ANDREAS BOURANI РKöln, E-Werk (29.09.2014)

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Am Montag, den 29. September 2014 war Andreas Bourani im Rahmen seiner Hey Tour zu Gast in Köln. Das Konzert wurde aufgrund großer Nachfrage aus dem Stadtgarten in das E-Werk verlegt und trotz des größeren Veranstaltungsorts wurde das Konzert restlos ausverkauft.

2014 ist das Jahr des in Augsburg aufgewachsenen 30-J√§hrigen, der mit seinem zweiten Album Hey auf Platz acht der deutschen Albumcharts landete. Ma√ügeblich am Erfolg Bouranis beteiligt war die Single Auf uns, die als WM-Song f√ľr die Berichterstattung der ARD von der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien genutzt wurde. Sp√§testens nach dem Sieg der deutschen Nationalelf war der Song omnipr√§sent, was Bourani, der auch schon mit dem Vorg√§ngeralbum Staub & Fantasie punkten konnte, zu einem gro√üen Karriereschub verhalf.

Bevor der Mann des Abends mit seiner Band die B√ľhne betrat, war es am M√ľnchener Jacob Brass das Publikum von sich zu begeistern. Mit √ľberwiegend Eigenkompositionen nutzte der nur mit einer Gitarre und seiner Stimme bewaffnete K√ľnstler die kurze Zeit die ihm blieb, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Mit seiner charmanten Art gelang ihm dies schnell. Statt nur seine Lieder herunterzuleiern, schaffte er es in genau dem richtigen Ma√ü mit dem Publikum zu interagieren, ohne im endlosen Geschwafel zu enden. Charmant, schlagfertig und nat√ľrlich wirkend blieb er den K√∂lnern in Erinnerung, als er nach relativ kurzer Spielzeit die B√ľhne verlie√ü.

Was folgte war eine kleine Pause, um alles auf den Andreas Bourani Auftritt vorzubereiten, der von den rund 2.000 Besuchern sehnlichst erwartet wurde. Schon bald ging es los, doch statt Andreas Bourani trat zur √úberraschung vieler Anwesender erneut Jacob Brass auf die B√ľhne. Wie sich herausstellte ist er ein Teil von Bouranis Band und somit an diesem Abend gleich doppelt am Start.

Der Konzertbeginn stand ganz im Zeichen vom aktuellen Album Hey, von dem mit Refugium, Wieder am Leben, F√ľreinander gemacht und Alles beim Alten direkt vier St√ľcke kamen. Mit Nur in meinem Kopf kam der erste gro√üe Hit, der von den K√∂lnern nat√ľrlich geb√ľhrend gefeiert und durch textsicheres Mitsingen begleitet wurde.

Auch Bourani plauderte mit seinem Publikum. So wollte er wissen, wer im Publikum zurzeit frisch verliebt sei. Das Ergebnis war sehr ern√ľchternd, wobei seit l√§ngerer Zeit Verliebte nat√ľrlich nicht zu Wort kamen. Doch da Konzerte keine repr√§sentativen Statistiken √ľber das Liebesleben der K√∂lner generieren sollen und der n√§chste Song Delirium eh von nur einseitig existierender Liebe handelte, war das Thema schnell wieder vom Tisch.

Es war ein sch√∂ner Abend mit einem sympathischen K√ľnstler und einem begeisterungsf√§higen Publikum. Die Setlist lie√ü keine W√ľnsche offen, denn nat√ľrlich kam jeder gro√üe Hit und jeder Publikumsliebling an diesem Abend vor. Der Sound war makellos, sodass auch von technischer Seite keine M√§ngel aufzulisten waren. Viele der Anwesenden werden von dem Konzert so begeistert gewesen sein, dass sie wohl auch den n√§chsten Termin in K√∂ln rot im Kalender markierten. Dieser ist bereits am 13. Januar 2015 in der K√∂lner Live Music Hall.

Andreas Bourani:

Jacob Brass:

Fotos: Markus Hillgärtner

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Fotos: RISE AGAINST

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