FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE & SCHULZ – K├Âln, Palladium (15.04.2008)

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Der Abend im Palladium begann damit, dass Fury Sänger Kai den Anwesenden von den diversen Unglücksfällen während ihrer Abschlußtour (seine Knieverletzung, krankheitsbedingtem Ausfall der eigentlichen Vorband Gregory Darling) erzählte. Nach diesen einleitenden Worten betrat im Anschluss "Schulz" pünktlich um 20 Uhr die Bühne des Palladiums. "Schulz" besteht normalerweise lediglich aus Fabian Schulz (ex No Sex Until Marriage), er wurde aber heute von einer Art Allstarband begleitet, zu der u.a. Fury Bassist Christian und der Drummer von Gregory Darling gehörten. Den Songs selbst merkte man an, dass sie üblicherweise lediglich von Schulz mit Akustikgitarre aufgeführt wird, doch tat die zusätzliche Instrumentierung sehr gut und die nachdenklichen Songs wurden gut vom Publikum aufgenommen. Das Publikum war zudem durch die Anwesenheit von Funk und Fernsehn zusätzlich motiviert und auch die Tatsache, dass der Abend für die kommende DVD von Fury aufgezeichnet wurde, tat wohl sein übriges zur Begeisterung der Massen. Neben seinen netten deutschsprachigen Singer/Songwriter Popsongs überzeugte Schulz durch sympathische Ansagen wie ‚ich bin kritikfähig, so lange sie nur positiv ist‘. Sein schöner Set dauerte genau eine halbe Stunde und dann begann das Warten auf den Mainact.

Setlist Schulz:
01. Ich
02. Vorbei
03. Auf Deiner Seite
04. himmelblau
05. Wir Fliegen
06. Supermann

Zum Glück spanntem die alten Hasen guter deutscher Rockmusik ihre Fans im nicht ganz ausverkauften Palladium nicht allzu lange auf die Folter und schon vor 21 Uhr wurde der Auftritt durch ein Intro eröffnet, bei dem es um das harte Leben als Rockstar ging, wo One-Night-Stands und co einem das Leben zur Hölle machen. Im Anschluß betraten die sechs Musiker die Bühne, allen voran Sänger Kai mit Knieschiene, die ihm im folgenden zwar einen Auftritt ermöglichte, ihn jedoch weitergehend vom Springen etc abhielt, was ihm merklich leid tat. Es hielt ihn und seine Mannen hingegen nicht davon ab, bei "One Good Reason" und dem nachfolgenden Song ins Publikum zu wandern und von dort aus zu performen. Dazu wurden die Zuschauer zum sitzen aufgefordert, was die Band (verständlicherweise nicht deren Sänger) ebenfalls tat. Sein Kommentar zum Unfall im übrigen "Wieso spielen wir auch in Luxemburg, ich hätte es besser wissen müssen". "Every Generation’s got its own disease" wurde mit den Worten angekündigt "der Song ist das Beste was wir je gemacht haben". Schön für die Fans war übrigens, dass auf der Tour komplett auf neue Songs verzichtet wird um den Fans das zu geben, was sie sonst immer hören wollen: Klassiker. Und das tun sie und man kann im Nachhinein sogar eine Aufnahme des Konzerts unmittelbar nach dem Gig auf einem USB-Stick kaufen, sicher ein nettes Gimmick für die Fans. Angenehm sympathisch zudem einige Anekdoten aus der langen Karriere der Band, wie zum Beispiel die zur Maxi von "Trapped Today, Trapped Tomorrow", die damals im Presswerk verwechselt wurde, so dass sich auf den Tonträgern später eine "Best Of Boney M." befand.

Das Publikum rekrutierte sich übrigens aus allen Altersgruppen und es wurde ganz besonders viel getanzt. Nach neunzig Minuten beendete "Time to Wonder" den Hauptteil des Konzerts und natürlich gehörte dieser Song zu den Highlights des Abends und so wurde die Band auch gleich frenetisch zurück auf die Bühne geklatscht. Mein persönliches Highlight folgte allerdings direkt nach der Rückkehr als erste Zugabe: "Kick It Out"! Es folgten noch fünf weitere Zugaben, darunter das Schlusslied "Seconds To Fall" und die Fury-Hymne "Won’t Forget These Days". Eine passendere Nummer hätte es zu dieser Abschiedstour wohl nicht geben können.Deutschland verliert mit dem Abgang der Furys von den Brettern die die Welt bedeuten, eine seiner besten Livebands, die es wie kaum eine andere versteht Popsongs eine Energie zu verleihen, die trotz fehlender Dance-Einflüsse zum tanzen animiert. Es bleibt abzuwarten, ob diese Lücke von jemand neuem geschlossen werden kann …

Good bye Fury!

Setlist:
01. Intro
02. Cut myself into Pieces
03. Hang the DJ
04. Hello and Goodbye
05. Radio Orchid
06. Jericho
07. Then she said
08. Dancing in the Sunshine
09. Should have known better
10. One good Reason
11. Bring me home
12. On Alarm
13. Are you real?
14. Every generation got its own disease
15. Trapped Today, Trapped Tomorrow
16. Haunted Head and Heart
17. Cry it out
18. Milk and Honey
19. When I?m dead and gone
20. Time to wonder
21. Kick it out (Z)
22. Riding on a dead Horse (Z)
23. Won?t forget these days (Z)
24. Come on (Z)
25. Down there (Z)
26. Seconds to fall (Z)



Bilder des Konzerts gibt es in unserer Concert-Pictures-Sektion.

Fury In The Slaughterhouse:

Schulz:

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