Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenEs gibt Bands, die eine Ära definieren. Und es gibt Bands, die diese Ära überleben, verschwinden – und Jahrzehnte später mit neuer Dringlichkeit zurückkehren. Pulp gehören zur zweiten Kategorie.
Mitten in den 90ern wurden Jarvis Cocker, Candida Doyle, Nick Banks und Mark Webber zu widerwilligen Galionsfiguren des Britpop. „Different Class“ (1995) lieferte Hymnen wie „Common People“ und „Disco 2000“, Songs, die Klassenbewusstsein, Begehren, Alltagsbeobachtung und Pop-Theatralik auf einzigartige Weise verbanden. „This Is Hardcore“ (1998) drehte das Scheinwerferlicht nach innen und zeigte die Schattenseiten des Ruhms. Danach wurde es stiller um die Band – und genau diese Stille gehört heute zur Pulp-Geschichte.
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Denn Pulp waren nie eine Gruppe, die einfach weiterproduziert hat. Sie verschwanden, wenn es nichts Dringendes zu sagen gab.
2023 kam die zweite Wiedervereinigung. Anders als 2011, als vor allem das alte Repertoire gefeiert wurde, schlich sich diesmal neues Material ins Set. Aus einzelnen Stücken wurden Ideen, aus Ideen schließlich ein Album: „More“, das erste Pulp-Werk seit 24 Jahren.
Die Entstehung dieses Albums hat viel mit Zeit zu tun. Mit Verlusten. Mit dem Gefühl, dass Dinge endlich sind – und genau deshalb Bedeutung haben. Der Tod von Bassist Steve Mackey im Frühjahr 2023 und persönliche Einschnitte im Leben von Jarvis Cocker gaben den Ausschlag, wieder gemeinsam Musik zu machen. Produziert von James Ford, entstand die Platte erstaunlich schnell und fokussiert – fast so, als hätten Pulp all die Jahre im Stillen gesammelt, was jetzt herausmusste.
„More“ klingt dabei nicht nach Nostalgie, sondern nach Gegenwart: nach Beziehungen, die sich verändern, nach Elternschaft, nach Orten, an die man gehört, und nach der merkwürdigen Schönheit alltäglicher Momente. Es ist ein Album, das weniger beobachtet als früher – und mehr fühlt.
Genau diese neue Direktheit macht die anstehenden Konzerte so spannend. Denn Pulp live waren immer schon mehr als nur das Abspielen großer Songs. Jarvis Cocker ist einer der charismatischsten Frontmänner der Popgeschichte: Erzähler, Tänzer, Chronist und Conférencier in einer Person. Zwischen Ironie, Melancholie und überschwänglicher Freude entsteht auf der Bühne eine Nähe, die man so nur selten erlebt.
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In Berlin und Köln treffen nun die Klassiker auf das neue Material. „Babies“, „Do You Remember the First Time?“, „Disco 2000“ oder „Common People“ stehen neben Songs, die erst in den letzten Jahren entstanden sind – und doch klingen, als hätten sie schon immer zum Pulp-Kosmos gehört.
Wer Pulp kennt, weiß: Diese Band war nie nur Soundtrack. Sie war immer auch Kommentar zum Leben, zu Beziehungen, zu Gesellschaft und zum Älterwerden. Und vielleicht sind sie 2026 relevanter denn je, weil sie genau davon erzählen.
Pulp in Berlin und Köln werden keine Nostalgieabende. Es werden Konzerte über das Hier und Jetzt – mit Songs von damals, die heute anders klingen, und neuen Liedern, die genau wissen, wo sie herkommen.
Termine PULP Tour 2026:
27.06.2026 Berlin, Tempodrom
29.06.2026 Köln, Palladium
Ticket-Presale: https://www.welovepulp.info
Weblinks PULP:
Homepage: https://welovepulp.info
Facebook: https://www.facebook.com/welovepulp
Instagram: https://www.instagram.com/welovepulp/
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