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Lesedauer: 3 MinutenFabienne Erni, vielen bekannt als prägende Stimme von Eluveitie und als kreative Kraft hinter Illumishade, tritt mit ihrem ersten Solo-Album aus den gewohnten Bandkontexten heraus. Mit „Starveil“, das am 13. März 2026 erscheint, markiert die Schweizer Sängerin einen bewussten Schritt in Richtung einer eigenen künstlerischen Sprache – persönlicher, konzentrierter und in der Dramaturgie klar als in sich geschlossene Erzählung gedacht. Die bisherigen Vorabveröffentlichungen geben dabei bereits einen deutlichen Hinweis auf die Spannweite dieses Projekts, das weniger als Seitenpfad, sondern als eigenständiger Raum angelegt ist.
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Das Musikvideo zu dem Song kannst du dir hier ansehen:
Das begleitende Musikvideo übersetzt diesen Ansatz konsequent ins Bild. In einer dunklen, rituell aufgeladenen Szenerie treten die beiden Sängerinnen als gleichwertige Gegenpole auf, umgeben von Symbolen, Kerzen und Requisiten, die eher an ein verborgenes Ritual als an eine klassische Performance-Situation erinnern. Die Inszenierung verzichtet auf lineare Handlung und setzt stattdessen auf Verdichtung: Gesten, Blicke und Bildräume greifen ineinander und verstärken den Eindruck einer kontrollierten Beschwörung. Das Video wirkt weniger wie ein erzählerischer Clip, sondern wie ein visuelles Echo auf die innere Bewegung des Songs – ein kurzer Blick in den emotionalen Kern von „Starveil“.
Im Zentrum der bisherigen Veröffentlichungen steht „Ritual“, die bislang dunkelste und zugleich kraftvollste Auskopplung aus „Starveil“. Der am 21. Januar 2026 veröffentlichte Song ist bereits die vierte Single und markiert innerhalb der Vorabveröffentlichungen eine neue künstlerische Zuspitzung. Fabienne Erni vereint darin ihre Stimme mit Lena Scissorhands von Infected Rain – ein Duett, das zwei sehr unterschiedliche stimmliche Temperamente zusammenführt. Während Erni mit klarem, kontrolliertem Gesang arbeitet, setzt Scissorhands mit rauen Growls einen Kontrapunkt, der dem Stück eine spürbare innere Spannung verleiht. Musikalisch bewegt sich „Ritual“ zwischen Modern Metal und melodischer Schwere, getragen von einer dichten, fast beschwörenden Atmosphäre, die weniger auf unmittelbare Hooklines zielt als auf eine langsame, suggestive Wirkung. Erni beschreibt die Zusammenarbeit als bewusste Öffnung ihres Soloprojekts nach außen und betont die emotionale Tiefe, die Scissorhands in den Song einbringt. Inhaltlich kreist „Ritual“ um Hingabe, Besessenheit und Verwandlung – um den dunklen Trost, Teil von etwas zu sein, das einen vollständig vereinnahmt, und um die Klarheit, die aus radikalem Loslassen entsteht. Auch Lena Scissorhands verweist auf die persönliche Ebene der Zusammenarbeit: Nach Jahren der Freundschaft ist „Ritual“ ihre erste gemeinsame musikalische Arbeit – mehr als ein klassisches Feature, sondern eine bewusst gesetzte künstlerische Begegnung.
Die weiteren Singles beleuchten andere Facetten dieses Kosmos. „Sky’s Breath“, die erste Solo-Veröffentlichung aus dem August 2025, eröffnete das Projekt mit einer vergleichsweise ruhigen, meditativen Grundhaltung. Der Song thematisiert das Loslassen von Sicherheiten und die Bereitschaft, sich inneren Veränderungen zu stellen, und wurde visuell in eine naturhafte, fast entrückte Bildwelt übersetzt. „Stone By Stone“ schärfte im Herbst 2025 den Fokus auf Selbstbehauptung und innere Standfestigkeit, während „Living and the Dead“ die dunkleren, atmosphärischen Räume des Albums andeutet. Zusammen zeichnen diese Vorboten ein Projekt, das nicht auf einen einzelnen emotionalen Ton festgelegt ist, sondern zwischen Verletzlichkeit, innerer Spannung und kontrollierter Wucht pendelt.
Als geschlossenes Konzeptwerk entfaltet sich „Starveil“ in seiner Gesamtheit. Fabienne Erni verbindet Modern-Metal-Strukturen mit Folk-Elementen und einer ausgeprägt bildhaften Klangsprache, die weniger auf Genrezuordnung als auf Stimmung und innere Dramaturgie setzt. Auffällig ist der Einsatz einer eigens entwickelten Kunstsprache, die sich wie ein verborgener Faden durch mehrere Stücke zieht und dem Album eine zusätzliche, fast rituelle Ebene verleiht. Die 13 Songs sind nicht als lose Sammlung angelegt, sondern als zusammenhängende Bewegung zwischen innerem Rückzug und vorsichtiger Öffnung nach außen.

Tracklist:
01. Vareon
02. Sky’s Breath
03. Ritual (feat. Lena Scissorhands)
04. Stone By Stone
05. Starveil
06. Living and the Dead
07. Shaelun Vyrathi
08. Forged In Me
09. Never Let Go
10. Elren
11. Thalen’Muron
12. Call Beyond Time
13. Lullaby Ech
Das Album vorbestellen: Home | Fabienne Erni
„Starveil“ erscheint am 13. März 2026 als Self-Release und unterstreicht damit den Anspruch, dieses Projekt vollständig in eigener Verantwortung zu führen. Vertrieb und Sondereditionen organisiert Fabienne Erni über ihren eigenen Webstore, ergänzt durch limitierte Formate für Sammlerinnen und Sammler. Inhaltlich beschreibt sie das Album als eine Form des Ankommens bei sich selbst – weniger als Abkehr von ihren Bands, sondern als Ergänzung um einen Raum, in dem sie ohne Rollenzuschreibung arbeiten kann. Dass sie parallel weiterhin mit Eluveitie auf großen Bühnen steht und Illumishade fortführt, macht „Starveil“ nicht zu einem Bruch, sondern zu einer bewussten Erweiterung ihres künstlerischen Spektrums.
Mit dem Solo-Debüt positioniert sich Fabienne Erni damit zwischen Nähe und Größe: ein Projekt, das nicht auf Effekte zielt, sondern auf Verdichtung. „Ritual“ fungiert dabei als dunkler Kern dieses Ansatzes – nicht als einzelner Ausreißer, sondern als programmatische Setzung für ein Album, das seine Wirkung aus innerer Spannung, persönlicher Handschrift und klarer ästhetischer Haltung bezieht.
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Weblinks FABIENNE ERNI:
Webseite: fabienneerni.bigcartel.com/
Facebook: @fabienneerniofficial
Instagram: @fabienneerni
YouTube: @fabienne_erni
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