ANNA CALVI: „Is This All There Is?“ – Neue EP mit Iggy Pop, Perfume Genius, Laurie Anderson und Matt Berninger

(c) Scarlett Carlos Clark
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Anna Calvi, die britisch-italienische Gitarristin und Songschreiberin aus London, die seit ihrem Debütalbum von 2011 als eine der aufregendsten Stimmen im Art Rock gilt, hat heute – am 09. Februar 2026 – ihre neue EP „Is This All There Is?“ angekündigt. Das Werk erscheint am 20. März via Domino Records und bildet den ersten Teil einer geplanten Trilogie. Was klingt wie ein philosophisches Lebensrätsel, entpuppt sich als eine der ambitioniertesten Kollaborationen, die Calvi je gewagt hat: Iggy Pop, Perfume Genius, Laurie Anderson und Matt Berninger teilen mit ihr den Klangraum – und das ist nicht weniger als spektakulär.

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Anna Calvi - God’s Lonely Man (feat. Iggy Pop) (Official Video)

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Den Auftakt macht „God’s Lonely Man“ – und wer könnte diese Rolle besser verkörpern als Iggy Pop himself? Calvi überlässt dem Godfather of Punk die Stimme eines zerstörerischen inneren Monologs, unterlegt von kantigen Gitarren und antreibenden Drums – nervöse Energie, die förmlich aus den Lautsprechern kriecht. Es ist diese raue Direktheit, diese Konfrontation mit emotionaler Stagnation, die den Track so unausweichlich macht. Bereits mit „I See A Darkness“ – einer Kollaboration mit Perfume Genius – hatte Calvi einen ersten Vorgeschmack auf das geliefert, was kommen sollte.

Die EP kreist um Fragen, die sich nicht so leicht abschütteln lassen: Was bedeutet echte Intimität? Wann fühlt man sich wirklich wach? Calvi beschreibt den konzeptionellen Ausgangspunkt als ihre eigene Erfahrung des Mutterwerdens, die ihren Blick auf Verantwortung, Sicherheit und die eigenen Möglichkeiten grundlegend verändert hat. Das klingt nach persönlichem Bekenntnis – und ist es auch. Mit Laurie Anderson interpretiert sie Kraftwerks „Computer Love“ neu: Andersons Stimme im Zentrum, chorales Gewebe drumherum, ein Stück über digitale Nähe und emotionale Distanz, das 2026 so viel bedeutet wie 1981. Matt Berninger von The National schließt den Bogen.

Wer Anna Calvis Weg kennt, weiß, dass diese Frau keine halben Sachen macht. Das Debütalbum „Anna Calvi“ (2011) wurde für den Mercury Prize nominiert und ließ die britische Musikpresse kollektiv den Atem anhalten – in Twickenham aufgewachsen, halb britisch, halb italienisch, mit einem Vater, der ihr die Welt zwischen Captain Beefheart und Maria Callas aufgemacht hatte, und Brian Eno als frühem Förderer. Auf „One Breath“ (2013) folgte die zweite Mercury-Prize-Nominierung, mit „Hunter“ (2018) lieferte sie das vielleicht direkteste Album ihrer Karriere – ein Werk, das Queerness, Begehren und Identität mit der Wucht einer Hardrock-Gitarre verhandelte. Eine dritte Mercury-Prize-Nominierung. Drei Alben, drei Nominierungen – das ist kein Zufall, das ist Konsequenz.

„Is This All There Is?“ versteht Kollaboration nicht als Marketingstrategie, sondern als Strukturprinzip. Die vier Stimmen – Pop, Perfume Genius, Anderson, Berninger – werden zu Figuren innerhalb eines gemeinsamen Klangraums. Calvi spinnt daraus einen filmischen Bogen: vier Songs, vier Perspektiven, eine fortlaufende Erzählung. Wer den ersten Teil dieser Trilogie nicht ernst nimmt, wird spätestens bei Teil zwei aufwachen.

Tracklist „Is This All There Is?“:

  1. God’s Lonely Man (feat. Iggy Pop)
  2. I See A Darkness (feat. Perfume Genius)
  3. Computer Love (feat. Laurie Anderson)
  4. Is This All There Is? (feat. Matt Berninger)
Weblinks ANNA CALVI:

Facebook: @annacalvi
Instagram: @annacalvi


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