DIARY OF DREAMS / AUGER – Leipzig, Täubchenthal (22.11.2025)

Diary of Dreams, © Christine Heinrich
Lesedauer: 6 Minuten

Diary of Dreams auf Tour? Da weiß man bereits im Vorfeld, dass der Abend ein wahrhaftigtes Spektakel, ein absolut musikalischer Hochgenuss werden wird und man noch Tage später „We’re undividable, so undividable“ und „The monster is me“ im Ohr haben und vor sich hin summen wird! Dass man wieder im Tagebuch der Träume versinken und einfach von einer Magie gefangen genommen wird, die seinesgleichen sucht!

Die Schlange vor dem Leipziger Täubchenthal am Abend des 22.11.2025 ist lang, sehr lang und die Temperaturen sind kalt, sehr kalt! Aber bereits jetzt ist die Stimmung voller Vorfreude auf das anstehende Konzerthighlight und alles ist bestens organisiert am Einlass, so dass die Fans schnell wieder im Warmen sind.

Im Herzen des Leipziger Westens gelegen, ist das atmosphärische und außergewöhnliche Täubchenthal eine beliebte Konzert- und Kunstlocation mit einem großen Konzert(Ball-)saal mit seinen gigantisch fantastischen Kronleuchtern und einer erhaben schönen Galerieempore – also mit ganz viel Platz zum Tanzen und einer hervorragenden Akustik, die Konzerte zu einem Erlebnis machen.

Dass man auf dieser Tour einige Überraschungen auf der Setlist erleben würde, das konnte man bereits den Teasern auf den Social-Media-Kanälen von Diary of Dreams entnehmen: „You never heard ,LEBENSLANG‘ live?“ oder „You never heard ,MANKIND‘ live? Come see us on tour!“. Damit versprach die Band bereits im Vorfeld eine Reise in die Vergangenheit mit Liveraritäten – eine Reise ins Gestern, Heute und Morgen!

Pünktlich um 20:00 Uhr betrat der Special Guest, die britisch-deutsche Dark-Rock-Band Auger die Bühne und bereits nach den ersten Tönen ist klar: Die Band ist ein hervorragender Support für den Main Act! Mit rockigen, eingängigen Melodien gepaart mit Synthesizer-Klangteppichen und der gnadenlos markanten und fesselnden Stimme von Kyle Blaqk aka Kyle J. Wilson heizt Auger dem Publikum gehörig ein. Bereits beim ersten Song tanzt und singt das Publikum mit. Auger präsentieren einen Querschnitt ihres musikalischen Könnens, das sich am besten beschreiben lässt als Mischung aus Dark Rock, Dark Wave und Industrial Pop. Die Musik klingt vertraut, ein bisschen nostalgisch, wehmütig und doch so unvergleichlich frisch und neu! Abstrakt schön!

 

Und so spielen sich Auger mit Songs wie „My Guardian“ vom 2018er Album „The Awakening“, „You Are By Nature“ vom 2020er Album „Insurgence“ und „Oxygen“ vom 2022er Album „Nighthawks“ direkt in die Herzen des Publikums. Mit „The Old Arcade“ gibt Auger dann noch einen phänomenalen Einblick auf das kommende Album und die im Sommer 2026 startende Clubtour durch Deutschland, bei der ganz sicher auch ganz viele Leipziger Fans am Start sein werden!

„I’m falling in too deep, I am running out of time
I’m using up my oxygen wishing you were mine
I’ll hold my hands above me and hang my head down low
Hoping that you’ll see me before it’s time to go“

Termine Auger Tour 2025/26:

12.12.2025 Magdeburg, Factory | Diary of Dreams
13.12.2025 Hamburg, Markthalle Hamburg | Diary of Dreams

03.07.2026 – 04.07.2026 Halle/Saale, Eastside Festival

11.09.2026 Berlin, Privatclub | The Old Arcade – Tour 2026
12.09.2026 Hamburg  Markthalle MarX Hamburg | The Old Arcade – Tour 2026
18.09.2026 Frankfurt, Das Bett | The Old Arcade – Tour 2026
19.09.2026 Oberhausen, Kulttempel | The Old Arcade – Tour 2026
25.09.2026 Leipzig, Moritzbastei | The Old Arcade – Tour 2026
26.09.2026 Hannover, Subkultur | The Old Arcade – Tour 202
17.10.2026 Karlsruhe, Die Stadtmitte | The Old Arcade – Tour 2026
18.10.2026 München, Backstage Club | The Old Arcade – Tour 202

Karten für die kommenden Live-Events der „The Old Arcade – Tour 2026“ gibt es ab etwa 30,00 € hier… oder hier.

Setlist AUGER – Leipzig, Täubchenthal (22.11.2025)
  1. Goodbye
  2. Sound Of The Machine
  3. Dark Clouds
  4. You Are By Nature
  5. The Old Arcade
  6. My Guardian
  7. Oxygen
Weblinks Auger:

Homepage: Auger
Facebook: Auger
Instagram: Auger

Nach einer kurzen Umbauphase auf der Bühne werden die Lichter im rappelvollen Ballsaal des Täubchenthals gedimmt und eine künstliche Stimme erklingt: „Ich bin nicht echt, ich habe keine Gefühle – du aber schon! Du kannst sehen, du kannst hören, du kannst fühlen. Wir möchten dir nichts verbieten, aber nimm die Gegenwart bewusst wahr ohne auf dein Handy zu starren! Fühle! Höre! Sieh!“ Eine Erinnerung, die sitzt. Wie oft vergessen wir im Moment zu leben und die Gegenwart zu genießen. Und wie auch die Songs von Diary of Dreams immer tief gehen, zum Nachdenken und Fühlen anregen und oft auch Salz in Wunden streuen, so tut es jetzt eben auch diese KI-Stimme, die letztendlich verstummt…

…damit sich das Dröhnen und Donnern von „Kein Allein“ langsam im Raum ausbreiten kann. Der Opener der neuen EP „Chapter 1: Dead End Dreams“, die Diary of Dreams bei dieser Tour im Gepäck haben, ist also auch Opener des Konzerts und schon jetzt herrscht eine Stimmung im Saal, die einfach unfassbar ist. Es ist faszinierend, wie die Musik von Adrian Hates und seinen Kollegen auf der Bühne das Publikum mitreißt. Schon nach einem Song ist man ganz tief im Tagebuch der Träume versunken. Man vergisst Zeit und Raum, ist eingehüllt in diese einzigartigen Melodien und in diese einzigartig schönen Lyrics. Und ehe man sich versieht, hängt man bereits im nächsten Kracher fest: „The Chemistry Of Pain“, ebenfalls ein neuer Song und auch die erste Singleauskopplung des neuen Minialbums – „Wrong. So wrong.“

Mit „Chemicals“, „Mankind“ und „Reign of Chaos“ reißt Adrian Hates sein Publikum mit in „das Gestern“ der Band. Zeitlos schöne Dark Wave-Klassiker, die jedoch bei den letzten Touren nicht mit auf der Setlist standen und nun für Begeisterung im Publikum sorgen. Völlig zu Recht!

Mit „Viva La Bestia“ und „Schuldig!“ entführen Diary of Dreams ihre Fans in die jüngere Vergangenheit, nur um dann mit „Dead To Me“ wieder im Heute anzukommen. Und auch mit den nachfolgend ausgewählten Songs „StummKult“, „Nekrolog 43“, „But The Wind Was Stronger“ und „King Of Nowhere“ springt Mr. Hates zwischen den Epochen hin und her – zwischen dem Album „Bird Without Wings“ aus dem Jahre 1997 über „Nekrolog 43“ (2007) hin zu den 2014 und 2015 erschienenen Alben „Elegies In Darkness“ und „Grau Im Licht“, weiter zu „Hell In Eden“ (2017), um dann wieder mit „Tomorrow’s Past“ bei den frisch erschienenen „Dead End Dreams“ zu landen.

„Words find echoes in my past
My delusion now unmasked“

Es ist eine absolute Freude, diese Band und Adrian Hates da auf der Bühne live zu erleben. Diary of Dreams entfesseln mit ihren Kompositionen eine Kraft, die mit- und oft auch umreißt, nur um dann wieder in den „Arm zu nehmen“ und Glutnester von Emotionen zu großen Feuern zu entfachen. Die warme, eindringliche und über alles erhabene Stimme von Adrian Hates ist einfach eine wunderbare Konstante in einer Zeit, die so schnelllebig und oft auch kalt ist. Sie ist ein Rückzugsort und ein Versteck für alle Träumer dieser Welt!

Die Fans folgen Diary of Dreams auf dieser musikalischen Zeitreise ohne Wenn und Aber! Textsicher singt das Publikum bei jedem einzelnen Song mit. Und was muss das für ein Gefühl sein, wenn über 1.000 Menschen deine Songs in- und auswendig kennen und lautstark mitsingen?

Mit den Songs „The Secret“, „Hurt People Hurt People“, „Endless Nights, „Lebenslang“ und „She And Her Darkness“ beendet Adrian Hates vorerst den Abend. Einen Abend, der eigentlich nicht enden soll, weil diese kleine Welt hier im Täubchenthal gerade so schön warm und sicher ist. Weil man nicht in die klirrend kalte Welt hinaus, sondern einfach hier verharren möchte.

Und so enden der fordernde Applaus und die „Zugabe!“-Rufe erst als die Band noch einmal die Bühne betritt und mit „Butterfly:Dance!“ und „Undividable“ nachlegen, um letztendlich mit der markanten Synthesizer-Melodie in einem musikalischen Rausch zu enden! Wahnsinn!

„Da fehlt noch was!“ ruft es aus dem Publikum und ein Adrian Hates auf der Bühne muss lachen. Doch den „Traumtänzer“ – das klassische Ende der DoD-Konzerte gibt es heute nicht. Stattdessen stehen heute „A Day In December“ und „Ikarus“ mit Klavierbegleitung auf der letzten Konzertseite des Tagebuchs der Träume! Und wie sonst beim „Traumtänzer“ singt Adrian Hates zusammen mit dem Publikum: Gänsehautmoment! Unter schallendem Applaus endet dieser grandiose Konzertabend und die Träumer entfliehen in die kalte Leipziger Nacht…

Und Diary of Dreams haben einmal mehr bewiesen, warum sie seit 30 Jahren zu den ganz Großen der Szene gehören! Es sind diese zeitlosen Klassiker, die an vergangene Tage erinnern. Mit denen man Emotionen und Geschichten verbindet und die für Gänsehaut sorgen. Es sind die neuen Songs der Gegenwart, die gerade auf dem Weg sind, Klassiker zu werden und sich so mit neuen Geschichten zu Erinnerungen formieren. Und es ist die Vorfreude auf das Morgen, weil man ganz genau weiß, dass da noch einiges von Diary of Dreams zu erwarten ist, das unter die Haut gehen wird! Eine musikalisch sensationell schöne Wundertüte eben!

„We’re undividable, so undividable“

Termine Diary of Dreams 2025 / 2026:

12.12.2025 Madgeburg, Factory | Special Guest: Auger
13.12.2025 Hamburg, Markthalle Hamburg | Special Guest: Auger

13.02.2026 Leipzig, Kupfersaal | Diary of Dreams & die Philharmonie Leipzig

18.07.2026 Königstein, Festung Königstein | Special Guest: In Strict Confidence

Karten für die kommenden Live-Events der Band um Adrian Hates gibt es ab etwa 38,00 € hier… oder hier!

Setlist DIARY OF DREAMS – Leipzig, Täubchenthal (22.11.2025)
  1. Kein Allein
  2. The Chemistry Of Pain
  3. Chemicals
  4. Mankind
  5. Reign Of Chaos
  6. Viva La Bestia
  7. Schuldig!
  8. Dead To Me
  9. StummKult
  10. Nekrolog 43
  11. But The Wind Was Stronger
  12. King Of Nowhere
  13. Tomorrow’s Past
  14. The Secret
  15. Hurt People Hurt People
  16. Endless Nights
  17. Lebenslang
  18. She And Her Darkness
  19. Butterfly:Dance! (Z)
  20. Undividable (Z)
  21. A Day In December (ZZ)
  22. Ikarus (ZZ)
Weblinks Diary of Dreams:

Homepage: Diary of Dreams
Facebook: Diary of Dreams
Instagram: Diary of Dreams

 

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