WHISPERING SONS – Image

WHISPERING SONS – Image
Whispering Sons - Image
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Post-Punk. Ein (zum Glück) nicht totzukriegendes Genre. Was Joy Division, Bauhaus, Cure, Siouxsie und andere Ende der 70er/Anfang der 80er erschufen und Bands wie Editors oder Interpol Mitte der 00er wieder ins öffentliche Bewusstsein und auf die Tanzflächen brachten, dient in jüngster Vergangenheit als Inspiration für zahlreiche Nachwuchskünstler. Schwer ist es da, aus der breiten Masse hervorzustechen. Umso schöner, wenn man dann auf eine Band wie Whispering Sons stößt.

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Mann am Mikro, zappeliges Drumming, Brummel-Bass, ordentlich Hall auf Gitarre, Strophe-Refrain-Schema – fertig ist der typische Post-Punk-Song. Genau auf den setzt das Quintett aus Brüssel auf ihrem Debütalbum Image nur wohldosiert. Das beginnt schon mit der Besetzung am Mikro. Fenne Kuppens heißt die immer etwas schüchterne und hager wirkende Sängerin, ihre Stimmfarbe ist erstaunlich androgyn – und im Genre sicherlich einzigartig. Kuppens Vortrag liefert genau die richtige Mischung aus Verzweiflung, Melancholie, Verletzlichkeit und roher Kraft.

Whispering Sons - Alone (official video)

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Und bettet sich damit perfekt in den Instrumental-Sound ein. Der lässt sich Luft, Zeit und Raum zum Kreieren einer fesselnden Atmosphäre, um häufig nach drei, vier Minuten so richtig zu eruptieren. Die Gitarren flirren erst schüchtern, der Bass wabert im Hintergrund – doch plötzlich kommen mit Unterstützung mächtig peitschender Drums die Wirkungstreffer, die Image als Gesamtwerk so fesselnd machen. Genau nach dieser Formel endet die Platte dann auch mit dem treffend betitelten Abschlusssong No Image  nach 44 aufwühlenden Minuten. Vorher gibt es Melodien, die zum Heulen schön sind (Waste), sich wie erwähnt erst langsam, aber dann umso wuchtiger entfaltende Perlen (Got A Light, Hollow) und doch auch den ein oder anderen, recht simpel gehaltenen potenziellen Hit für die schwarze Disco (Alone, Fragments).

Heißt im Umkehrschluss: Die Platte braucht Zeit, einen aufmerksamen Hörer, eine gute Anlage, am besten gönnt man sich dazu ein Gläschen Wein und Kerzenlicht. Whispering Sons ist mit Image ein erstaunlich eigenständiges und hochklassiges Debütalbum gelungen, dem jeder Genre-Liebhaber einfach eine Chance geben muss.

Image ist am 19. Oktober auf PIAS erschienen.

Tracklist WHISPERING SONS – Image

01. Stalemate
02. Got A Light
03. Alone
04. Skin
05. No Time
06. Fragments
07. Hollow
08. Waste
09. Dense
10. No Image

Hinweis: Für die gemeinsame Show von Holygram und Whispering Sons am 9. November im Kölner Gebäude 9 verlosen wir bis einschließlich Sonntag, 4. November, 21 Uhr, Tickets. Mehr Infos hier.

Weblinks WHISPERING SONS

Website: www.whisperingsons.com
Facebook: www.facebook.com/whisperingsons

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