WWE Live – Oberhausen, König-Pilsener-Arena (10.05.2018)

Fotos: WWE LIVE
WWE Live, © Peter Bernsmann
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Die Stars der World Wrestling Entertainment (WWE) kommen im Regelfall zweimal jährlich nach Deutschland. Die Show in Oberhausen war für viele Fans des „Sports Entertainment“ aber etwas ganz Besonderes. Denn erstmals seit Juli 2016, als der über 90 Performer starke Kader des Showkampf-Marktführers auf die zwei wöchentlichen Shows „Monday Night Raw“ und „Smackdown Live“ aufgeteilt wurde, kamen die Vertreter letzterer Sendung nach Deutschland. Entsprechend waren Superstars wie der aktuelle WWE-Champion AJ Styles, Becky Lynch oder der viel umjubelte Daniel Bryan zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in Deutschland im Ring zu sehen.

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In der zu knapp zwei Dritteln gefüllten Arena eröffneten die Tag Teams den Abend. Die aktuellen Champions „Bludgeon Brothers“ setzten sich in einem energetischen Match mit zahlreichen deftigen Kicks gegen „The New Day“ und das Zwillingspaar Jimmy und Jey Uso durch. In der Folge besiegte Shelton Benjamin den mexikanischen Luchador Sin Cara, bevor es zum ersten Frauen-Kampf des Abends kam.

In diesem konnte sich insbesondere die orangehaarige Irin Becky Lynch über lautstarke Anfeuerungsrufe freuen – ihr Team mit der hochathletischen Naomi und der bezaubernden Japanerin Asuka verließ den Ring gegen das aus „The Iconics“ und Lana bestehende Dreiergespann als Sieger.

Die Stimmung blieb gut – dafür sorgten im Anschluss der Bulgare Rusev (der im Tag Team mit dem Bariton-Sänger und Ex-Opernmusiker Aiden English aktuell beliebt ist wie nie zuvor) und Wrestling-Legende Jeff Hardy. Auf irgendwelche atemberaubenden Sprünge aus zig Metern Höhe verzichtete Hardy – der aktuelle United States Champion konnte seinen Titel aber erfolgreich verteidigen.

Überragende Reaktionen für Daniel Bryan

Die euphorischsten Aktionen zog aber ganz klar Daniel Bryan. Der schmächtige Edeltechniker stand aufgrund mehrerer Gehirnerschütterungen gut drei Jahre nicht mehr im Seilgeviert – nun ist „The American Dragon“ wieder fit und bekam schon bei seinem Einlauf minutenlange Standing Ovations. Dass Bryan und sein Partner Tye Dillinger ihr Match gegen die arroganten Bösewichte The Miz und Big Cass gewannen, sorgte bei den rund 6.000 Fans für großen Jubel.

Das nun folgende Frauenmatch fand sogar weltweite Beachtung – das aber aus einem unschönen Grund. Championesse Carmella erwischte ihre Kontrahentin Charlotte Flair mit einem Kick derart unglücklich am Kiefer, dass dieser ein Zahn heraussprang. Was eine Profi-Wrestlerin natürlich nicht davon abhält, das Duell professionell zu Ende zu führen. Am Ende war jedoch alle Mühe umsonst, Carmella ließ sich absichtlich disqualifizieren – das reicht im Wrestling zur Titelverteidigung.

AJ Styles musste seine WWE Championship nicht verteidigen, sondern stand mit Karl Anderson und Luke Gallows dem Trio bestehend aus Cesaro, Sheamus und Shinsuke Nakamura gegenüber. Nach einem abwechslungsreichen und über 15 Minuten langen Match brachte der „Phenomenal Forearm“ von Styles gegen Sheamus den Sieg, das Publikum ging zufrieden nach Hause – und überlegt vielleicht schon, sich zeitnah Karten für die an diesem Abend erstmals angekündigten WWE-Shows in Köln (7.11.2018) und Frankfurt (8.11.2018) zu kaufen …

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