SUSANNE SUNDFOR РKöln, Club Bahnhof Ehrenfeld (12.03.2015)

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Die gro√üartige und vielerorts bewunderte Susanne Sundf√ėr war k√ľrzlich im K√∂lner Club Bahnhof Ehrenfeld zu Gast um ihr neustes Werk Ten Love Songs live vorzustellen, auf welchem sie erstmals ihrem Ziel etwas n√§her kam, den Klang von perfekter Filmmusik in ein komplettes Album zu packen.

Eine kleine Schlange tat sich auf, wenige Minuten bevor es von der Bar in den dunkel gehaltenen Raum ging. Bis die Skandinavierin die B√ľhne betrat, f√ľllte sich dieser noch allm√§hlich bis etwas √ľber 50%, was darauf schlie√üen l√§sst, dass Frau Sundf√ėr hierzulande noch nicht alle Ohren erreicht hat.
Doch die Bescheidenheit des Publikums war das genaue Gegenteil dessen, was von der B√ľhne herabschallte.

Druckvoller Sound, besonders durch die zwei monstr√∂sen Boxen mittig vor der B√ľhne, liessen die zwei kombinierten Songs Accelerate und Fade Away zu den Highlights des Abends werden.

Doch zu Anfang wurde erst einmal It’s All Gone Tomorrow vom 2011er Album The Brothel gespielt, bevor es melodisch mit einem ersten aktuellen Track namens Kamikaze weiterging. Kaum war man drin in dem schnellen Beat, wurde es mit Trust Me ruhig und man verfiel beinahe in Trance, so hypnotisierend wirkte der Song, vor allem durch ihre kaum ver√§ndernde Tonlage. Stillschweigend bemerkte man gar nicht, dass √ľberhaupt Leute vor der B√ľhne stehen, wenn man nicht hinsah. Einzig allein das lautstarke Klatschen nach jedem Song lies einen wieder zur√ľck in die Realit√§t holen, so sehr sogen einen die Songs auf. Neben Susannes wunderbarer und faszinierend sch√∂ner Live-Stimme bestand ihre Band aus einem Drummer, den man hinter seinem Kit √ľberhaupt nicht erkennen konnte, einem Keyboarder ausgestattet mit Korg und Moog Instrumenten und einer Dame, die die zweite Stimme sang und damit sehr viel zu der Atmosph√§re aller Songs beitrug. Ganz nebenbei spielte sie wechselweise noch Keyboard/Piano und Gitarre.

Dennoch gab es neben all dem Guten, eine Kritik: Der Song White Foxes wirkte live sehr flach und kratzig, eventuell auch ausgel√∂st durch die Soundtechnik vor Ort. Dies war der letzte Song ihres eigentlichen Sets, doch kam sie kurz darauf wieder bescheiden l√§chelnd auf die B√ľhne, denn es fehlte nat√ľrlich noch die aktuelle Singleauskopplung des 2015er Albums Ten Love Songs: Delirious ging diesmal etwas in die Beine und hier und da sah man doch noch etwas Bewegung in den Reihen. Nachdem der zweite Zugabensong Your Prelude ausgeklungen war, h√∂rte der Applaus wieder Mals nicht auf, und nach kurzer √úberlegung erschien sie nochmals f√ľr eine zweite Zugabe auf die B√ľhne, bevor danach endg√ľltig Schluss war.

Alle Erwartungen wurden erf√ľllt, Susanne Sundf√ėr √ľberzeugte mit ihrer Stimme ihren epischen Songs und bekam daf√ľr die bestm√∂gliche Resonanz und nat√ľrlich auch den verdienten Applaus.

Setlist Susanne Sundf√ėr @ K√∂ln, Club Bahnhof Ehrenfeld:
01. It’s All Gone Tomorrow
02. Kamikaze
03. Trust Me
04. Rome
05. Accelerate
06. Fade Away
07. Memorial
08. Insects
09. As I Walked Out One Evening
10. White Foxes
11. Delirious (Z)
12. Your Prelude (Z)
13. Torn to Pieces (on Roses) (ZZ)

Fotos: André Techert

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