FRONT 242 & PLASTIC NOISE EXPERIENCE – NL-Heerlen, Parkstad Limburg Theater (14.01.2012)

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30 Jahre Front 242 sind eine echte Hausnummer und so feiert man diesen Anlass im Hause Front ausgiebig. So auch im niederlĂ€ndischen Heerlen, wo man mit Plastic Noise Experience auch einen durchaus bekannten Support im GepĂ€ck hatte. Es ist der erste Plastic Noise Experience Auftritt in den Niederlanden ĂŒberhaupt und die Band hĂ€tte es kaum besser antreffen können, denn das Parkstad Limburg Theater in Heerlen ist Hi-Tech und der Anlass als Opener fĂŒr Front 242 auf deren JubilĂ€umstour zudem etwas ganz Besonderes.

Claus Kruse und Stephan Kalwa grĂŒndeten PNE 1989 und wurden dabei u.a. von Kraftwerk und The Klinik beeinflusst. Stephan verließ die Band 1999 und wurde nachtrĂ€glich durch Steffen Gehring und Rene Raasch an den Keyboards ersetzt. All die Jahre hindurch haben PNE ihren ganz eigenen Stil entwickelt, den man am besten als Mechanical Electro Noise mit WaveeinflĂŒssen beschreiben kann. Also mal eine ganz andere Art von EBM. Dem Publikum in Heerlen merkte man gleich an, dass die Entscheidung sie ins Vorprogramm von Front 242 zu buchen, goldrichtig war. Claus intoniert die Songs durch ein Megaphon, was seiner Stimme einen ganz besonderen Effekt verleiht und auch dem Bronski Beat Hit “Smalltown Boy” bestens zu Gesicht steht. Eine wirklich starke Coverversion mit einem sich stark beschleunigenden Rhythmus zu Beginn, die auch in Clubs viel betanzt wird.

Claus war nach dem Gig sehr zufrieden mit Venue, Auftrittt und Zuschauern. Es wird Zeit, dass PNE auch in den Niederlanden den Erfolg genießen dĂŒrfen, den sie verdienen. Vielleicht hat der heutige Auftritt weiter dazu beigetragen.

Setlist:
01. Reduction
02. Ich Bin Nicht Du
03. Too Close
04. Dream Destructor
05. Gold
06. Deranged
07. Electronic Bodies

08. Memory Flow
09. Smalltown Boy
10. Kill The 6

Als nÀchstes stand der Hauptact auf dem Programm. In den Achtziger Jahren starteten Front 242 mit elektronischer Musik, die sich so sehr von allem anderen unterschied, dass sie einen eigenen Stil kreierte: EBM war geboren! Sie waren absolute Pioniere dieser Bewegung und der Stil EBM von nun an tief in der Szene verwurzelt und mit dem Namen Front 242 verbunden.

Die Halle war nach dem Auftritt von PNE sehr gut gefĂŒllt und man wartete gespannt auf die Belgier. Dann erloschen die Lichter und die Videoanimationen auf der Hintergrundleinwand begannen. “Shout It Out” erklang es durch den ganzen Saal und das Publikum folgte. Nach “Moldavia” konnte man die AtmosphĂ€re nicht mehr besser beschreiben als mit den Songlyrics “Now start to move and dance. Now start to groove in trance” – Und alle taten wie befohlen! Die Party war nun unaufhaltbar, auch ein defektes Mikrofon konnte Front 242 nicht stoppen und wurde einfach zusammen mit MikrofonstĂ€nder von der BĂŒhne katapultiert. Viele bekannte Songs wie “Master Hit” oder “No Shuffle” folgten bevor bei “Headhunter” endgĂŒltig die Hölle losbrach. Man konnte den Holzboden der Halle sprichwörtlich auf und ab hĂŒpfen spĂŒren und eine Renovierung der ersten Etage schien nach dem Gig fast unausweichlich. 30 Jahre BĂŒhnenerfahrung und trotzdem sind sie noch in der Lage eine solche IntensitĂ€t abzuliefern: Hut ab Front 242, ihr ward, seid und bleibt die Godfathers Of EBM!

Setlist:
01. 98
02. Together
03. Moldavia
04. Tragedy For You
05. Master Hit
06. No Shuffle
07. Headhunter
08. Commando Mix
09. Triple X Girlfriend
10. Circling Overland
11. Lovely Day
12. Body To Body
13. Religion
14. Welcome To Paradise
15. Take One
16. Im Rhythmus Bleiben
17. Quite Unusual (Z)
18. Punish Your Machine(ZZ)

Und auch nach der Show konnte man auf der Party mit den “Ersatz-DJs” weiter “Im Rhythmus Bleiben”. Viele Fans blieben noch und feierten bis in die tiefe Nacht hinein zu den synthetischen Beats. Ein toller Abend!

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

Front 242:

Plastic Noise Experience:

Autorin: Monique Rijksen
Fotos: Roger op den Camp

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