal los, Jungs!

 

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