CALLEJON, ANNISOKAY & VITJA – Köln, E-Werk (06.03.2015)

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Am Freitag den 06. MĂ€rz 2015 stattete die deutschsprachig singende Metalcoreband Callejon dem Kölner E-Werk einen Besuch ab. Es war der vorletzte Termin ihrer Wir sind Angst Tour und gleich doppelt ein Abend mit besonders hohen Erwartungen: Zum einen war es fĂŒr die aus Köln, DĂŒsseldorf und Ratingen stammende Band so etwas wie ein Heimspiel und zum anderen war vorab angekĂŒndigt, dass die Band an diesem Abend eine DVD aufnehmen wĂŒrde.

Doch bevor es mit den Headlinern des Abends losging war die 2013 gegrĂŒndete Experimental-Metal Band Vitja an der Reihe das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen. Eine halbe Stunde Zeit wurde David Beule (Gesang), Vladimir Dontschenko (Gitarre), Mario Metzler (Bass) und Daniel Pampuch (Schlagzeug) gegeben um die Kölner von ihrem Sound zu ĂŒberzeugen. Dieses gelang jedoch nur bedingt, da das was aus den Boxen schallte nicht viel mehr als laute GerĂ€usche waren. Der Mix war alles andere als gelungen und so schepperte sich das Quartett durch ihr Set. Obwohl sich das Publikum mit Euphorie eher zurĂŒckhielt, gab es doch einige Lichtblicke wo ein bisschen Bewegung in die Menge kam. Schade eigentlich, denn von anderen Gelegenheiten ist bekannt, dass die relativ junge Band bei ordentlichem Sound durchaus zu ĂŒberzeugen weiß.

Bildergalerie: Vitja (06.03.2015)

Als nĂ€chster Tagesordnungspunkt standen Annisokay auf dem Plan. Die 2007 gegrĂŒndete Post-Hardcore Band steht mit ihrem zweiten Album Enigmatic Smile (Veröffentlichung: 20. MĂ€rz 2015) in den Startlöchern. Leider hatten auch Annisokay dasselbe Problem wie ihre VorgĂ€nger Vitja und mussten mit einem unterirdisch abgemischten Sound spielen. Besonders Ă€rgerlich, wenn man ihr erstes Album kennt und einem die enormen Diskrepanzen zwischen Studio- und Livesound auffallen. Nichtsdestotrotz lieferten Dave Grunewald (Gesang), Christoph Wieczorek (E-Gitarre, Gesang), Norbert Rose (Bass), Philipp Kretzschmar (E-Gitarre) und Daniel Herrmann (Schlagzeug) eine den UmstĂ€nden entsprechend gute Show ab. Die Stimmung war fĂŒr einen Support schon ordentlich und auch das Publikum zeigte sich gewillt die Musik mit entsprechender Begeisterung zu feiern. Mit besser gemischtem Sound kann man von Annisokay in der nĂ€heren Zukunft noch einiges erwarten. Vielleicht auf der im April 2015 kommenden Tour mit den Emil Bulls?

Bildergalerie: Annisokay (06.03.2015)

Nun wurde es ernst und die finale Umbaupause stand an. Um es ein wenig spannender zu machen wurde die BĂŒhne mit einem Vorhang verhĂ€ngt, wĂ€hrend die letzten Vorbereitungen an den Kameras fĂŒr die DVD Aufnahme vorgenommen wurden. Gegen Viertel nach neun war es soweit und mit dem Titelsong des neuen Albums Wir sind Angst starteten Callejon in ihren Auftritt. Von der ersten Minute an waren die Kölner mit von der Partie und feierten Callejon gehörig ab. GlĂŒcklicherweise war auch der Sound nun deutlich besser, sodass einem ordentlichen Konzerterlebnis mit Bastian „BastiBasti“ Sobtzick (Gesang), Thorsten "Totti" Becker (E-Bass), Bernhard "Bernie" Horn (E-Gitarre), Christoph "Kotsche" Koterzina (E-Gitarre) und Maximilian "Kotze" Kotzmann (Schlagzeug) nichts im Wege stand.

Um die Vorfreude auf die anstehende DVD nicht zu schmÀlern gehen wir was die Setlist angeht nicht weiter ins Detail um Spoiler zu vermeiden und verbleiben daher bei einer allgemeiner formulierten Beschreibung des Abends. Die Stimmung war ausgelassen und das Publikum feierte, sang, sprang und moshte ordentlich mit.

Die Band hingegen hielt sich mit ausufernden Ansagen zurĂŒck und spielte sich routiniert durch ihr Set. Dieses fiel mit nur einer Stunde leider etwas dĂŒrftig aus, was auch die Zugaben nicht mehr völlig rausreißen konnten.

Abschließend lĂ€sst sich sagen, dass es ein ordentliches Callejon Konzert war, welches sich jedoch in keiner Weise als besonders von anderen Callejon Konzerten abhob. Dies war schade, da es bei einer DVD Aufnahme schon etwas spezieller hĂ€tte sein dĂŒrfen. So wurde die Chance vertan beispielsweise die Jungs von KIZ als GastsĂ€nger mit ins Boot zu holen oder ein paar wirklich selten gespielte Callejon Klassiker aus der Mottenkiste zu kramen. Dies hĂ€tte der offiziellen Konzertdauer von nur einer Stunde durchaus gut getan. Nichtsdestotrotz war es ein sehr gelungener Abend mit einem guten Konzert, sodass der Rest lediglich Jammern auf hohem Niveau darstellt.

Bildergalerie: Callejon (06.03.2015)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos-Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der Fotos bzw. Galerieverweise.

Fotos: Markus HillgÀrtner

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