THIRTY SECONDS TO MARS РMönchengladbach, Sparkassenpark (15.08.2019)

Thirty Seconds To Mars, © Michael Gamon
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Das Wetter k√∂nnte zun√§chst gem√ľtlicher sein f√ľr ein Open Air, denn kurz nach Einlass prasst der Regen nur so vom Himmel – Aber p√ľnktlich ab 20 Uhr bleibt es trocken im Sparkassenpark zu M√∂nchengladbach. Doch die Jungs von Thirty Seconds To Mars lassen noch gut auf sich warten, bevor diese gegen 20:30 Uhr mit der Show beginnen. Und Show trifft es ganz gut. Es wird auf der B√ľhne sofort bunt beleuchtet und in den vorderen Reihen werden Fahnen geschwenkt. Schlagzeug und Bass bzw. Keyboard sind auf der gro√üen B√ľhne rechts und eher im hinteren Bereich angeordnet und wirken zum Teil v√∂llig deplatziert. S√§nger, Frontmann und Star Jared Leto bewegt sich viel und redet noch mehr. Er verspricht eine Party und Spa√ü und gibt sich sehr publikumsnah. Das Publikum darf sich interaktiv beteiligen, gruppenweise mitsingen oder in den vorderen Reihen Fahnen schwenken. Dass sogar zeitweise Fans auf die B√ľhne d√ľrfen, erkl√§rt warum diese recht karg ausgestattet ist und unterstreicht die N√§he zwischen Band und Publikum. Gleichzeitig ist dies aber auch das gr√∂√üte Problem des Gigs. Um Musik geht es hier weniger und die Ansagen und Interaktionen verhindern, dass das Konzert in Gang kommt und sich die Stimmung steigern und auf alle √ľbertragen kann. Der Sound ist gut und druckvoll, von daher w√§re der ein oder andere Song mehr sicher auch erstrebenswert gewesen. Doch nach knapp 90 Minuten macht das Trio ohne eine Zugabe zu spielen Schluss.

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Reicht das? Musikalisch bleibt es – von ihrem eigenen Reden und Auftreten abgesehen – eher mau. F√ľr Superstars, die solange im Gesch√§ft sind, sind 15 St√ľcke zu wenig und manchmal konnte man nicht sicher sein, ob alles live und vor Ort gesampelt ist oder doch vom Band kommt. Wenn schon der Pressetext Vergleiche zu Bands wie Tool wagt, wird nach den Sternen gegriffen. Das l√∂st Thirty Seconds To Mars in M√∂nchengladbach nicht ein und der Vergleich ist auch ung√ľnstig gew√§hlt. Ist das schlimm? Das muss es auf keinen Fall. Dem √ľberwiegend weiblichen Publikum scheint die Show gr√∂√ütenteils zu gefallen. Spielfreude sowie Hingabe sind ansteckend und die Hits werden gespielt. Jared Leto inszeniert sich dabei durchaus selbst, ihm Arroganz vorzuwerfen ginge jedoch zu weit. Thirty Seconds to Mars bieten 90 Minuten Unterhaltung und das kann nicht jeder – und macht auch nicht jeder.

Setlist THIRTY SECONDS TO MARS @ Mönchengladbach, Sparkassenpark (15.08.2019):

01. Monolith
02. Up in the Air
03. Kings and Queens
04. This Is War
05. Dangerous Night
06. Rescue Me
07. Hail to the Victor
08. Do or Die
09. City of Angels
10. Remedy
11. Hurricane
12. Great Wide Open
13. The Kill (Bury Me)
14. Walk on Water
15. Closer to the Edge

Konzertbilder: Michael Gamon

Geschrieben von
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