GOTHIC FESTIVAL – Sonntag – Waregem, Expo (18.07.2010)

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Hier gehts zum kompletten Review zum Gothic Festival 2010 mit allen Fotosts: GOTHIC FESTIVAL 2010

Sonntag, 18.07.2010

Als wir am Sonntag gegen 14.30 Uhr das Expogelände betraten, war fast allen Anwesenden die letzte Nacht noch anzusehen. Der Veranstalter hatte dort mit einer feinen Mixtur, die alle Genres im Vergleich zu vielen namhaften Veranstaltungen fast ausschließlich im hochklassigen Bereich bedient, das Publikum bis auf einige wenige Gestalten flächendeckend durchgeschwitzt, leer getanzt und mit einem breiten Grinsen in die Nacht entlassen. Für diesen Tag stand eine ähnlich hochkarätige Mischung an wie am Vortag. Allerdings war bereits im Vorfeld relativ klar geworden, dass nach dem Samstag mit dem kanadischen Doppelpack der Sonntag trotz diverser großer Namen vergleichsweise ruhig ablaufen würde.


Club Stage 14:10 Uhr
The Exploding Boy

 Erato und Vic Anselmo hatten bereits gespielt und die Schwedencombo The Exploding Boy, die bis dato im unverdienten Ruf standen, eher ein Geheimtipp als Garant für ausverkaufte Häuser zu sein (in Deutschland spielten sie 2009 zum Teil vor nicht mehr als 30 Gästen) spielten gerade die letzten drei Songs ihres Sets, das beim Publikum sichtlich gut ankam und den Nordlichtern Gelegenheit bot, vor breitem Publikum zu zeigen, was sie drauf haben, bevor demnächst das dritte Album erscheint. Die ersten beiden Alben wurden ob des geringen Bekanntheitsgrades lediglich von der Fachpresse gefeiert, das Zielpublikum feierte damals andere Bands. Als die 10 Songs umfassende Setlist mit ?London? und ?Desperados? ausklang, konnten The Exploding Boy zig neue Fans auf der Habenseite für sich verbuchen; die tanzende Menge war unübersehbar begeistert. Entsprechend zielstrebig bewegte sich ein kleiner Mob zum Merchandisestand, wo die CDs weggingen, wie nichts Gutes. Tourdaten rot im Kalender anstreichen!

Setlist:
01. I Am Truth
02. 40 Days
03. Shot Down
04. It?s Over
05. Intervention
06. Better Then Fine
07. The Right Spot
08. Heart of Glass
09. London
10. Desperados


Main Stage 15:05 Uhr
Star Industry

 Die mir nur namentlich bekannten Star Industry aus Belgien wurden vom heimischen Publikum auf der Main Stage wie eine Band empfangen, die Stadien füllt. Schon beim Opener ?Be Real? wurde vor der Bühne reihenweise getanzt, was sich im Laufe des Sets steigerte, bis sich am Ende kaum einer der Anwesenden der herrschenden Feierlaune der Band entziehen konnte. Nicht, dass der Auftritt nur so vor Showeffekten oder Ausnahmehits strotzte, aber die Mannen lieferten solide ab, wirkten, als ob sie auf der Bühne zuhause seien, und als sie gegen Ende noch ein Cover des MGMT-Hits ?Kids? in einer gitarrenlastigen Partybrettvariante herauskramten, fiel es auch mir und den Umstehenden schwer, nicht mitzugehen. Einziges Problem dieses Genres: durch die Flut von Goth Rock-Kapellen, die alle in viel zu großen Fußabdrücken zu wandern versuchen, versinken potenzielle Hits in der Masse und trotz energiegeladener Show waren Star Industry zwar im spaßlastigen oberen Bereich der Party-Skala anzusiedeln, durchaus routiniert und in der Lage, Stimmung zu machen, aber auf der musikalischen Seite (abgesehen von ?Kids?) vermisste ich Stücke, die sich im Gehör festbeißen und auch auf dem Heimweg noch im Gedächtnis bleiben.

Setlist:
01. Be Real
02. Spirits Within
03. Ceremonial
04. Pray
05. City of Light
06. Kids
07. Lost Generation
08. Nineties


Club Stage 16:00 Uhr
Bettina Köster

 Mit ihrer damaligen Band MALARIA! hatte sich Bettina Köster in den frühen 80ern einen Namen gemacht und einige Clubhits herausgebracht, der wohl bekannteste darunter war ?Kaltes Klares Wasser?. Nach der Auflösung der Band und einem erfolglosen Wiederbelebungsversuch im Jahre 1992 veröffentlichte sie einige eher unbekannte Werke und entsprechend waren die Erwartungen an den Auftritt eher bescheiden. Gedämpftes Licht auf der Bühne, eine Drummerin mit Macbook und Bettina Köster wirkten auf der Bühne fast schon, als wäre man in einer Havanna-Bar. Dieses Gefühl wurde durch den Minimalsound und eine Chanteuse, die während des Auftritts grob geschätzt eine Schachtel Zigaretten in Zeitlupe durch das Mikro hauchte, um zwischendurch wie ein Raubtier auf und ab zu laufen, verstärkt. Das Set bestand leider zum Großteil aus neuerem Solo-Material, welches das Publikum kaum zu kennen schien, was Frau Köster aber mit viel Charme und Routine überspielte. Ein wenig ließ sie dann auch zwischendurch durchblicken, dass sie das Spiel schon deutlich länger spielt, als die meisten Anwesenden, und so hatte ihre Bühnenpräsenz passagenweise schon fast das divenhafte einer Grande Dame der Szene an sich. Die kleinen Tanzeinlagen und das spontane Umkrempeln der Setlist (auch im Publikum waren die Unterhaltungen mit Drummerin Ines Perschy deutlich über das Mikro zu hören) zeigten, dass Frau Köster sprichwörtlich die Hosen an hat und ein ihrer Bühnenerfahrung angemessenes Statusbewusstsein mitbringt. Als dienstälteste Performerin des Wochenendes hatte Bettina Köster trotz der streckenweise ruhig ausgefallenen Show für die sympathisch-souveräne Art und kleine Anekdoten (‚?mein Englisch war zur Entstehungszeit von ‚Your Turn To Run‘ noch nicht besonders gut?‘) minutenlangen Applaus geerntet und das Publikum mit den beiden großen Clubhits ?Your Turn To Run? und ?Kaltes Klares Wasser? belohnt.


Main Stage 16:55 Uhr
Rabia Sorda

 Zu den Klängen des Intros ?Mexico Today? betrat ein bandgewordener Seitenhieb Richtung Ölpest im Golf von Mexiko die Bühne: Rabia Sordas Keyboarder als aus Live-Drummer hatten schwarz verschmierte Gesichter, Erks Arme waren ebenso von einer schwarz glänzender Masse überzogen. Nach wenigen Sekunden rief ?Save Me From My Curse? mit Urgewalt und durch Livedrums unterstützt in Erinnerung, wieso Rabia Sorda auf Festival so gefeiert werden: Erk versteht es wie kaum ein anderer Frontmann im Elektrobereich, die Energie seiner Musik so direkt auf das Publikum zu übertragen, dass der Funke schon bei den ersten Beats die Halle komplett bis zum letzten Mann zum tanzen bringt. Wie schon bei Front Line Assembly und Skinny Puppy am Vorabend machten sich das Liveschlagzeug und der gute Sound auch hier wieder als stimmungssteigernd bemerkbar, was bei Elektrocombos leider selten der Fall ist und oft live vergeigt wird. Band und Publikum feierten und schwitzten zusammen zu Tracks wie u.a. ?Get Your Overdose?, ?Radio Paranoia? und ?Out Of Control?, was ein breit strahlender Erk, aber auch der Ansturm auf die Getränketheke im Anschluss nochmals unterstrichen. Ersetzte problemlos das Red Bull; so machen Festivalauftritte Laune!

Setlist:
01. Mexico Today [Intro] 02. Save Me from my Curse
03. Get your Overdose
04. Radio Paranoia
05. What U get is what U See
06. Misery
07. Out of Control
08. Breaking Through
09. Heart Eating Crows
10. Walking on Nails


Club Stage 17:50 Uhr
The Eden House

 Seit Wochen freute ich mich darauf, The Eden House endlich live sehen zu können, an diesem Sonntag war es endlich soweit: Tony Pettitt, ehemaliger Fields of the Nephilim-Bassist, gründete 2007 das Projekt mit einem wechselnden Line-Up namhafter Live- und Studiomusiker, u.a. Monica Richards (Faith and the Muse), Julianne Regan (All About Eve), aber auch einigen anderen ehemaligen Fields-Mitgliedern. Der Mix, der sich am charakteristischen Fields-Bass entlanghangelt, erinnert entfernt an? naja, einfach mal reinhören, wer es nicht kennt; Vergleiche sind eben doch sehr subjektiv. Etwas Cocteau Twins, Massive Attack-Anleihen, teils Oldschool Goth Rock, etwas This Mortal Coil und trotzdem trifft nichts davon den Kern.

Kein langatmiges Intro, keine Nebelwand, verhallte Gitarren, bombastische Drums, Fields-Bass. Anna-Christina und Valenteen begrüßten das Publikum mit ?The Dark Half? und wurden lautstark von diesem empfangen. Die große Frage, ob Monica Richards, die später an diesem Abend mit ihrer Band Faith and the Muse auf der Bühne stehen würde, ebenfalls für einige Stücke dazustoßen würde, musste leider mit einem ‚Nein‘ beantwortet werden. Im Verlauf des Abends wurden Anna-Christina und Valenteen mehrfach durch Amandine Ferrari verstärkt, die sich am Ende des Konzerts gerührt und unter Tränen vom Publikum verabschiedete, ihren Platz an Anna-Christina (Lilygun) übergab und an diesem Abend lediglich als Gastsängerin anwesend war.

The Eden House beeindruckten mit einem nahezu perfekten Auftritt, der ohne große Showeffekte auskam: musikalisch makellos, stimmgewaltig, absolut überzeugend und mit jenem typischen britischen Humor, mit dem beispielsweise ?To Believe In Something? von Valenteen angesagt wurde: ‚I believe in something? I believe in BEER!‘.

Setlist:
01. The Dark Half
02. Gods Pride
03. All My Love
04. Trashed Treasure
05. Reach Out
06. Iron in the Soul
07. Fire for You
08. To Believe in Something
09. Sin
10. Play Dead [Björk-Cover]


Main Stage 18:50 Uhr
Unheilig

 Den Hype, der in Deutschland um Umheilig gemacht wurde, hat man im Ausland nicht sonderlich wahrgenommen und so erinnerte dieser Auftritt die Band vermutlich an ihre Anfangszeiten. Unheilig vor 3.000 Leuten – das hatte nach deutschem Standard fast schon Clubcharacter. Da ich selbst kein Fan dieser Combo bin, hatte ich sie bislang auch nicht live gesehen, aber wenn man schon vor Ort ist? Die Bühne war mit Kerzen zu Tode dekoriert worden, dass selbst der ein oder andere Sakralbau vor Neid hätte erblassen können. Mitten auf der Bühne stand ein Konstrukt, welches einen Schiffsbug darstellen sollte. Nachdem das Intro verklungen war, zeigte sich dann auch Der Graf und versuchte, die Massen dazu zu bewegen, zu ?Seenot? die Arme zu heben. Das hat man bei Depeche Mode schon besser gesehen und wirklich von Erfolg gekrönt waren dann auch deutsche Ansagen und Anfeuerungsrufe Richtung Publikum nicht, schien Der Graf doch vollkommen zu ignorieren, dass man sich im Ausland befindet. Stimmung kam dennoch auf, es wurde mitgegangen und getanzt, aber bei Weitem nicht auf dem Level, das Unheilig von deutschen Bühnen mittlerweile gewohnt sind. Alles in Allem musikalisch ok und mit halbwegs netter Show, das wars für mich dann aber auch.

Setlist:
01. Intro
02. Seenot
03. Spiegelbild
04. Unter Deiner Flagge
05. Abwärts
06. An Deiner Seite
07. Grosse Freiheit
08. Maschine
09. Für Immer
10. Geboren um zu Leben


Club Stage 19:55 Uhr
Spectra*Paris

 Gut, Kirlian Camera kennt man. Nichts, was mich vom Hocker haut, aber immerhin hatten sie einige Achtungserfolge. Schlimmer Akzent, aber ok, bekanntlich ebenfalls Geschmackssache. Spectra*Paris sagte mir nicht sonderlich viel, aber eine chice Videoshow und eine Bühne voller Damen lockte dann doch die Massen und ich sah mir die Mischung aus Modenschau, einigermaßen nett aussehenden Damen, ein wenig Eitelkeitsgepose und relativ gleichbleibend poppiger Fahrstuhlmusik, die zumindest für meine Ohren nach Track 5 sehr austauschbar und eintönig wurde und irgendwann meinen Stempel "Viel Rauch um Nichts" bekam. Etwas Abwechslung brachten die wechselnden Bühnenoutfits der Damen, die gefühlte 20 Mal in anderen Klamotten wiederkamen. Ganz nett anzusehen, vermutlich aber bleiben die Bilder der bildgewaltigen und edel anmutenden Videos und das ausdrucksstarke Gepose länger in Erinnerung, als die Musik. Tat zumindest nicht weh und bot mal Gelegenheit, sich das Ganze entspannt von der Chillout-Gallerie anzusehen.

Setlist:
01. License To Kill
02. A Clockwork London
03. 007 Gold
04. Movie Ghouls
05. Death Records
06. Falsos Suendos
07. Carrie Satan
08. Size Zero
09. Antland
10. Spectra Murder Show


Main Stage 20:55 Uhr
Alien Sex Fiend

 Alien Sex Fiend? Graue Vorzeit, uralte Konzertberichte von Freunden aus den 80ern, darunter Fotos, sehr eigener Sound, ein paar uralte Clubklassiker, eine reichlich abgedrehte Optik und schräge Videos hatte ich im Hinterkopf, als ich den Namen im Line-Up las. Als ich sah, wie die Bühne für eben diese Kultcombo aufgebaut wurde, ahnte ich, dass Nik und Mrs. Fiend mit dieser Tradition nicht brechen würden: aufgepfählte Schädel, leicht trashige Optik, farbverschmierte Schaufensterpuppenteile, Dekospinnennetze überall, im Hintergrund eine Synthesizerburg, die an diesem Wochenende nur von cEvin Key überboten werden konnte, dahinter Mrs. Fiend in gewohnter Optik. Lediglich das Gesicht verriet, dass man sich nicht etwa ein 80er-Jahre Video reinzog, sondern tatsächlich eine gealterte Kultband vor sich auf der Bühne hatte. Ein gewohnt weiß geschminkter Nik Fiend wurde auf einer Krankenbahre an die Bühnenfront getragen, erhob sich langsam als die ersten Töne von ?I walk the line? erklangen und das Publikum feierte die alten Helden und sang lauthals mit. Das gespielte Set lag aber dann für eine Band mit so vielen tanzbaren Clubhits doch deutlich unter dem Möglichen und so verpuffte die Begeisterung allgemein merklich, auch wenn Nik Fiend zwischendurch den Kasper raushängen ließ oder Plastikschädel ins Publikum warf. Bei ?Ignore The Machine? schoß mir noch durch den Kopf: na bitte, geht doch. Leider sollte es das letzte Stück im Set sein, was dann offensichtlich auch einige der Fans murmelnd bemängelten. Insgesamt ein gelungener Auftritt, auch wenn das Set insgesamt massenfreundlicher und energiegeladener hätte ausfallen können.

Setlist:
01. I Walked The Line
02. In And Out Of My Mind
03. Venus
04. Isolation
05. Now i┬┤m feeling zombiefied
06. R.I.P.
07. Gotta have it
08. Ignore the machine
09. Hurricane
10. Boneshaker baby


Club Stage 22:20
Faith And The Muse

 Auf der Club Stage erwartet den Besucher ein weiteres Highlight dieses Wochenendes. Faith And The Muse aus den USA hatten einen Instrumentepark im Schlepp, dass man zu dem Schluss hätte kommen können, gleich ein halbes Orchester auf der Bühne zu erleben: zig japanische Taiko-Trommeln in allen Größen quer über die Bühne verteilt, ein E-Cello in allerfeinster Designeroptik, Violinen und etliche Mikrofonständer und unter Garantie eine Batterie handverlesener Multiinstumentalisten, wie schon zuvor bei The Eden House. Nach dem letzten Album :ankoku butoh:, welches hauptsächlich japanische Naturreligionen und Schlachtenpoesie thematisiert, war ich sehr neugierig, was Monica Richards, William Faith und Band servieren würden.

Mit ?Bushido? (der Weg des Kriegers) hatten Faith And The Muse den Opener des neuen Albums gewählt, um percussiongewaltig ihr Set zu eröffnen. Stille, ein kleiner japanischer Gong ertönt, gefolgt von Taikos, die in martialischer (und korrekter) Pose geschlagen zeigten, wie unglaublich kraft- und druckvoll herkömmliche Drums ?und insbesondere japanische Taikos? klingen können. Sehr ungewöhnlich für das Genre; das habe ich nie zuvor in dieser Form auf Szenefestivals gesehen oder gehört und das Publikum anscheinend auch nicht. Ein Blick über die Schulter: glänzende Augen, anerkennendes Nicken, Gewippe, tanzende Menschen, kurz: alles richtig gemacht. Während des Gigs wechselten fast alle sieben Musiker auf der Bühne mehrfach die Instrumente und beeindruckten immer wieder mit Vielseitigkeit. Es folgten drei weitere Stücke des letzten Albums, gefolgt von ?Scars Flown Proud? und nach ?Blessed? gönnte Monica dem Publikum eine Verschnaufpause mit einem Stück von ihrem Soloalbum ?InfraWarrior? namens ?Into My Own?, welches noch einmal eindrucksvoll unterstrich, auf welch hohem technischen Niveau die Band unterwegs ist. Ein wenig unerwartet, aber nicht unwillkommen wurde es mitten im Set mit ?The Unquiet Grave? folkloristisch und gab dem Auftritt einen leicht irischen Hauch. Mit ?Sovereign? wähnte sich die Band schon am Ende des Sets, als sie mitgeteilt bekam, dass sie Zeit bekämen für einen weiteren Song. Mit ?Sredni Vashtar? beendeten Faith And The Muse unter minutenlangem Beifall ihren Auftritt und hinterließen begeisterte Gesichter und einen rundum zufriedenen Schreiber. Wer nicht dort war: unbedingt auf Tour ansehen!

Setlist:
01. Bushido
02. She Waits By The Well
03. Battle Hymn
04. Blessed
05. Scars Flown Proud
06. Into My Own
07. Caesura/The Trauma Coil
08. The Unquiet Grave
09. Cantus
10. Sovereign
11. Sredni Vashtar


Main Stage 23:40 Uhr
VNV Nation

Zu den Auftritten von VNV Nation muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, arten sie doch immer zu Massenparties und Tanzveranstaltungen aus, bei denen man selten das Gefühl hat, dort könnte irgendjemand an Spaßmangel eingehen. Da VNV Nation als Headliner und entsprechend als letzte Band des Tages (eigentlich ein Witz, 20 Minuten vor Mitternacht bedeutet, dass lange in den Montagmorgen hinein gespielt würde) auftraten, war zu befürchten, dass viele Gäste fernbleiben würden, da das Wochenende reichlich anstrengend war und viele am nächsten Tag arbeiten gehen würden. Weit gefehlt, VNV Nation waren für viele im Publikum ein Hauptgrund, am Sonntag nach Waregem zu kommen und so spielten VNV Nation mit Gastmusikern Tom Lesczenski (S.I.T.D.) und Hans ├ůkerman (Run Level Zero) ein Paket, das sich gewaschen und die Halle zur Tanzfläche gemacht hatte. Ronan ließ es sich nicht nehmen, zwischendurch verbal die niederländischen Fußballkünste aufs Korn zu nehmen, zu feiern und sich postwendend für die Party verdient feiern zu lassen. Mit von den meisten Anwesenden komplett durchgetanztem Set machten VNV Nation als Letzte für dieses Jahr die Tür zu und widerlegten alle Befürchtungen bezüglich einer leeren Halle zum Festivalende. Ein großartiger Abschluss eines fast perfekten Festivalwochenendes!

Setlist:
01. Intro
02. Tomorrow Never Comes
03. Testament
04. Darkangel
05. Further
06. Sentinel
07. Chrome
08. The Great Divide
09. Illusion
09. Standing
10. Honour 2003
11. Beloved
12. Perpetual

Die kompletten Fotosets der aufgetretenen Bands werden schrittweise eingepflegt.


Autor: I. Ill├ęs
Fotos: Michael Gamon

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