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Lesedauer: 2 MinutenMehr als zwei Jahrzehnte Funkstille – und dann ein Album, das nicht nach Nostalgie klingt, sondern nach Gegenwart. Mit „Silver Linings“ kehren Starsign eindrucksvoll zurück. Die deutsche Synth-Pop-Formation um Oliver Teßmer und Matthias Blechschmidt veröffentlichte ihr neues Werk am 27. Februar 2026 über Infacted Recordings. Es ist der offizielle Nachfolger von „Transceiver“ (2003) – und zugleich das Statement einer Band, die gereift ist, ohne ihren Kern zu verlieren.
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Gegründet in den 1990er Jahren in Gardelegen (Sachsen-Anhalt), gaben Starsign 1996 ihr erstes Konzert. Nach frühen Aktivitäten unter dem Namen Strange Facts und einer kreativen Neuausrichtung als Duo um die Jahrtausendwende entstand ein Projekt, das von Anfang an Wert auf Songwriting und emotionale Tiefe legte. „Transceiver“ überzeugte mit einer klaren Vision zwischen Synth-Pop, elektronischer Melodik und industriellen Texturen – doch ein Nachfolger blieb aus. Bis 2024.
Das Comeback wurde strategisch vorbereitet. Mit der Single-Trilogie „Clear Horizon“, „Steal The Sun“ und „Shiver“ definierten Teßmer und Blechschmidt ihren neuen Sound: hymnisch, tanzbar, mit melancholischem Unterton. „N.Q.N.K.“ setzte als weiterer Vorbote ein deutliches Zeichen in Richtung Club und Streaming. Die Albumversionen enthalten bewusst die Single-Edits – ein klares Bekenntnis zum direkten, radiotauglichen Charakter der Songs.
„Silver Linings“ umfasst zehn Titel und bewegt sich souverän zwischen treibenden Beats und ruhigen Momenten. Energetische Tracks stehen neben introspektiven Stücken wie „A Little Closer“ oder „Ad Nauseam“, während „Silent Prayers“ als kraftvolle Synth-Pop-Hymne herausragt. Stilistisch verbinden Starsign polierte elektronische Arrangements mit mehrschichtigen Strukturen und industriellen Klangakzenten im Pop-Kontext. Lyrisch zeigt sich Oliver Teßmer offen und unverstellt – Themen wie Verlust, Trennung, Glaube und Hoffnung werden nicht dekorativ verpackt, sondern direkt formuliert.
Auch live ist das Projekt wieder präsent. Am 17. Januar 2026 spielte die Band ihr offizielles Comeback-Konzert im Schützenhaus in Gardelegen – ein symbolischer Ort, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Unterstützt werden die Gründer auf der Bühne unter anderem von Ryan an der Violine sowie Marco Paskamp. Das Zusammenspiel aus elektronischer Basis und organischen Elementen verleiht dem neuen Material zusätzliche Dynamik.
In einer Szene, die sich oft zwischen Retro-Zitat und Trendanpassung verliert, wirken Starsign erstaunlich fokussiert. „Silver Linings“ ist kein bloßes Lebenszeichen, sondern ein selbstbewusster Schritt nach vorn – getragen von Erfahrung, Distanz und dem Willen, wieder gehört zu werden. Manchmal braucht es Zeit, um die richtigen Worte und Klänge zu finden. Dieses Comeback zeigt, dass sich Geduld auszahlen kann.
Weblinks STARSIGN:
Facebook: @p
Instagram: @official.starsign
YouTube: @starsign-ger
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