Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenMit der neuen Single „Peel“ eröffnen PVA das Jahr 2026 und setzen zugleich den Schlusspunkt unter die Vorabveröffentlichungen ihres zweiten Albums „No More Like This“, das am 23. Januar über It’s All For Fun in Zusammenarbeit mit Secretly Distribution erscheint. Der Track ist die vierte und letzte Single vor dem Albumrelease und verdichtet den elektronischen Ansatz des Londoner Trios auf seine bislang unmittelbarste Form.
🔊 Lass Dir den Beitrag vorlesen (KI-Stimme):
Das Musikvideo zu „Peel“ kannst du dir hier ansehen:
„Peel“ basiert auf kantigen, sägezahnartigen Synthesizern und einem nervösen, körperlich spürbaren Puls. Darüber legt sich Ellas Gesang, der zwischen Verführung und Dringlichkeit changiert und dem Song eine eindringliche Spannung verleiht. Statt klassischer Songdramaturgie setzen PVA auf Reibung, Wiederholung und Verdichtung. Der Track wirkt gleichermaßen klaustrophobisch und euphorisch und spiegelt die Arbeitsweise der Band wider: Musik als Prozess, der im Moment entsteht und weniger erklärt als erfahrbar gemacht wird. Das begleitende Musikvideo greift diese Atmosphäre auf und übersetzt sie in eine visuelle Sprache, die Nähe und Unruhe gleichermaßen betont.
Im Kontext der bisherigen Singles wirkt „Peel“ wie eine bewusste Zuspitzung. Nach dem treibenden Post-Electroclash von „Send“, der verletzlichen Offenheit von „Boyface“ und der schwelenden Intensität von „Enough“ reduziert der neue Track das Klangbild auf das Wesentliche. PVA verengen hier den Blick und lassen weniger Raum für Ausweichbewegungen, ohne an emotionaler Tiefe zu verlieren.
Das Album „No More Like This“ markiert insgesamt eine Weiterentwicklung gegenüber dem Debüt „Blush“, das 2022 auf Ninja Tune erschien. Während das erste Album noch stark von hektischer Energie und elektronischer Übersteuerung geprägt war, zeigt sich der Nachfolger kontrollierter, experimenteller und sinnlicher. PVA bewegen sich an der Schnittstelle von R&B, Ambient Electronica, Trip-Hop, glitchigem Pop und dunklen Clubstrukturen. Textur und Atmosphäre stehen im Vordergrund, ohne dass die körperliche Dimension der Musik verloren geht.

Tracklist:
01. Rain
02. Enough
03. Mate
04. Send
05. Anger Song
06. Peel
07. Boyface
08. Flood
09. Okay
10. Moon
Das Album vorbestellen: No More Like This
PVA haben sich seit ihrem Debüt als eine der eigenständigsten Bands der britischen Elektronikszene etabliert. Ihre Songs verhandeln Themen wie Angst, Verlust und Entfremdung, setzen diesen jedoch stets eine Form von Trotz und Selbstbehauptung entgegen. Die Durchbruchssingle „Talks“ erhielt durch einen Remix von Mura Masa eine Grammy-Nominierung und verschaffte der Band internationale Aufmerksamkeit. Auftritte bei Festivals wie SXSW, Green Man oder dem Pitchfork Festival sowie ausgedehnte Tourneen festigten ihren Ruf als intensive Live-Band.
Diese Qualität bringen PVA auch 2026 wieder auf die Bühne. Im März geht das Trio auf Tour durch Europa und spielt unter anderem in Brüssel, Amsterdam, Berlin und Hamburg. Ihre Konzerte gelten als verdichtete Räume aus Rhythmus, Schweiß und kollektiver Energie, in denen elektronische Musik nicht reproduziert, sondern live verhandelt wird.
PVA – Live 2026:
09.03.2026 B-Brüssel, Botanique Rotonde
10.03.2026 NL-Amsterdam, Paradiso Tolhuistuin
12.03.2026 Berlin, Mikropol
13.03.2026 Hamburg, Molotow Bar
Mit „Peel“ und „No More Like This“ schärfen PVA ihre Identität weiter. Das Album wirkt wie eine bewusste Verschiebung hin zu mehr Emotionalität und Tiefe, ohne den Bezug zur Clubkultur zu verlieren. Die Band bleibt damit an einem Punkt, an dem elektronische Musik gleichermaßen Körper und Haltung adressiert.
Weblinks PVA:
Webseite: pva.band
Facebook: @pvaareok
Instagram: @pva_are_ok
Bandcamp: Bandcamp
YouTube: @pva_are_ok
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