Preview : THE TALLEST MAN ON EARTH kommt nach Köln und Berlin

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Das neue Album Dark Bird Is Home von The Tallest Man On Earth, das im Mai 2015 veröffentlicht wurde, fühlt sich nicht an, als käme es aus einer bestimmten Zeit, einem speziellen Ort oder einer ganz besonderen Tonaufnahme. Die Songs wurden in verschiedenen Ländern, Studios und Scheunen eingefangen, die Qualität ist wetterfest, ein wenig Schmutz, ein bisschen Kies.

Als Fan ehrt The Tallest Man On Earth mit Dark Bird is Home die alten Platten, denen man verfallen ist und er bringt auch viel Neues mit, was man ebenfalls lieben wird. Als Neuling gegenüber The Tallest Man On Earth ist man in einer beneidenswerten Situation: man sollte die aktuellen Songs dann in dem Wissen genießen, dass noch ungefähr 40 andere Schmuckstücke auf früheren Alben und Singles auf einen warten. Früh auf Dark Bird, am Ende des ersten Tracks, setzen unterstützende Stimmen und Sounds neben Kristian Mattsons eigener ein. Eine von diesen Stimmen, welche später als Angel Vocals bezeichnet wird, taucht immer wieder auf und bringt neue Farben in die übliche Palette. Dieser erste Song besteht aus Hörnern und einem Klavier, Keyboards, Synthesizern und anderen modernen Instrumenten, und spätestens ab dem zweiten Track begegnet einem The Tallest Man On Earth als entspannt gedrosselter RockandRoll.

Obwohl Dark Bird wohl das persönlichste und direkteste Werk von The Tallest Man On Earth ist, sowohl tiefer und düsterer als alles zuvor, ist es ebenfalls ein Album mit verschiedenen Launen und dem Duft von Neuanfängen. Es fühlt sich frisch an und ebenfalls gut terminiert. Die Melodien und Arrangements sind kräftig und klassisch, wie alte Autos und straff aufgezogene Uhren. Die Texte und ihre Präsentation sind sowohl beruhigend als auch alarmierend, wie große Bäume und breite Hügel.

Die anderen Musiker auf dieser Aufnahme setzen eine breite Linse auf vertraute Themen. Angst und Finsternis, Schlaf oder der Mangel von diesem, Träume im Dunkeln und auch im Licht. Bewegen, Verlassen, Gehen. Entfernung und kurze Stopps. Lange, gerade Linien, temporäre Wohnorte. Ein hoffnungsvoller Blick, ein dankbares Nicken zum Reisepartner, eine heilende Seele. Vielleicht Vergebung erfordert. Auf jeden Fall Dinge zum Vergessen.

Termine THE TALLEST MAN ON EARTH:
12.10.15 Köln, E-Werk
13.10.15 Berlin, Huxley’s

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