ROYAL REPUBLIC – Köln, Palladium (26.11.2016)

Fotos: ROYAL REPUBLIC
Royal Republic, © Markus Hillgärtner
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Um 19 Uhr am 26.11.2016 werden die Türen für die Fans von Royal Republic geöffnet. Das Konzert der Tour zum Album Weekend Man geht für das Quartett als größtes Konzert in die Bandgeschichte ein. Schnell füllt sich das ausverkaufte Palladium in Köln und gespannt wartet das gut gemischte Publikum auf die Bands.

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Nach circa einer Stunde beginnt die erste Vorband Dinosaur Pile-Up und die Briten heizen dem Publikum ordentlich ein mit Liedern wie Nature und White T-Shirt and Jeans und verkünden bald, dass diese Show für das Trio ein absolutes Highlight ist: „This is so much better than the U.K. and we are from the U.K.“

Als nächstes gibt sich der niederländische Singer/Songwriter Tim Vantol die Ehre und lässt seinen Charme sprühen. „What the fuck is a dutch with a guitar doing at a rock concert? Well I ask myself this question every night and I thought let’s pretend we are at a three course dinner. The starter was Dinosaur Pile-Up the main course is going to be Royal Republic and we will skip dessert because everybody always forces it down. So cologne it’s a pleasure that I can be your soup tonight.” Diese sehr unterhaltsame Suppe präsentiert Lieder wie Not I know und Nothing is What it Seems und lässt so viele Fans das lange Warten auf die Schweden von Royal Republic fast vergessen.

Nach einer kleinen Umbaupause betreten Royal Republic dann langersehnt um 21:45 Uhr die Bühne. Im Gepäck haben sie Songs aus den letzten 4 Alben mit gebracht und feiern mit der Menge vor allem ihr neustes Album Weekend Man.

„We knew it was going to be a good night but this looks fantastic. I am so happy.”

Eine Besonderheit dieser Tour ist, dass sie dieses mal zu fünft sind. Nein, es steht nicht ein weiteres Bandmitglied auf der Bühne, der Weekend Man hat sich mit reingeschlichen. “This is our favorite place and day to play, because it’s Saturday… so the perfect day for the worst in all of us: the Weekend man.” Und so entsteht ein Dialog zwischen der Band und der dunklen Stimme. “That’s amazing there he is! Are you seeing things from up there? You want to come on stage? Oh you can’t. Only the band can be on the stage and the stage is small. Big egos and the biggest ego is definitely me.” Die großen Blitze auf der Bühne schlagen beim gleichnamigen Lied im Takt und laden alle ein, gemeinsam die Sau rauszulassen. Bei Any Given Sunday beruhigt sich die feierwütige Menge wieder ein bisschen und die gelben LEDs verwandeln die Decke in einen Sternenhimmel. Es gibt kaum einen Liedübergang oder eine Pause wo nicht lauthals der Schlachtruf der Band von den Fans gerufen wird, worauf Leadsänger Adam Grahn anmerkt, dass sie das nicht machen müssten, sie würden die Fans ja auch so lieben. Womit man gleich zum nächsten Sympathie Punkt der Band kommt: Viele Fans kehren immer wieder wegen der redefreudigen Art die Adam Grahn an den Tag legt zurück zu den Shows. Und so widmet er das Lied People Say That I’m Over the Top mit einer sehr lustigen Geschichte und ein paar Anekdoten einem ehemaligen ADHS Gitarrenschüler von ihm. Als wären das nicht schon genug Dinge, die dieses Konzert vorallem für die Band legendär macht, hat Bassist Jonas auch noch Geburtstag. Die Band stimmt gemeinsam mit dem Publikum ein Ständchen an. Womit wohl keiner der Jungs gerechnet hat war, dass Deutsche sehr viele Geburtstagslieder kennen. So unterbricht Adam, nachdem noch Viel Glück und Viel Segen und Wie Schön das du Geboren Bist gesungen wurden, das Ganze lachend und fragt ob er jetzt mit der Show weitermachen dürfe. Durfte er, aber erst nachden noch Hoch Soll Er Leben als Antwort kam.

Als die Band ihre Instrumente abgelegt hat und sich nebeneinander vor ein Mikrofon stellte, wussten eingefleischte Fans schon was kommen würde: Vor ein paar Jahren haben Royal Republic eine eigene Tribute Band gegründet und gemeinsam mit The Nosebreakers ein Country Album aufgenommen und präsentierten an diesem Abend Addicted in der dabei erarbeiteten Version.

„This tour feels not real – this is a big place, this means we are a real band now”

Zum Ende des Konzertes stellen die Jungs noch ihre Deutsch Kenntnisse unter Beweis und verabschieden sich mit: „I wish every show we play would be like cologne“ und „Die Hosen sind Schwarz“.

Diese Jungs sind einfach authentisch und direkt, was in der Größe dieser Locations super funktioniert, ob sie es so in die großen Arenen schaffen werden… Man wird es in den nächsten Jahren sehen.Für mich sind die Konzerte von Royal Republic immer Highlights des Jahres. Obwohl die Vorbands gut waren, hat sich die Warterei am Anfang ziemlich gezogen.

Abgesehen von guter Musik und Performance stehe ich total darauf, wenn Bands viel von sich preisgeben und ein bisschen was erzählen, woran es bei diesen Shows nie mangelt.

Setlist ROYAL REPUBLIC @ Köln, Palladium (26.11.2016):

01. When I See You Dance with Another
02. Walk!
03. Make Love Not War
04. Strangers Friends Lovers Strangers
05. Underwear
06. Weekend Man
07. Everybody Wants to Be an Astronaut
08. Any Given Sunday
09. People Say That I’m Over The Top
10. Addictive
11. Kung Fu Lovin
12. Baby
13. Tommy Gun
14. Here I Come (There You Go)(Z)
15. Follow the Sun(Z)
16. Getting Along(Z)
17. Full Steam Spacemachine(Z)

Fotos: Markus Hillgärtner

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