Ladytron – Velocifero

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LADYTRON – Velocifero
VÖ : 30.05.2008
(Major Records / Alive!)

Lineup: Helen Marnie – Glasgow, Scotland. Mira Aroyo – Sofia, Bulgaria. Daniel Hunt – Liverpool, England. Reuben Wu – Liverpool, England.

Die Electropop-Band Ladytron wurde 1998 in Liverpool, Großbritannien gegründet. Die Band spielte von Anfang an eine Art Vorreiterrolle, da sie eine der ersten war, die simple, einfach nachzuvollziehende Strukturen in ihre elektronischen Klänge arbeiteten, die stark an die minimale Musik der frühen 1980er erinnern.

Ladytron haben sich in den letzten Jahren auf ausgedehnten Tourneen als ausgezeichnete Liveband erwiesen. Im letzten Jahr konnte man sich davon überzeugen, als die Band (auf Anfrage von Trent Reznor!) als Support-Act für Nine Inch Nails im Frühjahr 2007 brillierten. Es verwundert nicht im Geringsten, dass u.a. Alessandro Cortini von den Nine inch Nails Hilfestellung bei der Produktion von ?Velocifero? gab.

Auffällig für den Sound von ?Ladytron? ist, obwohl meist elektronisch vorgetragen, dass alle Songs ein dynamisches Eigenleben und charmante Komposition besitzen, die genauso gut mit Akustikgitarre, quasi ?unplugged?, am Lagerfeuer einer warmen Sommernacht ihre volle Wirkung entfalten würden.

Schon der erste Track ?Black Cat? kommt mit seinen knarzigen, treibenden Bässen und den geschickt programmierten Drums recht offensiv daher, überrascht mit bulgarisch vorgetragenen Lyrics und schießt uns direkt in die Umlaufbahn des ?Ladytron?-Universums.

Schwerelos erleben wir Songs wie ?Runaway?, ?Burning up? und ?Predict the day?, die nicht nur brilliante Ohrwürmer sind, sondern zudem die Songwriterqualitäten des Quartetts recht eindrucksvoll unterstreichen vermögen.

Die Ballade ?Lovers? schafft es mühelos, mit seiner phantastischen Atmosphäre und einschmeichelnden Harmonien direkt ins Herz zu gelangen und sich dort einzunisten. Das ist ganz großes Kino!

?Velocifero? ist ein Longplayer aus einem Guss, man bekommt hier keine Durchhänger oder ?Füllmaterial? aufgetischt, was an sich heutzutage auch eher selten ist. Eine perfekte Symbiose aus Gefühl und elektronischer Kälte. Ein Album, bei dem man sich wünscht, nie wieder in die Anziehungskraft der Erde zu gelangen.

Anspieltips: ?Black Cat?, ?I..m not scared?, ?Lovers?


Tracklisting:

01.) Black Cat
02.) Ghosts
03.) I..m not scared
04.) Runaway
05.) Season of illusions
06.) Burning up
07.) Kletva
08.) They gave you a heart
09.) Predict the day
10.) Lovers
11.) Deep blue

Autor : Frank Stienen

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