Blackfield Festival 2012 – Gelsenkirchen, Amphitheater (23./24.06.2012)

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Das Blackfield Festival Nr. 5 startete am 23.06.2012 im Amphitheater Gelsenkirchen. Neben der altbekannten BĂŒhne warteten auch ein paar Überraschungen auf uns. Ein liebevoll gestalteter Mittelaltermarkt und ein großes Zelt, in dem weitere musikalische Leckerbissen serviert wurden. 32 Bands haben so die Möglichkeit gehabt auf dem Blackfield Festival 2012 aufzutreten. Eine gelungene Auswahl von Bands stand auf dem Programm und versprach eine Menge Spaß. In Extremo und VNV Nation waren das besondere Highlight des diesjĂ€hrigen Festivals und sollten es schließen. Aber auch Combichrist holten den Auftritt, den sie letztes Jahr abbrechen mussten an diesem Wochenende nach. Namen wie Hocico, Oomph, Saltatio Mortis und Dreadful Shadows steigerten Vorfreude und Bewegungsdrang.

Samstag, 23.06.2012:

Dies zeigte sich gleich am Samstagmorgen. Ausnahmezustand in Gelsenkirchen. Die Sonne schien und die schwarze Szene [Besucherfotos] lachte. ParkplÀtze waren schnell belegt und ein Storm schwarzgekleideter Menschen zog Richtung Amphitheater Gelsenkirchen, um den Start nicht zu verpassen. Die erste Band des Samstages waren X-Divide. Sie begeisterten mit Synthpop und leiteten das Festival unter strahlendem Himmel ein. Mit The Exploring Boy [GALLERY] ging es weiter. Die zunehmende Besucherzahl, die sich nun mehr und mehr am Amphitheater sammelte, wurde durch die wunderbar vielschichtigen Musikstile, die diese Band vereint mitgezogen. Man sah rundherum zufriedene und ausgelassene Gestalten.

Mit Pakt [GALLERY] kam noch mehr Bewegung aufs GelĂ€nde. Die Menge feierte mit und ließ ihrer Stimmung mehr und mehr freien Lauf, dank eines guten Auftritts mit EBM, NDW und Elektro Pop.

Zwischen den Umbauphasen wurde natĂŒrlich weitere Musik gespielt. Ein mittelalterliches Spektakel in Form eines Kampfes, zog ebenfalls neugierige Blicke auf sich. Zu gucken und entdecken gab es sowieso einiges. Ob man sich die Beine zum Shoppen vertreten, die GetrĂ€nkestĂ€nde aufsuchen oder einen Happen Essen wollte, man hatte die Qual der Wahl. Der Merchandisingstand des Festivals war ebenfalls immer gut besucht und die lange Schlange vor der Autogrammstunde nahm selten ab. Das GelĂ€nde um das Zelt, dessen Programm ab 13.30 h begann, war von einem Mittelaltermarkt gesĂ€umt. Auch hier konnte man Speisen und GetrĂ€nke genießen und sogar den ein oder anderen neugierigen Gelsenkirchener entdecken, denn die ZeltbĂŒhne war etwas abseits des HauptgelĂ€ndes gelegen, sodass Besucher durchaus willkommen waren.

Nun mussten wir uns entscheiden, ob Zelt oder HauptbĂŒhne, so wie alle anderen auch. Es kam noch mehr Bewegung aufs GelĂ€nde. Herzfeind eröffnete gegen 13.30 h die ZeltbĂŒhne mit krachenden Beats und lud zum tanzen ein.
Wieder an der HauptbĂŒhne angekommen, hatte sich eine große Traube vor dieser gebildet. She Wants Revenge [GALLERY] starteten gerade durch. Die Amerikaner, die schon als Vorband mit Depeche Mode tourten, ĂŒberzeugten durch einen mehr als gelungenen Auftritt vor der herrlichen Kulisse des Rhein Herne Kanals.

Das FestivalgelĂ€nde war mittlerweile brechend voll. So unterschiedlich sie war, so gleich wirkte die Menge, denn es spiegelte sich Spaß und Freude in ihren Gesichtern. Die Stufen des Theaters waren belegt, hier und da aalte man sich in der Sonne, stand und jubelte oder tanzte dem Alltag davon.
Passend, denn mit Grendel ging es weiter mit Elektro. Viel Bewegung gab es auf und vor der BĂŒhne dank krachenden gut tanzbaren Beats. Grendel [GALLERY] heizte, bei der eh schon herrschenden Hitze, weiter gut ein. Heiß wurde es mit der Frau in Schweißeroptik, die sich auf der BĂŒhne einfand und die Funken sprĂŒhen ließ.

Auf der ZeltbĂŒhne gaben In Legend [GALLERY] zur gleichen Zeit viel Action, laute Beats und melodische Sounds zum Besten. Mit viel Headbangen und Piano rockten In Legend das Zelt und zogen mit starken StĂŒcken die Zuhörer in ihren Bann.

Es gab keine Verschnaufpause denn mit End OF Green [GALLERY] ging es auf der HauptbĂŒhne weiter. DĂŒstere KlĂ€nge und doch voller guter Laune auf der BĂŒhne und einem unverkennbaren Sound vermengt mit tiefen Texten. Hörbar und sichtlich begeistert feierte man mit ihnen.

Weto spielten im fĂŒnfminĂŒtigen Versatz auf der ZeltbĂŒhne. Das aktuelle Album "Schattenspieler" im GepĂ€ck, versprach starke Stimme, durchdringenden Sound und eine Menge Action. Draußen machte sich hingegen langsam ein Sonnenbrand bemerkbar. Einige trugen ein rotes Muster auf Haut und Gesicht. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch, warum auch? Viele verschiedene GrĂŒppchen und Stile hatten sich nun im Amphitheater gesammelt und begrĂŒĂŸten ausgelassen Dreadful Shadows [GALLERY], die es ja eigentlich nicht mehr gibt. Uneigentlich, sorgten sie fĂŒr eine Party und ließen viele HĂ€nde in die Höhe gehen und verbreiteten einen kraftvoll-gefĂŒhlvollen Mix der zum Tanzen einlud.

Nachdem wir uns ein wenig auf dem Mittelaltermarkt umgesehen und verschiedenste Handwerke bewundern konnten, zog es uns zu Roterfeld [GALLERY] ins Zelt. "Falco des DĂŒsterrock" war irgendwie hĂ€ngengeblieben, nachdem ich das Programmheft gelesen hatte. Und richtig Roterfeld faszinierte, zog mit und kam zudem richtig gut und stimmig rĂŒber.

Nach einer kleinen Pause vor dem Zelt, wo wir einen Sitzplatz erhaschen konnten, ging es dann wieder zur HauptbĂŒhne. Hocico [GALLERY] war dort gerade im Begriff sich auf die BĂŒhne zu begeben. Die Mexikaner gaben, wie bei ihren Auftritten gewohnt, eine energiegeladene und mit Spannung versehene BĂŒhnenshow zum Besten und begeisterten das Publikum. Parallel zu Hocico spielten The Eden House auf der ZeltbĂŒhne und begeisterten dort mit dunkelschöner Musik, wie es im Programmheft hieß.

Bevor es um 19.45 Uhr mit Oomph weitergehen sollte, fĂŒllte es sich vor der HauptbĂŒhne noch einmal massiv. Der Platz sprĂŒhte vor guter Stimmung und Vorfreude. Genau das spiegelte Oomph [GALLERY] auch von Anfang an. Voller Energie und mit ausgelassenem Witz, Sarkasmus und viel Schabernack starteten sie durch. Wie ein roter Faden zog sich dies durch den gesamten Auftritt. Dero der nette Joker des Blackfield Festivals, sprang zweimal in die Menge und ließ sich von den Fans umjubeln und tragen.

Den Auftritt der Deathstars wollten sich viele nicht entgehen lassen und so ĂŒberraschte es uns nicht wirklich, dass sich vor dem Zelt eine lange Schlange gebildet hatte. Uns zog es zurĂŒck zu der HauptbĂŒhne, da hier der Abschluss des Festivaltages stattfinden und VNV Nation [GALLERY] noch einmal fĂŒr richtig Party sorgen sollten.

Es war schon recht beeindruckend zu beobachten, dass fast alle Leute auf den Beinen waren und vollends mitmachten und das schon gleich zu Beginn der ersten KlĂ€nge. Es wurde gejubelt und geschrien, mitgesungen und getanzt. Bewegung gab es wie immer auch auf der BĂŒhne. SĂ€nger Ronan Harris erfreute sich sichtlich an der Begeisterung seiner Fans und drehte mehr und mehr auf.

Ein wĂŒrdiger Abschluss fĂŒr einen herrlichen Festivalsamstag. Wer anschließend noch immer nicht genug hatte konnte in die Matrix fahren um dort direkt weiter zu feiern. Wobei sicherlich auch die ein oder andere Party bei den campierenden Festivalbesuchern stattfand.

Alles in allem war es ein mehr als gelungener Festivaltag mit vielen EindrĂŒcken und GenĂŒssen. Alle Mitarbeiter des Festivals waren sehr engagiert und hilfsbereit und trugen einen großen Teil zu der guter Stimmung bei.


Sonntag, 24.06.2012:

Das Blackfield Festival startete in den Sonntag und zwar mit Regen. Es versprach wechselhaft zu werden. Dennoch war die Stimmung ausgelassen bis heiter. Kein Wunder, denn es standen Bands wie Stahlmann, Megaherz, Welle Erdball, Agonoize, Combichrist und In Extremo u.a. auf dem Programm. Man war zwar gut gerĂŒstet, zumindest sah man viele Regenschirme auf dem GelĂ€nde des Blackfield Festivals, dennoch stellte das Wetter eine klare Herausforderung dar.

Auf der AmphitheaterbĂŒhne wurde diese ebenso angenommen wie vor der BĂŒhne. Culture KultĂŒr eröffneten um 11.00 h den Sonntag mit KlĂ€ngen des Elektropops. Stahlmann [GALLERY] wirkte gegen 11.45 h dem Wetter schillernd entgegen und lieferte einen guten Mix aus Neuer Deutscher HĂ€rte gepaart mit aufheiternder Mitmachanimation ab. Sie zogen die Leute mit und entfĂŒhrten sie in eine ganz eigene Welt aus Stahl. Solitary Experiments [GALLERY] donnerten dem Wetter im Anschluss mit Elektrobeats entgegen. Es wurde kuschelig vor der BĂŒhne, denn man drĂ€ngte sich davor zusammen unter den großen Schirm und versuchte gleichzeitig zu tanzen.

Es war richtig viel los auf dem Blackfield GelĂ€nde in Gelsenkirchen. Ob vor der BĂŒhne oder bei den einzelnen StĂ€nden. Verkaufsschlager heute waren wohl die schicken bunten Regencaps, die an diesem Tag weitaus handlicher waren als Regenschirme. Regenschirme gaben nĂ€mlich hier und da den Geist auf. Leider gab es auf dem GelĂ€nder selbst nur wenige Unterstellmöglichkeiten und hatte man etwas gefunden, war es schon voll besetzt. Die ZeltbĂŒhne wurde ab 13.25 h bespielt und ihren Anfang fand sie mit Burn. Zur gleichen Zeit prĂ€sentierten sich Megaherz [GALLERY] lautstark und kraftvoll auf der HauptbĂŒhne. Das zahlreiche Publikum feierte ausgelassen mit. Ignis Fatuu begeisterte mit mittelalterlichem Rock anschließend im Zelt, passend zum Ambiente und Mittelalter-Markt davor. WĂ€hrend es zeitgleich auf der HauptbĂŒhne mit Funker Vogt [GALLERY], die ihren Auftritt mit Pyro- Effekten einleiteten, elektronisch laut weiterging.

Autogramme konnten heute ebenfalls wieder abgegriffen werden und so wie gestern hatte sich eine Schlange die Treppe hinauf gebildet. Es gab auch heute trotz des Wetters, das ein oder andere Highlight wie wilde Tanzeinlagen und extravagant Gekleidete. Wobei der ein oder die andere sich sichtlich und buchstĂ€blich den Hintern abgefroren haben. Denn frisch war es und es blieb nass, wenn auch mit kleinen Pausen. An dieser Stelle: Auch wenn es noch so niedlich ist, Kinder auf dem FestivalgelĂ€nde zu sehen, finde ich, sollten dann zumindest „Micky MĂ€use“ (Gehörschutz), die super stylisch sind, getragen werden. Denn sie haben ihren Sinn.

Die musikalischen Pausen wurden mit Musik verschönert. Passend zum Wetter kramte der Blackfield DJ „musikalische HochgenĂŒsse“, wie „Ein Knallrotes Gummiboot“ hervor und erzeugte so eine strange, aber gelungene Mischung aus guter Laune gepaart mit Zynismus dem Wetter gegenĂŒber.

Welle:Erdball [GALLERY] betraten um 15.40 h die HauptbĂŒhne. Der Auftritt sprach fĂŒr sich und wurde von der Menge gefeiert. Straight und unverkennbar zogen sie mit und lieferten eine gewohnt gute Show, der man gerne beiwohnte. Der C 64 lebte dabei natĂŒrlich wieder auf. Im Zelt ging es mit The Arch weiter, die 2011 ihr neues Album "Engine In Void" veröffentlichten. WĂ€hrend die noch ausstehenden Autogrammstunden kurz vor dem Auftritt von Agonoize abgesagt wurden, war man umso mehr erfreut, dass Agonoize [GALLERY] auftraten, wenn auch fluchend ĂŒber das Wetter. Völlig zurecht, denn der Regen peitschte von allen Seiten ĂŒber und unter, vor und neben der BĂŒhne umher! Mit rauer Stimme, viel Kunstblut und einem Strahl Kunstsperma, bescherte Agonoize dem Publikum einen gelungenen Auftritt. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, war dieser Auftritt, unter den erschwerten UmstĂ€nden, großartig und eine mehr als klare Ansage: Es sollte und wollte gefeiert werden.

Fish & Freunde hatten es da im Zelt wahrscheinlich durchaus angenehmer und wĂ€rmer. Der Frontmann von Subway To Sally lud dorthin nĂ€mlich ein. Das Festival bekam mittlerweile einen anderen Touch. Da gab es EnttĂ€uschung aufgrund des Wetters, einige brachen durchgefroren ab, andere harrten aus und wieder andere nahmen das alles mit sarkastischem Humor. Die, die ausgeharrt hatten wurden mit Saltatio Mortis [GALLERY] belohnt. Denn die Sonne kam kurz heraus und wohnte einer herausragenden Show bei, die Bewegung und mittelalterliche KlĂ€nge vereinte. Mit Schwung und Elan kurbelten sie noch einmal die Stimmung richtig an. Und auch Faun spielten sich zur gleichen Zeit im Zelt ein. FĂŒr Fans dieses Genres stellte sich keine leichte Aufgabe, denn an zwei Orten gleichzeitig konnten auch sie nicht sein. Faun vereinen laut Programmheft alte Instrumente mit der Modernen.

Eine weitere Frage musste man sich im Anschluss stellen. Wollte man im Zelt bleiben und mit Secret Discovery rocken oder sich von dem donnerenden Sound von Combichrist in Schwingungen versetzen lassen? Letztere heizten jedenfalls noch einmal ordentlich ein, bevor das 5. Blackfield Festival schließlich mit In Extremo endete, die als besonderes JubilĂ€umsgeschenk den Abschluss machten. Und die Verbliebenen feierten mit diesen besonderen KlĂ€ngen ein rundherum gelungenes Festival, das bis auf das Wetter am zweiten Tag kaum WĂŒnsche offen ließ!

Die Fotos der einzelnen Bands erreicht ihr durch Anklicken der Gallerylinks oder der Fotos im Bericht.

Autorin: Stephanie Brockhaus
Fotos: Marcus Nathofer

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