NOCTURNAL CULTURE NIGHT FESTIVAL 2010 – Tag 2 – Deutzen, Kulturpark (04.09.2010)

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Der Samstagvormittag zeigte sich uns zunächst einmal nur im grauen, verregneten Gewand; die Angst, dass es den kompletten zweiten Festivaltag weiter regnete, war groß. Doch kaum betraten wir das Gelände, verzogen sich die Regenwolken und die Sonne machte sich breit.

So konnte mit Chrom am späten Vormittag auf der kleinen Bühne gut gelaunt gestartet werden. Die Newcomer hatten bereits mit ihrem Debütalbum ?Electroscope? für positives Aufhorchen gesorgt, geht der Sound der Elektro- Formation doch sofort ins Ohr. Das von Christian Marquis und Thomas Winters 2007 gegründete Elektro- Geschwader macht seitdem den Anschein, sich in kürzester Zeit zwischen den bekannten Future- Pop- und Elektro- Größen einreihen zu können. An jenem Samstagmittag warteten dann auch bereits einige Fans gespannt, um sich von der Wirkung der Dürener auf der Bühne überzeugen zu können. Und wie zu erwarten war, kam auch live eine Menge Energie rüber, die einen unheimlich gut einzustimmen wusste. Mit einem Mix aus energiegeladener Rhythmik und starker melodischer Note fühlte sich auch der ein oder andere Fan dazu berufen, sich schon einmal warm zu tanzen. In ihrem 30 minütigen Set brachten die Jungs einige starke Songs ihres aktuellen Machwerks unter und konnten sich auch bei noch Unwissenden ihrer Künste einen Namen machen.

Als nächster Act wartete der Geheimtipp des NCN Veranstalters auf der Hauptbühne auf uns. Sensory Gate ist ein Musikproject, das aus jahrelanger Remix- Erfahrung namhafter Größen wie Kirlian Camera, Nine Inch Nails oder Frozen Plasma und zahlreichen Zusammenarbeiten mit Bands wie Klangstabil oder Gastmusiker von Diorama zehren kann. Bei so einer starken Grundlage durfte an diesem Samstag nur Großes zu erwarten sein. Und tatsächlich war das, was dort durch Andrea Pozzi und Max Iannuzzelli von der Bühne schallte etwas, was ich bisher noch nicht gehört hatte. Eine absolut überzeugende Mischung aus treibender Elektronik und packender Eingängigkeit drang an mein Ohr. Diese fesselnde Basis war mit sinnreichen Texten geschmückt, die von Sänger Max ehrlich und überzeugend rüber gebracht wurde, dass es wirklich eine Freude war, dem Treiben auf der Bühne zuzuschauen. Natürlich wurde man auch immer wieder selbst von der Rhythmik gepackt und zum Tanzen gebracht. Durch eine anfängliche Überschneidung mit dem Auftritt von Chrom, war es zwar zunächst etwas leer vor der Bühne, allerdings füllte es sich allmählich und die Stimmung passte so oder so. Fans und Freunde der Band feuerten das Duo bei ihrem allerersten Live- Auftritt überhaupt immer weiter an, so dass auch nach und nach immer mehr Menschen den Weg vor die Bühne fanden. 30 Minuten Sensory Gate hielten einiges an tollen Songs bereit, darunter das gefühlsbetonte ?Laying Hopes?, das einem Freund gewidmet wurde, aber auch das brandneue ?Slash? und ?Domino Effect? packten die Menge. Auf dass der NCN Auftritt dem Bühnenbild entsprechend einen Domino- Effekt mit weiteren tollen Auftritten und viel Erfolg nach sich ziehe! Der Auftritt von Sensory Gate war an jenem Samstag auf jeden Fall eines unserer Highlights!

Auf der kleinen Bühne sollte es nun ebenso elektronisch weiter gehen. Das Duo Gecko Sector ist zwar erst 2007 entstanden, kann aber auch mit einer Grundlage aus großen musikalischen Erfahrungsschätzen glänzen. Gerrit Thomas hat bereits mit dem Projekt Funker Vogt bewiesen, dass er weiß, wie man Musik macht. Für die Instrumentalisierung und das Programming zuständig, überzeugt er auch bei Gecko Sector mit seinem Können, während Stefan Winkel mit seinem Gesang und dem Texten in der Combo glänzt. Vor der kleinen Bühne wurde es also wieder einmal ziemlich voll. Und das, was man da hören durfte, klang tatsächlich ziemlich überzeugend. Mal ging es etwas schneller und härter zur Sache, mal trafen wir auf emotionale, ergreifende Stücke. Gecko Sector präsentierten eine ziemlich bunte Mischung, bei der Langeweile ein absolutes Fremdwort war. Man darf also auf die erste Platte gespannt sein, deren Release für dieses Jahr noch geplant ist.

Im Anschluß an Gecko Sector ging es auf der großen Bühne mit IC 434 weiter. Gehört hatte ich von dieser Band bis zu jenem Zeitpunkt nichts, jedoch lockten uns die ersten Klänge bereits in Richtung Bühne und so wollte man sich doch ein Bild von dem eigentlichen One- Man- Projekt aus Belgien machen. Geert de Wildes Faible für elektronische Musik, die er selbst hervorbringen wollte, begann bereits 1991. Seitdem wurde der Sound von IC 434 immer wieder überdacht und perfektioniert. Nachdem der Korg M1 Einzug in das Soundgeschehen von IC 434 gehalten hat, war das Musikprojekt so wie es sich de Wilde vorgestellt hatte. Selbst Dirk Ivens (Klinik, Dive, Sonar) war so überzeugt von dem Dark Electro, dass er IC 434 1996 unter Vertrag nahm und einige Alben produzierte.

Auf der Bühne wurde de Wilde an jenem Samstag von Nicolas Van Meirhaeghe (Empusae, This Morn‘ Omina), der seit 2003 dabei ist und seinen Beitrag am Korg M1 stehend zu IC 434 leistet, unterstützt. Von den Songs von IC 434 war ich sofort überzeugt, so dass ich an der Bühne stehen bleiben musste statt über den Mittelaltermarkt zu tummeln, wie wir es uns vorgenommen hatten. Allerdings durfte man einer so tolle Mischung aus 80er Sounds, die vom Korg rüberschallten, gepaart mit modernen Elementen und einer starken Stimme seitens Geert de Wilde auch nicht einfach so den Rücken zukehren. Das NCN hielt mit den beiden Belgiern wieder einmal eine tolle Überraschung bereit.

Wie man vom Death Metal kommend zu einer Post- Punk-/ Dark- Wave- Formation erwachsen kann und wie sich das mit kunstgeschichtlichen Einflüssen verträgt, zeigte uns der nächste Act. Die italienische Formation Klimt 1918 bewies nicht nur mit ihrem Namen, dass sie etwas von Kunst versteht. Auch musikalisch sollte sich zeigen, wie Kunst in Ton klingen sollte. Ob Gustav Klimt diese Musik gemocht hätte, sei mal so dahin gestellt. Festzuhalten ist jedoch, dass nicht nur ein Bild, sondern auch ein Song gemalt werden kann. Und so tat es am NCN- Samstag das Vierergespann um Frontmann Marco Soellner. Zwar spürte man bei einigen Songs, dass die Jungs auf jeden Fall einmal härtere Musik gemacht haben, aber das Ganze verschmolz wirklich zu einem überraschend guten Gesamtwerk. Während das Publikum sich der anhörbaren Kunst hingab, schmetterten die Jungs einen Song nach dem anderen von der Bühne, mal etwas lauter und kräftiger, mal etwas ruhiger. Unter anderem fanden wir in ihrem Set das gefühlvolle ?The Graduate?, aber auch die beliebten ?Skygazer? und ?Snow Of ┬┤85? wieder.

Als nächstes sollte ein Act die Hauptbühne betreten, auf den ich mich im Vorwege eigentlich sehr gefreut hatte. Lola Angst hatten mich vor allem mit ihrem Song ?Boulevard Of Broken Hearts? überzeugt und da ich nicht all zu viel vom Berliner Projekt kannte, war ich umso mehr gespannt, ob ich mich auch live und von anderen Songs überzeugen ließe. Eine pompöse Orgel mit zahlreichen Orgelpfeifen schmückte die Bühne und diente als Dreh- und Angelpunkt jedes Songs. Alexander Goldmann, seinerseits ausgebildeter Kirchenorganist, konnte auch mit seinem Gesang überzeugen, doch leider wirkte das Gesamtbild etwas albern. Es wurde überheblich und angestrengt posiert, egal ob es einem Song stand oder nicht. An und für sich klangen Songs wie ?Hello Happiness? schon ansprechend, aber künftig höre ich sie mir lieber zu Hause auf Platte an. Dennoch schien die Show der drei Rebellen dem Publikum ordentlich zu gefallen, denn vor der Bühne tummelten sich einige NCN Besucher und tanzten und jubelten. Überzeugt werden konnte ich an jenem Samstag selbst aber nicht.

Da kam mit der nächste Act schon gelegener, denn uns erwartete eine interessante Mischung aus Electroclash und Industrial mit technoiden Einflüssen. Seit 1992 kann Len Lemeire mit seinem Projekt Implant schon überzeugen und so dauerte es auch nicht lange, bis die Klänge aus Belgien zu uns nach Deutschland hinüber schwappten. An jenem Samstag sollten Implant das NCN Publikum begeistern und der Andrang vor der Bühne zeigte ein weiteres Mal, dass man sich fast einstimmig auf diesen Act freute. Gestartet wurde sofort mit einem elektronisch- technolastigen Stück, das sofort dafür sorgte, dass ein Großteil der Menge zu tanzen begann. Trotz der doch hörbaren Technoelemente kam aber auch der düstere Effekt nicht zu kurz. Innovativ war irgendwie jeder Song, denn das, was man erwartete, erreichte das Ohr nicht, stattdessen gab es immer wieder eine musikalische Überraschung, die umso mehr Freude bereitete. In ihrem Set brachten Implant unter anderem auch einen mit Anne Clark aufgenommenen Song ?Tune Up Your Chips? unter, wobei hier die Stimme von Anne Clark leider vom Band kam. Gefallen konnten die Belgier aber trotzdem in mir und sicherlich auch vielen weiteren Besuchern auslösen.

Und nun war es endlich soweit. Diorama, auf die wir uns sehr gefreut hatten, betraten im Anschluss die Hauptbühne. Wie auch schon bei der letzten Tour und dem diesjährigen Blackfield Festival waren auf der Bühne zwei große Cubes installiert, in welchem sich zum einen die Drums, zum anderen das Keyboard wieder fand. Für Felix Marc, der dieses Mal auf der Bühne fehlte, gab es Unterstützung von Boris May von Klangstabil. Vor dem Auftritt der erfolgreichen Electro- Pop- Band hatten sich bereits viele Fans, Diorama- Lemminge, eingefunden, die gespannt auf Frontmann Torben Wendt und sein stets gut gelauntes musikalisches Gefolge warteten. Und wie war das Gejubel groß, als nach und nach alle auf die Bühne huschten und Torben ?Child Of Entertainment? anstimmte. Sofort wurde man mitgerissen von der super Stimmung vor und auf der Bühne; selbst Besucher, die einmal eben das Bühnengelände überqueren wollten, hielten plötzlich an und schauten erst einmal zu. Torben machte währenddessen ordentlich Stimmung, verzauberte mit dem ein oder anderen ulkigen Gesichtsausdruck und überzeugte nicht nur mit seinem Gesang, sondern mindestens genauso stark mit seiner die Songs untermalenden Körpersprache. Immer wieder lehnte er sich bei ?Erase Me? in die Menge und heizte damit den Fans noch stärker ein. Spätestens ab ?Why?, das sich zu einer regelrechten Fan- Hymne entwickelt hat, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Als Torben dann auch noch anfing, selbst am Piano tätig zu werden, wussten die Fans, dass es wieder ein perfekter Auftritt Dioramas werden würde. So stimmte ein witzelnder Torben beim darauf folgenden Song erst einmal ?The Entertainer? von Scott Joplin und dem allseitsbekannten und ? gespielten Flohwalzer an, bevor es für die Fans eine wunderschöne Akustikversion von ?Hla? zu hören gab. Mit ?Ignite? wurde dann abermals die Stimmung angehoben, sogar so sehr, dass es beim Performen auf der Bühne den begabten Gitarristen Sash zu Boden brachte, was allerdings genauso gut gelaunt einfach in den Song eingebaut wurde. Mit ?Synthesize Me? endete dann ein absolut spaßiger, erfolgreicher Auftritt. Und Torben ließ es uns noch einmal wissen, dass Diorama spätestens seit jenem Song nicht mehr aus der Liga der Superstars wegzudenken sind. Er scherzte natürlich dabei, denn er bezog sich damit auf die Ansage der sympathischen Moderatorin. Recht hatte er in den Augen seiner Fans sicherlich trotzdem!

Als nächster Act stand Dark- Rock aus Oberbayern auf der kleinen Bühne auf dem Programm. Ob mit Lacrimas Profundere tatsächlich Tränen vergossen werden, sollte sich erst noch zeigen. Zum Weinen war beim Soundcheck der vier Jungs zunächst einmal aber die hakende Technik, die den Showbeginn etwas verzögerte. Geduldig warteten aber die zahlreich erschienenen Fans, um mit der sich seit Bestehen 1993 ständig wechselnden Bandbesetzung ordentlich zu feiern. Seit 2007 gab es aber keine Besetzungsänderungen mehr. Vielleicht hat sich nun alles endgültig zusammengefunden? Zumindest klang das Ganze relativ rund, als die Show dann endlich mit Verspätung begann. Nach einem lauten, eindrucksvollen Intro wurde auch mit Songs wie ?To Bleed Or Not To Bleed? , ?Her Occasion Of Sin? oder ?Ave End? ordentlich abgerockt. Musikalisch zeigten Lacrimas Profundere einen Rundumschlag aus ihren Schöpfungszeiten und stellten sicher so manchen Fan zufrieden. Für mich war es ein solider Auftritt, ich mag die Stimme von Sänger Roberto Vitacca, der seinen Vorgänger Christopher Schmidt 2007 erfolgreich ablöste, aber 100%ig überzeugen konnten mich die bayerischen Rocker irgendwie nicht.

Im Anschluss an Lacrimas Profundere warteten einige Besucher gespannt auf eine Band, die die Mengen nicht weniger zu rocken weiß. Megaherz mussten seit Bandbestehen 1993 schon einige tiefe Täler durchqueren; spätestens nachdem Gründungsvater Alexx Wesselsky 2003 die Band, die sich schon fest im Bereich der Neuen Deutschen Härte integriert hatte, verließ, nahte eine der größten Proben, auf die man eine erfolgreiche Band nur stellen kann. Nach harter Arbeit und einigen Umstrukturierungen hatte sich die aus Bayern stammende Combo um den neuen Frontmann Lex Wohnhaas aber wieder gefangen und fühlt sich wieder richtig Wohl in ihrem Metier. Genau das merkte man den Jungs dann auch auf der Bühne an. Mit ?Das Tier In Mir? ging es los und Lex strotzte nur so vor Energie. Es machte richtig Spaß, ihm auf der Bühne zuzuschauen, wie er mal kräftig rockte, um sich wenig später aus seinem Dunstkreis hinaus in Richtung Fans zu bewegen. In ihrem 80 minütigen Set wurden dann einige Songs präsentiert, die Megaherz Fans sicher glücklich machten, darunter ?Heuchler?, ?Miststück? und ?5. März?, welches zunächst als Akustikversion im Stil von Louis Manke an unser Ohr drang, um schließlich im bekannt rockigen Stil zu enden. Eine gelungene Überraschung! Neben diesen älteren Songs wurden aber auch neue Arbeiten wie ?Ebenbild? nicht vernachlässigt. Alles in Allem war die Show von Megaherz sehr gelungen. Dem Hörer und Betrachter wird zumindest aufgefallen sein, dass ein Megaherz nicht so schnell verstummt; komme, was wolle.

Auf der kleinen Bühne wurde es nun langsam Zeit für den Headliner des Abends. Das sollten an jenem Festivalsamstag niemand anderes als die Schweden von Spetsnaz sein. Auch wenn Stefan Nilsson (Musik, Gesang, Text) und Pontus Stalberg (Schlagzeug) erst seit 2001 dabei sind, klingt vieles ziemlich nach alter Schule. Es gibt wenige Bands, die es erfolgreich schaffen, Anleihen bei Nitzer Ebb, Front 242 oder den Krupps zu nehmen und dann trotzdem wieder innovativ und selbstständig zu klingen. Der EBM ├á la Spetsnaz schafft es jedoch, einen tanzflächentauglichen Song nach dem nächsten aus dem Ärmel zu schütteln. Da die Jungs dadurch in aller Munde und vor allem aus der Szene nicht mehr wegzudenken sind, war es, wie erwartet, brechend voll vor der Bühne. Mit den zwei Krachern ?Apathy? und ?Allegiance? wurde dann auch ordentlich losgelegt und die Menge stampfte sofort mit. Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song und es wurde weiter fröhlich mitgemacht. Genauso stark wie es begonnen hatte, ging es dann auch weiter und es wurden sowohl ältere als auch neuere Stücke in die Menge geschmettert. Mit ?Perfect Body? und ?Hardcore Hooligans? warfen die beiden Schweden dann abermals begehrtes Futter vor die tanzende Meute. Spetsnaz lieferten einen absolut gelungenen Auftritt mit toller Stimmung und einer extrem gut gewählten Songauswahl ab!

Als Headliner der Hauptbühne warteten Suicide Commando auf uns. Konnten sie die Mengen auf dem diesjährigen WGT schon voll und ganz überzeugen, so waren nun natürlich die Erwartungen groß, dass es mindestens genauso gut werden würde. Und nachdem dem NCN im vergangenen Jahr eine kurzfristige Absage erteilt werden musste, freute man sich nun umso mehr auf die Show von Hellektro- Genie Johan Van Roy. Themen wie Tod, Mord, Suizid und andere grenzwertige Thematiken weiß in der Szene so wie er niemand anderes geschmackvoll und erschütternd zugleich in elektronische Klänge zu hüllen. Natürlich liegt dem Gesamtwerk von Suicide Commando rund 20 Jahre Erfahrung zugrunde und seither wurde viel herumexperimentiert, bis der Sound so unverwechselbar klang, wie er heute klingt. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn das Suicide Commando ist seither nicht mehr wegzudenken von den Tanzflächen Deutschlands, Europas und der Welt.

Mit ?Severed Head? legte Johan los und im Grunde jagte auch hier ein Kracher den anderen. Ob Stücke vom aktuellen Album ?Implements Of Hell? wie gerade genanntes ?Severed Head?, ?The Pleasures Of Sin? oder ?Die Motherfucker Die? oder etwas ältere Songs wie der Klassiker ?Cause Of Death Suicide? oder ?Dein Herz, meine Gier?; jeder einzelne von der Bühne ins Publikum dringende Klang schlug ein wie eine Bombe. Untermalt wurden die Songs von aufrüttelnden Videos, in denen sich mal die Pulsader aufgeschnitten wurde oder aber Bilder aus der Dritten Welt für Schrecken sorgten. Diese Gesellschaftskritik schaffen es bisher nur wenige Bands so glaubhaft rüber zu bringen wie es Suicide Commando vermag. Mit Unterstützung von Torben Schmidt (Lights Of Euphoria, Infacted Recordings) am Keyboard und Mario Vaerewijck (Insekt) an den Drums kreierte der energiegeladene Johan eine einmalige Show auf der Bühne, der die Spielposition als Headliner wie auf den Leib geschnitten war.

Der zweite Festivaltag war musikalisch, vom Wetter her gesehen und von der Stimmung her ein voller Erfolg, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Die Freude auf den Sonntag war demnach auch groß, obwohl wir bereits am Samstag und Freitag viele tolle Highlights hatten.

Der Bericht zum dritten Tag, sowie die kompletten Fotosets werden in Kürze hier veröffentlicht.


Bericht: Tanja Sunshine
Fotos: Michael Gamon (Fotos Gecko Sector: Thomas Bunge)

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