SOFT KILL – Frankfurt, Das Bett (08.11.2018)

SOFT KILL - Frankfurt, Das Bett (08.11.2018)
SOFT KILL © Ralf Michael Benfer
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Mit dem neuen Album Savior im Gepäck hatten sich die amerikanischen Dark-Waver von Soft Kill auf eine kleine Europa-Tournee gemacht. An fünf deutschen Haltestellen sollten die neuen Songs dem Publikum nahe gebracht werden und so landete das Quartett am 8. November in Frankfurt. Als Support für den Auftritt in dem Club Das Bett wurde die Band Yeahrs engagiert.

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Diese stand auch zeitig auf der Bühne, um dem noch etwas dürftigen Publikum ihre Songs darzubieten. Der Hauptteil der Setlist bestand dabei aus ihrem Mini-Album Always, Almost, welches im letzten Jahr erschien und Lieder wie das leicht melancholische Last Step oder Born Again zeigten die Variante eines Alternative-Rock, welcher immer wieder in den Hardcore Bereich abdriftet. Ein eigenwilliger Sound des Trios. Ohne viel Geschnörkel und große Reden nutzen die amerikanischen Wahl-Berliner die gut dreißig Minuten für reine Musik. Freunde von Klängen einer Mischung der Bands Soulfly und Mega City Four, sollten mal ein Auge auf diese junge Combo werfen.

Die Mannen von Soft Kill sind nun doch schon gute zehn Jahre im Musik-Geschäft und haben mittlerweile ihr viertes Album vorgelegt. Es verwundert also keineswegs, dass der Fokus des Auftritts mit Wave-Perlen wie Bunny Room oder dem gitarren-starken Titelsong Savior auf diesem ruhte. Natürlich wurden auch die tollen Songs wie From This Point On und Death In The Family vom Debüt-Werk An Open Door eingepflegt – schon kleine Klassiker des Genre. Diese ließen die nun etwas gestiegene Besucherzahl ein wenig in Sachen Dark- oder Cold-Wave träumen. In Tracks wie Wanting War kann man sogar Partikel des Post-Punks erkennen. Ganz so gut gelaunt schien das Quartett samt Sänger und Gitarrist Tobias Grave jedoch nicht zu sein, was diese auf eine russische Mahlzeit schoben und sich sogar entschuldigten. Überrascht haben sie dann allerdings mit einem brandneuen Track namens Pretty Face, welcher auf dem nächsten Album im kommenden Jahr erscheinen soll. Das nennt man doch mal Produktivität. In der wechselnden roten wie blauen Beleuchtung gaben sich die West-Amerikaner ansonsten ganz ihrer Musik hin und wussten dem anwesenden Publikum wirklich klang-technisch zu gefallen.

Die eigentliche Setlist war schließlich mit dem ausufernden Whirl abgearbeitet und das Quartett konnte sich noch zu zwei Zugaben mit den Songs On The Inside sowie Trying Not To Die hinreißen lassen. Sicher hatte der eine oder andere Fan noch einen persönlichen Song im Kopf, doch nach diesen gut achtzig Minuten endete ein wunderbarer Auftritt von Soft Kill, der wirklich mehr Zuschauer verdient hätte – dass dies geht zeigte Berlin, welches im Maze ein Ausverkauft vermeldete. Schade für die Mainmetropole. Da die Band im Frühjahr erneut nach Deutschland kommt, sollten Freunde von liebevollen Dark-Wave ihr Fernbleiben nochmals überdenken!

Setlist SOFT KILL @ Frankfurt (08.11.2018)

01. Grandview
02. Hit The Floor
03. Wanting War
04. Wake Up
05. Bunny Room
06. Savior
07. Dancing On Glass
08. Do You Feel Nothing?
09. An Open Door
10. Sea Of Doubt
11. Pretty Face
12. Selfish Love ßßß
13. From This Point On
14. Death In The Family
15. Whirl
16. On The Inside (Z)
17. Trying Not To Die (ZZ)

Weblinks SOFT KILL:

Facebook: https://de-de.facebook.com/softkillportland/
Bandcamp: https://anopendoor.bandcamp.com/

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