Lesedauer: 3 Minuten
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Der Abend fand im Musikbunker Aachen statt, einer wirklich coolen Location, die allerdings einen Nachteil hat: Im Keller des Gewölbes ist es verdammt kalt, was sicher nicht nur für die Zuschauer unangenehm ist, sondern auch für die Musiker und insbesondere die Sänger/innen ein Problem darstellt.
Trotzdem absolvierte Carlo van Putten seine Aufgabe als Frontman der Dead Guitars natürlich wieder mit Bravour und umschmiegte die Klangteppiche und Soundcollagen seiner vier Mitstreiter. Aufgrund des Supportslots am heutigen Abend wurde leider auf neue Songs, die derzeit fürs kommende Album aufgenommen werden, komplett verzichtet, aber Songs wie "Name Of The Sea" oder "Crumble Zone" sind auch heute noch über jeden Zweifel erhaben und bedienen Körper wie Seele gleichermaßen. Und mit "Crash" war natürlich auch wieder ein absolutes Gefühlsmonster im Set enthalten, das seinesgleichen sucht. Wieder ein toller Auftritt der fünf sympathischen Musiker und so war das Publikum perfekt für den eigentlichen Hauptact eingestimmt und man sah dem Auftritt der vier aus Los Angeles angereisten Musiker positiv entgegen.
Leider kam es doch anders, denn irgendwie schien es alles nicht so ganz zusammen zu passen. Da war Frontfrau Cindy, die zwar keine wirklich schlechte Stimme besitzt, aber mit ihrem Organ und auch ihrer Erscheinung im Glitzeroberteil nicht wirklich in den Rahmen zu passen schien. Dazu die Abstimmungsprobleme bei den Musikern und ein Michael Dempsey, der sein Handwerk zwar offensichtlich beherrschte, aber den Songs eine sehr ungewöhnliche Färbung verpasste. Selbst Lol Tolhurst schien etwas lustlos, wenn auch durchaus sympathisch. Es handelte sich hier um einen der ersten Auftritte der Band auf europäischem Boden, vielleicht hätte man das Ganze etwas weiter nach hinten verschieben sollen um besser aufeinander abgestimmt zu sein. So wirkte der Gig wie der einer zweitklassigen Cure-Covernband und noch heute wünschte ich, ich hätte ihre Version von "Jumping Someone Elses Train" nie gehört, das grenzte wirklich an Körperverletzung. Am besten gefielen mir da noch ihre Versionen von "Accuracy" und "Grinding Halt", aber es blieb schlichtweg eine große Enttäuschung. Wie gesagt, es hätte so schön sein können, so aber spielten Levinhurst den Saal nach und nach leer, schade und auch traurig.
Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion
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Autor und Fotos: Michael Gamon
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