THE TING TINGS – D├╝sseldorf, Stahlwerk (04.05.2009)

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

The Ting Tings, Stahlwerk, Düsseldorf
Montag, 4. Mai 2009

Montags ist nicht unbedingt mein bevorzugter Ausgehtag. Aber die Tickets sind bezahlt und schließlich erhofft man sich ja viel Spaß bei dem Duo aus Salford, die sich ganz groß Pop auf ihre Fahnen geschrieben haben. Im Radio laufen ihre dynamischen Songs – zu Recht! rauf und runter, verbreiten Partystimmung und vertreiben jeglichen Montagsblues.

Das Düsseldorfer Stahlwerk ist gut gefüllt, das Geschlechter- und Altersverhältnis geht zugunsten hübsch-bunt verpackter Girlies aus, aber es gibt auch einige Ü40-Britpopper zu entdecken. Kaum zu übersehen sind die "Absolut kein Blitzlicht"-Plakate, die vor allem Drummer Jules De Martino schützen sollen, der in der Vergangenheit damit Probleme hatte.

Als Support treten die Lokalamatadoren DKDENT auf. Ihr elektronischer Sound erinnert an Nouvelle Vague oder auch Paula, das Publikum ist der 4-köpfigen Heimband zwar wohlgesonnen – es wird getanzt, geklatscht – aber richtige Stimmung kommt erst auf, als TingTings Jules die Bühne betritt und die ersten Takte von "We walk" erklingen. Es darf getanzt werden! Der klare, mitreißende Sound geht einfach sofort in die Beine. Sängerin Katie White betritt die Bühne und freut sich sichtlich über soviel Enthusiasmus ihrer Fans. Ihre Begrüßung – brav auf deutsch auswendig gelernt – endet mit einem "You can all fuckin‘ daaance!" was bei "Great DJ" nicht schwer fällt. Katie erinnert mich an eine junge Wendy James (Transvision Vamp), so strahlt sie doch ebenso Sexiness und Freude an kraftvollen Melodien aus. Ihre überschwengliche Energie lässt sie an einer separaten Bassdrum aus, die ihr später noch als Podest dienen soll.

Nach 45 Minuten ist erstmal Pause, wie ich zuerst denke. Jules überlässt sein Handtuch lässig den ersten Reihen weiblicher Fans und Katie verschwindet hinter die Bühne. Klamottenwechsel? Als Jules zurück kommt ist es Zeit für ein paar Spielereien auf seinem Keyboard und so ertönen "Walk this way", "Another one bites the dust" und "Ghostbusters" bevor Katie die Bühne wieder betritt – nicht wie erwartet in neuem Outfit. Ok, also ist das nun schon die Zugabe. So ist das wohl, wenn man als Newcomer mit noch begrenztem Repertoire unterwegs ist. Keine Zeit sich darüber zu ärgern, schließlich ertönt als Abschluss ihr bisher wohl bekanntester Song "That’s not my name" und der Saal brennt!

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch Anklicken des Bandfotos:

Fotos und Bericht : Natalie Kreuter

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