Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenJonathan Bree hat überraschend eine neue Single veröffentlicht. „Live To Dance“, ein weiteres Kapitel in seinem sorgfältig gepflegten Goth-Noir-Kosmos, setzt erneut auf die Zusammenarbeit mit Princess Chelsea. Der Track knüpft atmosphärisch an frühere Arbeiten an, wählt jedoch eine stärker cluborientierte Perspektive: kühl, reduziert und von einer konstanten Körperlichkeit durchzogen.
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Musikalisch bewegt sich „Live To Dance“ zwischen minimalistischem Synthpop und düsterem New-Wave-Echo. Ein durchlaufender Arp-Synth-Bass bestimmt das Fundament, während ein Bass VI wie ein zurückhaltender Gegenpart durch den Mix streift. Die Stimmen von Bree und Princess Chelsea erscheinen eng verflochten, fast geflüstert, wodurch die Spannung zwischen Nähe und Distanz stetig aufrechterhalten wird.
Inhaltlich nutzt der Song das Motiv des Tanzens als Oberfläche, hinter der sich ein Geflecht aus Begehren, Kontrolle und Abhängigkeit zeigt. Diese Ambivalenz bildet den Kern der Komposition: Sie arbeitet mit Andeutungen statt mit eindeutigen Setzungen und bleibt dadurch offen für unterschiedliche Deutungen. Gerade dieser konzentrierte, nüchterne Zugriff verleiht dem Stück seine Wirkung.
Das begleitende Musikvideo, erneut unter der Regie von Marc Swadel gemeinsam mit Kameramann Balázs Weidner, orientiert sich formal an Duran Durans „The Chauffeur“. Die Referenz dient jedoch weniger als Retro-Spielerei, sondern als Rahmen für ein eigenes, klar ausgearbeitetes Konzept. Die Inszenierung bleibt konsequent im ästhetischen Vokabular, das Bree seit Jahren verfolgt: maskierte Identitäten, strenge Kompositionen, ein Spiel mit Distanz. Die Zusammenarbeit mit Swadel, der unter anderem für Projekte mit den Chemical Brothers, Sparks und Crowded House bekannt ist, fügt sich nahtlos in diesen Anspruch ein.
Brees visuelles Konzept – strenge Masken, choreografierte Bewegungen, filmische Projektionen – hat ihm seit dem Erfolg von „You’re So Cool“ 2017 eine internationale Anhängerschaft eingebracht. Auch „Live To Dance“ zeigt, wie konsequent er an dieser Ästhetik festhält und sie weiterentwickelt, ohne sich in Wiederholungen zu verlieren.
Die neue Single bietet somit keinen Bruch, sondern eine präzise Weiterführung seines Werkes: konzentriert, kontrolliert und mit einem Blick für die dunklen Zwischenräume eines vermeintlich einfachen Popmoments.
Weblinks JONATHAN BREE:
Homepage: jonathanbreemusic.com
Facebook: jonathanbree666
Instagram: jonathanbree666
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