MANDO DIAO – Good Times

MANDO DIAO - Good Times
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7 Gesamtnote

7

Ruhig, dramatisch und fast episch beginnen Mando Diao ihr neues Album Good Times, das den Beginn einer neuen Ära markiert, schließlich hat Sänger und Gitarrist Gustaf Norén die Band vor knapp 2 Jahren verlassen und fortan übernimmt Masermind Björn Dixgard alleine die Stimme der Band, die nach dem Abschied Noréns noch näher zusammengerückt ist und nun gemeinschaftlich für das Songwriting verantwortlich zeichnet. Und schon das auf Break Us folgende All The Things offenbart, dass Mando Diao sich eine große Stärke bewahrt haben: tanzbare Indie Musik. Das raue Organ von Sänger Björn zeigt sich dabei als besonders markant und hilft, sich bei den Schweden weiter zuhause zu fühlen. Passend zum Albumtitel darf danach beim Titelstück richtig ausgeflippt werden. Good Times ist funky und ein wahres Retro Monster. Wir bleiben noch ein wenig in der Vergangenheit und lassen mit Shake die gute alte Disco Zeit wieder aufleben, während es bei Money eher soulig, aber weiterhin tanzbar zugeht. Kopfnicken und mit den Füßen wippen ist bei Watch Me Now angesagt und bei Hit Me With A Bottle darf kurz durchgeatmet werden, bevor es bei Brother düsterer und hoch emotional zugeht. Gut, dass uns das sich langsam aufbauende Dancing All The Way To Hell hilft, die Tanzsohlen langsam wieder anzuheizen. Der pulsierend-stampfende Beat von One Two Three setzt dann wieder alle Gliedmaßen gleichermaßen in Bewegung und wirkt zum Schluss fast ekstatisch.

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Dass auch Stimmen im Kopf tanzen können erfahren wir bei Voices on the Radio, während wir weiter vor uns hin tänzeln. Zum Abschluss wird es dann noch einmal groovig-traurig wenn Without Love eine gescheiterte Beziehung besingt, die nur einseitig von Liebe geprägt war. Auch das ist Good Times a la Mando Diao. Denn auch in einer Guten Zeit läuft nicht alles rund, man kann aber auch ebenso in einer beschissenen Welt eine „Gute Zeit“ haben…

Mando Diao unterstreichen auch auf ihrem achten Album, und trotz der einschneidenden Line-up-Veränderung, ihre Wandelbarkeit und ihr Gespür für Melodien. Trotz der vielfältigen Einflüsse klingt Good Times durchaus wie aus einem Guss. Den Gitarren wurde wieder eine höhere Bedeutung zugesprochen und das Album klingt durchweg angenehm – einen Ausreißer nach oben oder unten gibt es nicht, was durchaus Fluch und Segen des Albums ist.

Tracklist MANDO DIAO – Good Times:

01. Break Us
02. All the Things
03. Good Times
04. Shake
05. Money
06. Watch Me Now
07. Hit Me With a Bottle
08. Brother
09. Dancing All the Way to Hell
10. One Two Three
11. Voices on the Radio
12. Without Love

Im Herbst kommen Mando Diao übrigens auf Deutschlandtour, Tickets gibt es ab dem 19. Mai 2017. Zuvor kann man sie aber auch beim diesjährigen Hurricane & Southside Festival live erleben.

Termine MANDO DIAO Tour 2017:

21.11.2017 Dortmund – Phoenixhalle
23.11.2017 Berlin – Columbiahalle
24.11.2017 Köln – Palladium
25.11.2017 Hamburg – Sporthalle
29.11.2017 München – Zenith
01.12.2017 Wiesbaden – Schlachthof

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