EDITORS – The Blanck Mass Sessions

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Unsere Bewertung:


7.5 Gesamtnote

7.5

Auch als eingefleischter und bekennender Fan darf man sich manchmal durchaus die Frage stellen, ob ein Album der Lieblingsband wirklich das Licht der Welt h├Ątte erblicken m├╝ssen – und nach mehrfachem H├Âren zu einer interessanten Erkenntnis gelangen.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Der einzige neue Song und Opener des The Blanck Mass Sessions Albums ist eine Hommage an verspielte elektronische Tracks einer lange zur├╝ckliegenden Dekade und vermag tats├Ąchlich von Beginn an vollends zu ├╝berzeugen. Sowohl das hypnotische Video, als auch die verspielten musikalischen Kaskaden weisen auf eine Band, die sich stetig weiterentwickelt, auch wenn gewisse Anleihen an die 80er nicht von der Hand zu weisen sind.

Die nachfolgenden St├╝cke sind dann durchweg Songs des letzten Albums Violence und wurden bereits im Jahr 2017, noch vor der Ver├Âffentlichung von Violence, von Benjamin John Power/Blanck Mass auseinandergenommen, um sie mit seinem experimentell-elektronischen Sound zu infizieren. Die Editors hatten ihre Rohfassungen zun├Ąchst Benjamin John Power ├╝berlassen und dann zur letzten Veredelung an Produzenten Leo Abrahams weitergegeben, der daraufhin dann das erfolgreiche Album Violence im M├Ąrz 2018 das Licht der Welt erblicken lie├č.

Editors – Barricades (the Blanck Mass recording)

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Die Band jedoch h├Ąngt bis heute so sehr an den Blanck Mass Aufnahmen, dass sie sich f├╝r eine separate Ver├Âffentlichung entschieden hat, wie S├Ąnger Tom Smith erkl├Ąrt: ÔÇťWhen we initially approached Ben to work with us on Violence we gave him free reign to do whatever he wanted. It seemed stupid to try and instill any boundaries or direction to him as he has such a singular, authored sound to everything he puts his hand toÔÇŽ so we left him to it. The results of that process being this release. A very visceral version of our album Violence.ÔÇŁ

So harmonisch Barricade daherkommt, so gef├╝hlt dissonant wird es im weiteren Verlauf. Cold, eigentlich das packendste St├╝ck Musik auf Violence, wird durch den musikalischen Wolf gedreht und beh├Ąlt leider nicht die immer wieder ausstrahlende Faszination des urspr├╝nglich erschienen Titels. Den Editors wurde zum Erscheinen des Albums Violence durchaus vorgeworfen, nun im massentauglichen Mainstreamstadionrock angekommen zu sein. Vielleicht ist dies der Versuch, sich davon zu befreien. Statt Stadionrock ert├Ânt viel elektronisches, wesentlich brachialer als gewohnt.

Erst nach mehrmaligem H├Âren erschlie├čt sich die Sch├Ânheit einiger Bearbeitungen, wie bei Nothingness zum Beispiel. Kennt man die Versionen von Violence recht gut, erscheinen die jetzigen zun├Ąchst recht sperrig und wollen sich nicht in die Geh├Ârwindungen schmeicheln. Erst wenn die bisher bekannten Versionen in den Hintergrund r├╝cken, vermag man sich dem neuen Klang zu ├Âffnen und ihn vollends Willkommen zu hei├čen.

The Blanck Mass Sessions wurden in farbigem Vinyl f├╝r den diesj├Ąhrigen Recordstoreday am 13.04.2019 gepresst und erscheinen am 03.05.2019 nun auch als Download und CD.

F├╝r wen ist das Album etwas? F├╝r Leute, die gut mit dem krachend elektronischen Anstrich klar kommen und ihm etwas abgewinnen k├Ânnen. Nat├╝rlich f├╝r eingefleischte Fans, die alles von der Band sammeln. Dann am besten Ausschau nach der Limited Edition auf Vinyl Ausschau halten.

Tracklist EDITORS – The Blanck Mass Sessions:

01. Barricades
02. Cold
03. Hallelujah (So low)
04. Violence
05. Darkness at the door
06. Nothingness
07. Magazine
08. Counting spooks

The Blanck Mass Sessions

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